Bayern

  • 1. Allgemeine Rahmenbedingungen

    • 1.1 Allgemeine Angaben zum Schulsystem

      • Schulstufenbezogene Orientierungsfunktion beim Übertritt von der Grundschule in die Sekundarstufe (z. B. Orientierungsstufe, Förderstufe)



        Eine eigene Orientierungsstufe oder Förderstufe existiert in Bayern nicht. Im Zuge der kind- und begabungsgerechten Weiterentwicklung des Übertritts wurde jedoch eine erweiterte Übertrittsphase geschaffen, die sich von Jahrgangsstufe 3 bis 5 erstreckt (vgl. www.km.bayern.de/eltern/schularten/[...]). Sie beginnt in der 3. und 4. Jahrgangsstufe mit einer erweiterten Elternberatung und -begleitung im Übertritt an der Grundschule sowie an weiterführenden Schularten. Die Jahrgangsstufe 5 ist an allen weiterführenden Schularten als "Gelenkklasse" (vgl. www.foerdern-individuell.de/[...]) mit breit angelegten Unterstützungs- und Begleitungsmaßnahmen eingerichtet. Im Verlauf dieser Jahrgangsstufe wird die getroffene Schullaufbahnwahl überprüft; ggf. erfolgt ein individueller Bildungswegwechsel nach der 5. Jahrgangsstufe.
        Zentrales Element über die gesamte Übertrittsphase hinweg sind individuelle Fördermaßnahmen.
      • Dauer der Grundschule (in Jahren)

        4
      • Weiterführende Schulformen

        Gymnasium
      • Weitere Schulformen

        Wirtschaftsschule (Jahrgangsstufen 7 bis 10, 8 bis 10 oder 10 und 11)

        Berufsschule/Berufsfachschule

        Berufliche Oberschule (Fachoberschule und Berufsoberschule)

        Fachschule

        Fachakademie

        Ergänzung zur Hauptschule:
        Die Hauptschule in Bayern wird zur Mittelschule weiterentwickelt (vgl. www.mittelschule.bayern.de). Im Schuljahr 2011/12 sind ca. 98% der Hauptschulen allein oder im Schulverbund bereits Mittelschulen. Das Gütesiegel "Mittelschule" erhält eine Hauptschule mit einem breiten Bildungsangebot, wenn sie regelmäßig folgende Merkmale aufweist:
        - die drei berufsorientierenden Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales,
        - ein Ganztagsangebot,
        - ein Angebot, das zum mittleren Schulabschluss führt.
        Darüber hinaus hält die Mittelschule bereit:
        - ausgestaltete Kooperationen mit einer Berufsschule, der regionalen Wirtschaft und der Arbeitsagentur sowie
        - eine individuelle/modulare Förderung der Schüler im Klassenverband unter Beibehaltung des Klassenlehrerprinzips.

        Erläuterung zur Wirtschaftsschule:
        Die Wirtschaftsschule ist eine Besonderheit des bayerischen Schulwesens. Sie ist eine berufsvorbereitende Schule, die eine allgemeine Bildung und eine berufliche Grundbildung im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung vermittelt (vgl. www.km.bayern.de/schueler/schularten/wirtschaftsschule.html).

        Erläuterung zur Gesamtschule:
        Gesamtschulen (insgesamt 5 in Bayern) gehören in Bayern zu den "Schulen besonderer Art". Es wird zwischen den drei integrierten Gesamtschulen (Staatliche Gesamtschule Hollfeld und Städtische Willy-Brandt-Gesamtschule München, jeweils mit Jahrgangsstufen 5 bis 10; Städtische schulartunabhängige Orientierungsstufe München-Neuperlach mit den Jahrgangsstufen 5 und 6) und den beiden kooperativen Gesamtschulen (Senefelder-Schule Staatliche Gesamtschule Treuchtlingen; private staatlich anerkannte Evangelische kooperative Gesamtschule Wilhelm-Löhe-Schule Nürnberg, jeweils mit Jahrgangstufen 5 bis 10) unterschieden (vgl. www.km.bayern.de/schueler/schularten/[...]).

        Erläuterung zur Berufsfachschule:
        In Bayern gibt es Berufsfachschulen für Berufe des Gesundheitswesens (z.B. Pflegeberufe, Physiotherapie, Ergotherapie), für Fremdsprachenberufe, für hauswirtschaftliche, gastgewerbliche und sozialpflegerische Berufe (z.B. Hauswirtschaft, Assistent für Hotel- und Tourismusmanagement, Kinderpflege, Sozialpflege), für kaufmännische Berufe (z.B. Kaufmännische Assistenten, Kaufmann für Bürokommunikation), für IT-Berufe (Technische Assistenten für Informatik, Fachinformatiker), für technische, gewerbliche und gestalterische Berufe (Maschinenbaumechaniker, Industrietechnologen, Holzbildhauer) und für Musik. Abschlüsse: Berufsabschluss ggf. Hauptschulabschluss, mittlerer Schulabschluss, Fachhochschulreife (Assistent f. Hotel- u. Tourismusmanagement).

        Erläuterung zur Beruflichen Oberschule:
        Die Fachoberschule (FOS) wird zusammen mit der Berufsoberschule (BOS) seit dem Schuljahr 2008/09 unter dem Dach der Beruflichen Oberschule Bayern (BOB) zusammengefasst.

