Schlagwort-Archiv: Forschungsmethoden

18. April 2017 | Tanja Gabriele Baudson

March for Science – auf die Straße für freie Wissenschaft und Demokratie!

Es war ein wenig still in den letzten Wochen auf diesem Blog. Dafür gibt es einen guten Grund: Ende Januar haben mein Lebensgefährte und ich den March for Science in Deutschland gestartet. Das Ganze begann mit einem Tweet: "Here we are", so lautete am 29. Januar unsere erste Nachricht an die Welt, als Antwort, nachdem das Washingtoner Organisatorenteam in die virtuelle Welt hineingefragt hatte, wo denn eigentlich Frankreich, Großbritannien oder Deutschland bei dieser Initiative seien. Nun wird der "March for Science" am 22.4. an 20 Orten in Deutschland und weltweit in über 500 Städten stattfinden – der Countdown läuft. Aber worum geht es eigentlich dabei?
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26. Juli 2016 | Tanja Gabriele Baudson

Intelligenzforschung in St. Petersburg

Nun ist es schon fast wieder zwei Wochen her, seit ich aus Russland zurück bin – die letzten Tage sind mit dem Semesterabschluss, letzten Lehrveranstaltungen und allerlei Organisatorischem wie im Fluge vergangen! Der Besuch in St. Petersburg war beruflicher Natur, hat jedoch auch irgendwie mit diesem Blog zu tun: Denn dort trafen sich die Vertreter und Vertreterinnen der internationalen Intelligenzforschung zur Konferenz der International Society for Intelligence Research.
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5. April 2016 | Tanja Gabriele Baudson

Was man in Deutschland über Hochbegabte denkt

“Es gibt kein großes Genie ohne einen Schuss Verrücktheit” – dieses Aristoteles zugeschriebene Zitat war in der Antike vermutlich auch schon nicht richtiger als heute. Inzwischen wissen wir aus empirischen Studien, dass Hochbegabte insgesamt sich hauptsächlich – wenig überraschend – in ihrer hohen Intelligenz und damit direkt assoziierten Merkmalen wie Leistungsstärke, schulischem Selbstkonzept o. ä. unterscheiden, sozial und emotional aber eigentlich recht unauffällig sind (und wenn, dann sogar eher im positiven Sinne). Dennoch halten sich Klischees wie das “verrückte Genie” oder die “schwierigen Hochbegabten” hartnäckig. Eine aktuelle Studie, die ich in Zusammenarbeit mit dem Hochbegabtenverein Mensa in Deutschland e. V. durchgeführt habe, untersucht erstmals auf Basis einer repräsentativen Stichprobe, welche Hochbegabtenstereotype die Deutschen eigentlich haben.

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7. März 2013 | Tanja Gabriele Baudson

Warum es so schwer ist zu sagen, wie Hochbegabte sind

"Hochbegabte sind so und so" – oder vielleicht doch ganz anders? Wenn man den Medien glauben darf, sind Hochbegabte tendenziell eher männlich, tragen nerdige Brillen und sind bei der Partnersuche nur bedingt erfolgreich. Oder in jeder Hinsicht die totalen Überflieger. Stimmt natürlich alles nicht. Oder doch. Naja, vielleicht für einige. Warum ist es eigentlich so schwer, genaue Aussagen über Hochbegabte zu treffen?
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28. Juli 2012 | Tanja Gabriele Baudson

Denken Hochbegabte differenzierter? – g und Spearmans "Law of Diminishing Returns"

Befunde zur Struktur der Intelligenz legen recht übereinstimmend nah, dass es so etwas wie eine übergeordnete "allgemeine" Intelligenz (auch "g-Faktor" genannt) gibt. Dieser trägt der Tatsache Rechnung, dass verschiedene Teilbereiche der Intelligenz statistisch positiv miteinander zusammenhängen – Personen, die gut im Lösen von Matrizenaufgaben (kleines weißes Dreieck verhält sich zu großem schwarzen Dreieck wie kleines weißes Viereck zu …?) sind, werden in der Regel auch in anderen Bereichen, z. B. sprachlichen Analogien oder Zahlenreihen, nicht unbedingt schlecht abschneiden. Allerdings gibt es auch Hinweise, dass es durchaus Unterschiede in der Intelligenzstruktur gibt – und dass die Zusammenhänge zwischen einzelnen Teilbereichen mit steigender Intelligenz immer geringer werden. Denken Hochbegabte also tatsächlich differenzierter?

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12. Februar 2012 | Tanja Gabriele Baudson

100 Jahre IQ – ein Grund zum Feiern

Was ist Intelligenz? So ganz einig ist sich die Forschung bis heute nicht – fest steht aber, dass wir sie im Vergleich zu anderen psychologischen Merkmalen sehr gut messen können, und das ist doch auch schon mal was. In diesem Jahr feiert der Intelligenzquotient seinen 100. Geburtstag.
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8. Januar 2012 | Götz Müller

Frühste Indikatoren für hohe Begabung

Das Jahr ist noch jung: Wir haben Januar! Ein geeigneter Anlass, sich zur frühen Zeit des Jahres den so genannten Forschern in Windeln zu widmen, den Kindern in noch jungen Monaten. Die Erforschung des Säuglings und Kleinkindes hat immenses Wissen hervorgebracht, sei es Entropie in Küche und Spielzimmer im Hause Dahlem, sei es Rasselgeräusch und Kuscheltier in der Babywiege. Vieles davon wird in unterschiedliche Zusammenhänge gebracht und so auch in den Zusammenhang mit Begabung und Hochbegabung. Weiterlesen

6. September 2011 | Götz Müller

Mengenlehre

Intelligenz ist das, was der
Intelligenztest misst. Nehmen wir an, dass das stimmt. Nicht jeder
Intelligenztest aber misst den gleichen Anteil an Intelligenz,
sondern es bestehen Unterschiede, so dass verschiedene Tests
zwangsläufig verschiedene Ergebnisse liefern. Die
Testinterkorrelationen können demzufolge unterschiedlich hoch sein –
je nach Schnittmenge. Ich kann in Test A einen IQ von 130 erreichen,
in Test B hingegen nur IQ 125. Nun könnten wir mitteln (während ich
mich darüber ärgere, überhaupt an Test B teilgenommen zu haben)
und hielten wohlwollend aufrundend einen mittleren IQ von 128 fest.
Ob das passt? Weiterlesen

18. August 2010 | Tanja Gabriele Baudson

Wie man mit alten Tests Hochbegabte produziert

So, Frau Baudson ist wieder aus dem Urlaub zurück (schön war's!) – jetzt wird wieder gebloggt! Heute geht es um eine Frage, die Herr Müller und ich im letzten Artikel kurz angerissen haben: die Frage nach der Normierung von Tests. Normierung, das klingt nach Gleichmacherei, Auf-Spur-Bringen. In der Psychologie (und insbesondere, wenn es um die Messung menschlicher Eigenschaften geht) ist das aber ganz und gar kein negativer Begriff, sondern im Gegenteil etwas sehr Nützliches!
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“The ACCEL model recognizes that the greatest problem we have in our society is not a lack of leader ...

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