        Die Fachoberschule baut auf einem mittleren Schulabschluss auf und vermittelt eine allgemeine, fachtheoretische und fachpraktische Bildung. Sie umfasst die Jahrgangsstufen 11 und 12; in der Jahrgangsstufe 11 gehört zum Unterricht auch eine fachpraktische Ausbildung.
        Die Fachoberschule verleiht nach bestandener Fachabiturprüfung die Fachhochschulreife. Überdurchschnittlich qualifizierte Absolventen der Fachabiturprüfung können in die 13. Jahrgangsstufe überwechseln. Diese verleiht nach bestandener Abiturprüfung die fachgebundene Hochschulreife sowie bei Nachweis der notwendigen Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache die allgemeine Hochschulreife.

        Die Berufsoberschule baut auf einem mittleren Schulabschluss und einer der jeweiligen Ausbildungsrichtung entsprechenden abgeschlossenen Berufsausbildung oder entsprechenden mehrjährigen Berufserfahrung auf. Die Berufsoberschule vermittelt eine allgemeine und fachtheoretische Bildung. Sie umfasst die Jahrgangsstufen 12 und 13 und kann auch in Teilzeitform geführt werden.
        Vor Eintritt in die Berufsoberschule werden Vorkurse (Teilzeit) und Vorklassen (Vollzeit, auch zur Nachhholung des mittleren Schulabschlusses) angeboten.
        Die Berufsoberschule schließt mit der Abiturprüfung ab und verleiht die fachgebundene Hochschulreife sowie bei Nachweis der notwendigen Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache die allgemeine Hochschulreife; Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 12 können sich der Fachabiturprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife unterziehen.

        Erläuterung zur Fachschule:
        In Bayern gibt es zum Beispiel Technikerschulen, Meisterschulen, kaufmännische Fachschulen, hauswirtschaftliche und sozialpflegerische Fachschulen.
        Die Fachschule dauert 1 bis 4 Schuljahre, teilweise in Teilzeitunterricht, in verschiedenen Ausbildungsrichtungen.
        Abschlüsse: Staatliche Abschlussprüfung oder Meisterprüfung, Mittlerer Schulabschluss, Fachhochschulreife (Ergänzungsprüfung)

        Erläuterung zur Fachakademie:
        Die Fachakademie dauert 2 bis 3 Schuljahre und bereitet auf eine gehobene Berufslaufbahn vor.
        Abschlüsse: Staatliche Abschlussprüfung, nach bestandener Ergänzungsprüfung Fachhochschulreife, bei sehr guter Gesamtnote in beiden Zeugnissen fachgebundene Hochschulreife.
        Zugangsvoraussetzung für Fachschule und Fachakademie: abgeschlossene Berufsausbildung, Berufstätigkeit (Fachschule) und mittlerer Schulabschluss (Fachakademie).
      • Schulzeit bis zum Abitur in Jahren (nach Schulform)

        Gymnasium: 12 Jahre

        Berufliche Oberschule (Fachoberschule und Berufsoberschule): 12-15 Jahre

        Fachschule: s. Anmerkungen
      • Zentralabitur



        In der Beruflichen Oberschule kann die Fachhochschulreife in der 12. Jahrgangsstufe, die allgemeine der fachgebundene Hochschulreife in der 13. Jahrgangsstufe erworben werden. Je nachdem, welche Schulen zuvor besucht wurden, kann daher die individuelle Schulzeit bis zum Abitur variieren.

        Wird eine Fachhochschul- oder Hochschulzugangsberechtigung an einer Fachschule oder Fachakademie erworben, so hängt die Schulzeit bis zum Abitur vom individuellen Bildungsweg ab.
    • 1.2 Rahmenbedingungen für die Begabtenförderung im Elementarbereich

      • 1.2.1 Gesetzliche Regelungen

        • Aussagen zur Förderung besonders begabter Kinder in der Kita-Gesetzgebung
          Die Förderung besonders begabter Kinder ist implizit berücksichtigt:
          Nach Art. 19 Nr. 3 BayKiBiG besteht nur dann ein gesetzlicher Förderanspruch einer Kindertageseinrichtung, wenn die Einrichtung die Bildungs- und Erziehungsziele nach Art. 13 BayKiBiG und §§ 1 ff. AVBayKiBiG umsetzt. Hierbei ist in § 1 Abs. 2 S. 1 AVBayKiBiG explizit vorgegeben, dass das pädagogische Personal die Kinder individuell und ganzheitlich entsprechend ihrer sozialen, kognitiven, emotionalen und körperlichen Entwicklung zu fördern hat. Das BayKiBiG setzt somit die individuelle Förderung der Kinder entsprechend ihren Begabungen zwingend voraus.

          www.stmas.bayern.de/kinderbetreuung/baykibig/index.php
      • 1.2.2 Bildungs- und Erziehungsplan oder Orientierungsplan

        • Aussagen zum Erkennen / zur Förderung besonders begabter Kinder im Bildungs- und Erziehungsplan
          Ausführungen zur Bildung und Erziehung von besonders begabten und hochbegabten Kindern sowie zum Erkennen von Hochbegabung finden sich im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan Teil 2, 6.2.5 "Kinder mit Hochbegabung".

          www.ifp.bayern.de/imperia/md/content/stmas/ifp/[...]
    • 1.3 Rahmenbedingungen für die Begabtenförderung im Schulbereich

      • 1.3.1 Allgemeine gesetzliche Regelungen

        • Regelungen zur Förderung besonders begabter Kinder im Schulgesetz
          Verfassung des Freistaates Bayern, Artikel 128:
          (1) Jeder Bewohner Bayerns hat Anspruch darauf, eine seinen erkennbaren Fähigkeiten und seiner inneren Berufung entsprechende Ausbildung zu erhalten.
          (2) Begabten ist der Besuch von Schulen und Hochschulen, nötigenfalls aus öffentlichen Mitteln, zu ermöglichen.
          (vgl. www.gesetze-bayern.de/jportal/portal/page/[...])

          Bayerisches Erziehungs- und Unterrichtsgesetz (BayEUG), Artikel 56:
          (1) […] Alle Schülerinnen und Schüler haben gemäß Art. 128 der Verfassung ein Recht darauf, eine ihren erkennbaren Fähigkeiten und ihrer inneren Berufung entsprechende schulische Bildung und Förderung zu erhalten. Aus diesem Recht ergeben sich einzelne Ansprüche, wenn und soweit sie nach Voraussetzungen und Inhalt in diesem Gesetz oder auf Grund dieses Gesetzes bestimmt sind. […]
          (vgl. www.gesetze-bayern.de/jportal/portal/page/[...])

          Anmerkung zur Rechtsprechung:
          Die Grundlinie des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs ist es, dem Art. 128 Abs. 1 BV die Qualität eines subjektiven Grundrechts auf Ausbildung abzusprechen und Art. 128 Abs. 1 BV als Programmsatz einzustufen (manche Entscheidungen lassen diese Frage aber auch ausdrücklich offen). Der Verfassungsgerichtshof betont, dass Art 128 Abs. 1 BV unmittelbar geltendes objektives Recht enthalte, insofern als er dem Gesetzgeber Schranken setze und ihm widersprechende Normen unzulässig wären: Art. 128 Abs. 1 BV verpflichte den Staat, im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten Vorkehrungen zu treffen, dem Einzelnen die Chance zur beruflichen und bildungsmäßigen Entfaltung zu gewährleisten; seien Ausbildungsstätten vorhanden, so müssten sie den Bewohnern Bayerns nach ihren Fähigkeiten und ihrer inneren Berufung zugänglich sein und dürfe der Zugang nicht von gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder politischen Verhältnissen abhängig gemacht werden. Die Verwirklichung der Pflicht stehe unter dem Vorbehalt des Möglichen (begrenzte Finanzkraft des Staates, verfassungsrechtliche Bestimmungen über die Haushaltsführung), ferner verfüge der Gesetzgeber über Gestaltungsspielräume. Der Staat sei nicht verpflichtet, so viele Ausbildungsstätten und -möglichkeiten zu schaffen, dass jedermann an jedem Ort die ihm am besten entsprechende Ausbildung erhalten könne. Art. 128 gebiete es insbesondere nicht, für eine nur geringe Anzahl von Schülern unter unverhältnismäßig großem Aufwand Bildungseinrichtungen zu unterhalten.
      • 1.3.2 Regelungen zur frühen Ein­schu­lung und zur flexiblen Schuleingangsphase

        • Mindestalter zur frühen (vorgezogenen) Einschulung
          Keine Angaben
        • Stichtagsregelung zur frühen (vorgezogenen) Einschulung


          Mit Beginn des Schuljahres werden alle Kinder schulpflichtig, die bis zum 30. September sechs Jahre alt werden. Ferner wird auf Antrag der Erziehungsberechtigten ein Kind schulpflichtig, wenn aufgrund der körperlichen, sozialen und geistigen Entwicklung zu erwarten ist, dass das Kind mit Erfolg am Unterricht teilnehmen wird. Für Kinder, die nach dem 31. Dezember sechs Jahre alt werden, ist ein schulpsychologisches Gutachten erforderlich.
        • Flexible Schuleingangsphase


          An 20 Modellschulen wird vom Schuljahr 2010/11 bis einschließlich Schuljahr 2012/13 die praktische Phase des Schulversuchs "Flexible Grundschule" durchgeführt. Dabei werden die Jahrgangsstufen 1 und 2 als jahrgangsgemischte Eingangsstufe geführt.
        • Mindestalter zur Einschulung in die flexible Schuleingangsphase
          Keine Angaben
        • Sonstige Regelungen zur frühen Einschulung oder flexiblen Schuleingangsphase
          Keine Angaben
        • Informationsquellen zur frühen Einschulung und zur flexiblen Schuleingangsphase
      • 1.3.3 Regelungen zum Überspringen

        • Klassenstufen, die nicht übersprungen werden dürfen


          Klassenstufen: Gymnasium, Jahrgangsstufen 11 und 12 (= Qualifikationsstufe) (vgl. § 65 GSO Satz 5: "Das Überspringen von Ausbildungsabschnitten in der Qualifikationsphase ist nicht zulässig."). In der Beruflichen Oberschule ist das Überspringen von Klassen nicht vorgesehen. Grundschule: Unzulässig ist das Überspringen der gesamten Jahrgangsstufe 1. Die erstmalige Aufnahme in die Grundschule erfolgt immer in die 1. Klasse; unmittelbare Aufnahme in die Jahrgangsstufe 2 ist nicht möglich (gemäß § 48 VSO).
        • Begrenzungen beim Überspringen: Häufigkeit
          Keine Angaben
        • Begrenzungen beim Überspringen: Klassenstufen


          Grundsätzlich darf nur eine Jahrgangsstufe auf einmal übersprungen werden. Zum schulformübegreifenden Springen vgl. § 48 VSO (Schulordnung für die Grundschulen und Hauptschulen (Volksschulen) in Bayern - Volksschulordnung):
          (2)
          1) Besonders befähigten Schülerinnen und Schülern kann auf Antrag der Erziehungsberechtigten das Überspringen gestattet werden, wenn zu erwarten ist, dass sie nach Reife und Leistungsfähigkeit den Anforderungen dieser Jahrgangsstufe gewachsen sind.
          2) Bedeutet ein zweites Überspringen den Übertritt in das Gymnasium oder die Realschule, so bedarf es der Einholung eines schulpsychologischen Gutachtens.
          3) Das Überspringen erfolgt im Fall des Satzes 1 zum Schuljahresende, in den Jahrgangsstufen 1 bis 3 auch im Anschluss an die Aushändigung des Zwischenzeugnisses, im Fall des Satzes 2 zum Schuljahresende.
          4) Die Entscheidung trifft die Schulleiterin oder der Schulleiter. Das Überspringen zum Halbjahreszeugnis der Jahrgangsstufe 4 ist ausgeschlossen, weil dies zu Überschneidungen mit dem Übertrittsverfahren führen würde.
        • Verfahrensweisen bzw. pädagogische Konzepte zum Überspringen
          Verfahrensweisen in den verschiedenen Schularten:
          - Volksschule: Entscheidung des Schulleiters / der Schulleiterin auf schriftlichen Antrag der Erziehungsberechtigten; Voraussetzung ist die begründete Erwartung, dass der / die überspringende Schüler/in nach Reife und Leistungsfähigkeit den Anforderungen der folgenden Jahrgangsstufe gewachsen ist.
          - Überspringen am Übertritt in eine weiterführende Schule: zusätzlich ist ein schulpsychologisches Gutachten nötig.
          - Überspringen in der Realschule: Entscheidung der Lehrerkonferenz; Voraussetzung ist die begründete Erwartung, dass der / die überspringende Schüler/in nach Reife und Leistungsfähigkeit den Anforderungen der folgenden Jahrgangsstufe gewachsen ist; die Schüler rücken auf Probe vor (i.e. Überprüfung des Überspringens nach max. 1/2 Jahr).
          - Überspringen im Gymnasium: Entscheidung der Schulleiterin / des Schulleiters auf Grund einer Empfehlung der Klassenkonferenz und auf Antrag ihrer Erziehungsberechtigten; Voraussetzung ist die begründete Erwartung, dass der / die überspringende Schüler/in nach Reife und Leistungsfähigkeit den Anforderungen der folgenden Jahrgangsstufe gewachsen ist; die Schüler rücken auf Probe vor (i.e. Überprüfung des Überspringens nach max. 1/2 Jahr). An der Entscheidung zum Überspringen sind die Klassenlehrer wie im Regelfall auch der zuständige Schulpsychologe (der in Bayern als Lehrkraft an der Schule tätig ist) beteiligt, so dass eine pädagogische Vorbereitung und Begleitung gegeben ist.
        • Regelungen zur Teilnahme am Unterricht höherer Klassen


          Die Umsetzung liegt in der Verantwortung der einzelnen Schule(n).
          Grundschule:
          Die Hospitation ist aktive Teilnahme wenigstens im gesamten Grundlegenden Unterricht (Jahrgansstufe 1 und 2) bzw. in den übertrittsrelevanten Fächern Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht (Jahrgangsstufe 3 und 4), möglichst auch in anderen Fächern. Der Schüler bleibt rechtlich Schüler der ursprünglich besuchten Jahrgangsstufe und erhält auch ein entsprechendes Zwischen- oder Jahreszeugnis.
        • Statistiken zum Überspringen


          Überspringer im Schuljahr 2010/11 (nach aktuell besuchter Schulart):
          - Grundschule: 140
          - Gymnasium: 54
          - Realschule: 26
          - Wirtschaftsschule: 2
          - Freie Waldorfschule: 2
          --> insgesamt 224

          Überspringer im Schuljahr 2009/10 (nach aktuell besuchter Schulart):
          - Grundschule: 154
          - Gymnasium: 94
          - Realschule: 42
          - Wirtschaftsschule: 2
          - Freie Waldorfschule: 1
          --> insgesamt 293

          Überspringer im Schuljahr 2008/09 (nach aktuell besuchter Schulart):
          - Grundschule: 172
          - Gymnasium: 386 (davon 196 aus dem Schulversuch "Achtjähriges Gymnasium")
          - Realschule: 35
          - Wirtschaftsschule: 1
          - Freie Waldorfschule: 4
          --> insgesamt 598
        • Nutzung jahrgangsübergreifender Konzepte als Element der Begabtenförderung


          Im Rahmen der von den Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Bayern durchgeführten Schülerakademien werden auch jahrgangsübergreifende Enrichment-Angebote durchgeführt.
  • 2. Elementarbereich

    • 2.1 Zuständigkeit und Ansprechpartner

      • Ministerium / Senatsbehörde mit Zuständigkeit für Kindertagesstätten / Kindertagesbetreuung

        Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration
        Winzererstraße 9
        80797 München
      • Für Hochbegabtenförderung zuständiges Referat

        Referat II 3 (Frühkindliche Bildung und Erziehung)
        Referat II 4 (Kindertagesbetreuung)
      • Ansprechpartner und Kontaktdaten

        Referat II 3 (Frühkindliche Bildung und Erziehung)
        MR Dr. Eirich
        Tel.: 089 1261-1188

        Referat II 4 (Kindertagesbetreuung)
        LtdMR Hans-Jürgen Dunkl
        Tel: 089 1261-1098
    • 2.2 Angebote und Programme für die Begabtenförderung im Elementarbereich

      • Angebote bzw. Programme zur Begabtenförderung im Elementar- und Vorschulbereich (in Verantwortung des Landes)



        Bayerischer Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung.

        Förderung eines Modellprojekts zur Begabtenförderung am Kindergarten St. Stephan in Würzburg/Unterfranken. Zeitraum 01.09.2009 - 31.08.2012. Gesamtförderung bis zu 175.500 Euro.
      • Netzwerke von Konsultationseinrichtungen / Kompetenzzentren mit Schwerpunkt Begabtenförderung (in Verantwortung des Landes)



        Einrichtung im bayernweiten Netzwerk von Konsultationseinrichtungen zur kollegialen Unterstützung bei der Umsetzung des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans (BayBEP). Das Projekt "Netzwerk von Konsultationseinrichtungen" wird finanziert durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen und aufgebaut durch das Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP).

        Konsultationseinrichtungen sind Einrichtungen, die den BayBEP im Sinne seiner Grundprinzipien in seiner gesamten Breite bereits gut und ganzheitlich umsetzen. Sie können folgende Leistungen anbieten:
        - auf kollegiale Weise andere Einrichtungen zu Inhalten und zur Umsetzung des BayBEP informieren und beraten,
        - Beispiele der praktischen Umsetzung vorstellen,
        - nicht nur gute Praxis sichtbar machen, sondern vor allem auch den Weg dorthin aufzeigen.

        Weitere Informationen zum Netzwerk finden Sie auf den Internetseiten des Staatsinstituts für Frühpädagogik (IFP): www.ifp.bayern.de/projekte/laufende/konsultation.html

        Das CJD Jugenddorf Nürnberg/Mittelfranken, Hans-Georg Karg Kindertagesstätte ist eine Konsultationseinrichtung mit einer Spezialisierung für die Thematik Hochbegabung. Weitere Informationen zur Kindertageseinrichtung unter:
        www.ifp.bayern.de/imperia/md/content/stmas/ifp/ko-kita/[...]
      • Sonstige Netzwerke/Kooperationen zur Begabtenförderung

        Ja:
        - Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind, Regionalverein München/Bayern e.V.

        - Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Philosophische Fakultät II: Lehrstuhl für Psychologie IV, Prof. Dr. Schneider

        - Begabungspsychologische Beratungsstelle der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 3. Schule

    • 3.1 Zuständigkeit und Ansprechpartner

      • Übergeordnetes Referat mit Zuständigkeit für Hochbegabtenförderung

        Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
        Salvatorstraße 2
        80327 München

        Referat IV.10 (Integration, Päd. Grundsatzfragen, ISB, Landesschulbeirat)
        MR Dr. Ulrich Seiser (Referatsleiter)
        Tel.: 089 2186-2619
        E-Mail: ulrich.seiser@stmbw.bayern.de
      • Zuständigkeit für Hochbegabtenförderung im Bereich Grundschule

        Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
        Salvatorstraße 2
        80327 München

        Referat III.1 (Grundschulen, Verkehrserziehung)
        Rdin Maria Wilhelm
        Tel: 089 2186-2476
        E-Mail: maria.wilhelm@stmbw.bayern.de

        Referat III.7 (Personalfachliche Angelegenheiten der Förderschulen, Klassenbildung, Aus- und Fortbildung)
        Anne-Rose Merz
        Tel.: 089 2186 2372
        E-Mail: anne-rose.merz@stmbw.bayern.de
      • Zuständigkeit für Hochbegabtenförderung im Bereich Sekundarstufe

        Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
        Salvatorstraße 2
        80327 München

        Mittel-/Hauptschule:
        Referat III.2 (Mittelschule, Unterricht für ausländische Schüler und für Kinder beruflich Reisender)
        MR Helmut Krück
        Tel: 089 2186-2470

        Realschule:
        Referat IV.3 (Staatl. Lehrpersonal, Unterrichtsversorgung)
        MR Konrad Huber
        Tel: 089 2186-2542
        E-Mail: konrad.huber@stmbw.bayern.de

        Gymnasium:
        Referat V.3 (Sprachliche Gymnasien, Alte Sprachen, Hochschulzugang, Stipendiaten- und Maximilianeumsprüfung, Schullaufbahn, Lehrpersonalreferat III)
        MR Dr. Rolf Kussl
        Tel: 089 2186 2352
        E-Mail: rolf.kussl@stmbw.bayern.de
    • 3.2 Übergeordnete Aspekte der schulischen Begabtenförderung

      • 3.2.1 Rahmenkonzept und übergeordnete Programme oder Projekte

        • Rahmenkonzept / Gesamtdarstellung zur Hochbegabtenförderung


          www.km.bayern.de/schueler/lernen/hochbegabung.html

          vgl. auch die Broschüren "Besondere Begabungen an bayerischen Grundschulen finden und fördern" ( www.isb.bayern.de/isb/[...]) und "Besondere Begabungen an weiterführenden Schulen finden und fördern" ( www.isb.bayern.de/isb/[...]) mit Hinweisen zur Begabtenförderung in Bayern.
        • Schulnetzwerke oder besondere Projekte / Programme für die schulische Begabtenförderung


          An acht Gymnasien in Bayern sind spezielle Förderklassen für Hochbegabte eingerichtet. Weitere Maßnahmen (z. B. Ferienseminare, Frühstudium, Elitenetzwerk-Bayern-Seminar, Projekt "Unitag") runden das Angebot ab.

          Bei den einzelnen Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Bayern sind jeweils spezielle Ansprechpartner für die Hochbegabtenförderung angesiedelt. Diese koordinieren für ihren Bezirk die jeweiligen Förderprogramme. Federführend ist dabei die MB-Dienststelle Schwaben. Darüber hinaus werden in Mittelfranken ("HochbegabtenModell Mittelfranken"), Oberfranken (Zusammenarbeit mit der Karin-Schöpf-Stiftung) und Schwaben (Talentseminare, Begabungsstützpunkte Memmingen und Neu-Ulm) besondere Konzepte angeboten.

          Zusätzlich dazu Ferienseminare für vielseitig begabte Gymnasiasten

          Die weiterentwickelte Variante der Talentklasse an der Realschule soll für die besonders begabten Schüler ein breiteres Bildungsangebot bieten, durch das sie in besonderem Maße gefördert und gefordert werden können. In diesen Talentklassen belegen die Schüler von der 7. bis zur 10. Jahrgangsstufe einen Zusatzkurs und absolvieren am Ende ein zusätzliches Abschlussprüfungsfach. Im Bereich der Fremdsprachen können sich die Schüler zusätzliche sprachliche Qualifikationen erwerben, die hervorragende Voraussetzungen für die FOS 13 aber auch für Einführungsklasse am Gymnasium bzw. den Übertritt an das Gymnasium oder für die berufliche Ausbildung bieten. Aber auch im naturwissenschaftlichen oder wirtschaftlichen Bereich ist das Zusatzfach in der Abschlussprüfung ein wesentlicher Vorteil sowohl in der beruflichen als auch in der schulischen Weiterbildung. Zum Schuljahr 2011/12 sind an 16 Standorten Talentklassen / Talentgruppen gebildet worden.

          Zusätzlich dazu Ferienseminare für vielseitig begabte Realschüler.


          Im Bereich der beruflichen Schulen:
          Kooperation mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften München im Rahmen eines Frühstudiums für Schüler der Beruflichen Oberschule.

          Schulversuch "Seminarfach an der Fachoberschule und Berufsoberschule" zur intensiven und systematischen Hinführung zu wissenschaftlichem Arbeiten in der 13. Jahrgangsstufe z.T. in Kooperation mit den Hochschulen.
      • 3.2.2 Übergänge

        • Angebote bzw. Programme zum Übergang Elementarbereich - Grundschule für besonders begabte Kinder (in Verantwortung des Landes)


          Der Auftrag der Kindertageseinrichtungen und der Schule zur Zusammenarbeit ist im BayKiBiG und BayEUG (Art. 15 Bayerisches Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz - BayKiBiG; Art. 31 Bayerisches Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen - BayEUG) gesetzlich verankert.
          Unverändert gültig zur Umsetzung des Auftrags ist die gemeinsame Bekanntmachung vom 29. Juni 1998 "Zusammenarbeit zwischen vorschulischen Einrichtungen und Grundschule".
          Um den Transitionsprozess, auch für Kinder mit Hochbegabung, erfolgreich zu gestalten, findet ein regelmäßiger Dialog und Abstimmung zwischen Tageseinrichtungen und Grundschulen statt. Zahlreiche Maßnahmen im Rahmen der Kooperation Kindergarten - Grundschule unterstützen den Übergang vom Elementarbereich in die Grundschule. Weitere Informationen siehe unter: www.stmas.bayern.de/kinderbetreuung/gaerten/koop.htm
        • Angebote bzw. Programme zum Übergang Grundschule - weiterführende Schule für besonders begabte Kinder (in Verantwortung des Landes)


          Ein eigenes Angebot für (hoch)begabte Schülerinnen und Schüler existiert nicht; vgl. aber Abschnitt 1.1 (Allgemeine Angaben zum Schulsystem).
        • Angebote zum Frühstudium
        • Standorte
          Das Angebot existiert an allen (staatlichen) bayerischen Universitäten; derzeit nutzen bayernweit 552 Schülerinnen und Schüler diese Möglichkeit (Stand: Oktober 2010).
        • Ansprechpartner
          Im Staatsministerium für Unterricht und Kultus:
          MR Dr. Rolf Kussl, Rolf.Kussl@stmuk.bayern.de
        • Zusätzliche Fi­nan­zie­rung durch Lan­des­mit­tel
          Keine Angaben
        • Zusätzliche Finanzierung des Frühstudiums aus Landesmitteln
          Keine Angaben
        • Kooperationen zwischen Schulen und Universität


          Es besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und dem Deutschhaus-Gymnasium Würzburg.

          Für viele Berufliche Oberschulen ist die Zusammenarbeit mit Hochschulen ein wichtiger Teil ihres Schulprofils. Durch die Kooperation mit Hochschulen besteht für die Schülerinnen und Schüler an zahlreichen Beruflichen Oberschulen die Möglichkeit eines Frühstudiums. Zusätzlich arbeiten viele Berufliche Oberschulen im Rahmen des Seminars eng mit Hochschulen zusammen.
        • Koordination des Frühstudienangebotes
          Rahmenbedingungen: Koordination durch Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus; ansonsten: Universitäten.
        • Zugangskriterien
          Besondere Begabung, Auswahl durch die Schule, ggf. Beratung durch die Universität.
        • Begleitung/Betreuung im Frühstudium


          An mehreren Universitäten sind spezielle Ansprechpartner benannt (z.B. begabungspsychologische Beratungsstellen wie an der Universität Würzburg).
        • Anrechnung von Leistungen auf späteres Studium
          Im Bayerischen Hochschulgesetz (Art. 42 Abs.3 BayHG) ist festgelegt, dass Schülerinnen und Schülern, die nach dem einvernehmlichen Urteil von Schule und Hochschule besondere Begabungen aufweisen, im Einzelfall genehmigt werden kann, in den besuchten Lehrveranstaltungen Studien- und Prüfungsleistungen zu erbringen und entsprechende Leistungspunkte zu erwerben, die bei einem späteren Studium anerkannt werden, wenn die fachliche Gleichwertigkeit gegeben ist.
        • Sonstige vom Land verantwortete Programme bzw. Projekte für den Übergang Schule - Beruf/Hochschule für besonders begabte Schülerinnen und Schüler


          Schnittstelle Gymnasium - Universität:
          Neben dem Frühstudium wird das Projekt "Unitag" angeboten, bei dem Hochbegabte während des Semesters an einem Tag pro Woche speziell für sie zusammengestellte Lehrveranstaltungen an einer Universität besuchen. Dazu werden sie vom regulären Unterricht freigestellt. Durch eine Art "Studium generale" erhalten sie so Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten und wertvolle Orientierungshilfen bei der Studien- und Berufswahl. Schülerinnen und Schüler der Hochbegabtenklassen erhalten zudem die Möglichkeit, an einem im Rahmen des Elitenetzwerk Bayern durchgeführten Seminar teilzunehmen. Auf diese Weise wird bei der Eliteförderung Kontinuität von der 5. Jahrgangsstufe bis ggf. zur Post-doc-Förderung hergestellt.

          Duale Berufsausbildung und Fachhochschulreife (DBFH):
          Für besonders leistungsfähige und motivierte Jugendliche, die über einen mittleren Schulabschluss verfügen und höhere schulische Abschlüsse anstreben. Der Bildungsgang DBFH wendet sich an Jugendliche, die eine betriebliche Berufsausbildung durchlaufen. Im Rahmen von DBFH werden in einem integrativen Ansatz zwei sonst aufeinander folgende Bildungsgänge - Berufsausbildung mit Berufsschule und anschließend Besuch der Berufsoberschule - miteinander verzahnt und in enger Kooperation mit den beteiligten Ausbildungsbetrieben angeboten. Die Absolventen dieses sehr anspruchsvollen Bildungsgangs haben gute Chancen, über den anschließenden einjährigen Besuch der Berufsoberschule auch das Abitur (die Berechtigung zum Universitätsstudium) zu erlangen.

          Doppelqualifizierende Angebote an Berufsfachschulen und Berufsschulen für besonders leistungsfähige und motivierte junge Menschen in der beruflichen Erstausbildung
          - Schulversuche "Berufsausbildung und Fachhochschulreife":
          Im Rahmen von zwei Schulversuchen kann parallel zu einem Berufsabschluss auch die Fachhochschulreife erworben werden. Der zur Vorbereitung auf die Prüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife erforderliche Zusatzunterricht findet außerhalb der regulären Arbeits- und Unterrichtszeiten statt und erstreckt sich über drei Jahre.

          - Schulversuch zur generalistischen Ausbildung in Pflegeberufen:
          Im Rahmen dieses Schulversuchs werden Ausbildungen in der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie der Altenpflege verknüpft und dadurch die beruflichen Qualifikationen verbreitert und verbessert. Dabei können Schülerinnen und Schüler neben ihrem Abschluss in einem dieser Pflegeberufe gleichzeitig Zusatzqualifikationen aus den jeweils anderen Bereichen erwerben.

          Hochschule Dual:
          Im Rahmen von "hochschule dual"-Angeboten werden eine duale Berufsausbildung und ein Fachhochschulstudium inhaltlich und zeitlich so miteinander verknüpft, dass die Berufsschülerinnen und Berufsschüler ab dem zweiten Ausbildungsjahr mit dem Studium beginnen. Leistungen der Berufsschule werden dabei in vielen Fällen auf das Studium angerechnet.

          Begabtenprüfung:
          Besonders befähigte Berufstätige, die mindestens 25 Jahre alt sind, ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben, und mindestens fünf Jahre danach berufstätig waren, haben die Möglichkeit, eine Prüfung für den Hochschulzugang zu absolvieren.
    • 3.3 Angebotsformen in der schulischen Begabtenförderung

      • Förderklassen für Hochbegabte (Gymnasium)

        • Trägerschaft
          Öffentliche Trägerschaft
        • Schulträger (nicht-öffentliche Trägerschaft)
          Keine Angaben
        • Grundschule bzw. Primarstufe
        • Sekundarstufe I
        • Sekundarstufe II
        • Regelangebot?
        • Spezialangebot?
          Es handelt sich um ein spezielles Angebot für besonders und hoch begabte Schülerinnen und Schüler (spezielle Kurse oder Klassen, Schulen mit besonderer Ausrichtung).
        • Spezifische Zielgruppe?
        • Erläuterungen zur Zielgruppe
          Keine Angaben
        • Aufnahmeverfahren?
        • Verfahren und Kriterien für eine Aufnahme
          Die Bewerberinnen und Bewerber für die Förderklassen durchlaufen ein spezielles Aufnahmeverfahren. Kriterien für die Aufnahme sind eine nach den Erkenntnissen der Begabungsdiagnostik weit überdurchschnittliche Intelligenz und Kreativität im Umgang mit Problemstelllungen. Die Entscheidung über die Aufnahme liegt bei den jeweiligen Betreuungsteams an den Schulen.
        • Teilnahmezahlen
          An den acht Gymnasien mit Hochbegabtenklassen werden pro Jahrgang ca. 23 Schülerinnen und Schüler aufgenommen.
        • Beschreibung des Angebots
          Die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler sollen durch eine angemessene Erhöhung der Lerngeschwindigkeit und eine Verringerung von Übungs- und Wiederholungsphasen zugunsten der Vertiefung und Ergänzung von Unterrichtsthemen gefördert werden.
          In den Förderklassen werden Hochbegabungen ergänzend zum regulären Unterricht durch besondere Angebote gefördert. Dabei werden Kinder und Jugendliche in ihrer kognitiven und sozialen Entwicklung gezielt unterstützt. Die mit dem jeweiligen Schulprofil abgestimmten Enrichmentprogramme in den Förderklassen beinhalten eine Vertiefung der Unterrichtsfächer, fächerübergreifende Projekte und Kurse mit psychologischem Schwerpunkt. Sowohl im regulären Unterricht als auch im Enrichment wird den Schülerinnen und Schülern weitgehend selbstbestimmtes und selbstorganisiertes sowie projektorientiertes Arbeiten ermöglicht.
        • Jahrgangsgemischtes Lernen
          Keine Angaben
        • Internatsangebot


          An zwei Standorten (Bayreuth und Deggendorf) besteht diese Möglichkeit.
        • Qualifikation des Personals
          vgl. allgemeine Angaben zu Fort- und Weiterbildung
        • Nutzung von Fort- und Weiterbildung
          vgl. allgemeine Angaben zu Fort- und Weiterbildung
        • Besondere Ressourcenausstattung für Begabtenförderung
        • Finanzierung zusätzlicher Ressourcen für Begabtenförderung aus öffentlichen Mitteln
        • Art / Umfang der Ressourcen
          Die Förderklassen werden mit zusätzlichen Budget- und Anrechnungsstunden für Enrichment-Angebote sowie die psychologische Betreuung und Projektleitung ausgestattet.
        • Kontakte/Infos
        • Sonstiges
          Keine Angaben
      • Realschulen mit Talentklassen/-gruppen

        • Trägerschaft
          Öffentliche Trägerschaft
        • Schulträger (nicht-öffentliche Trägerschaft)
          Talentklassen/-gruppen sind sowohl an staatlichen wie auch an städtischen Realschulen eingerichtet.
        • Grundschule bzw. Primarstufe
        • Sekundarstufe I
        • Sekundarstufe II
        • Regelangebot?
        • Spezialangebot?
          Es handelt sich um ein spezielles Angebot für besonders und hoch begabte Schülerinnen und Schüler (spezielle Kurse oder Klassen, Schulen mit besonderer Ausrichtung).
        • Spezifische Zielgruppe?
        • Erläuterungen zur Zielgruppe
          Keine Angaben
        • Aufnahmeverfahren?
        • Verfahren und Kriterien für eine Aufnahme
          Keine Angaben
        • Teilnahmezahlen
          Keine Angaben
        • Beschreibung des Angebots
          Keine Angaben
        • Jahrgangsgemischtes Lernen
          Keine Angaben
        • Internatsangebot
          Keine Angaben
        • Qualifikation des Personals
          Keine Angaben
        • Nutzung von Fort- und Weiterbildung
          Keine Angaben
        • Besondere Ressourcenausstattung für Begabtenförderung
          Keine Angaben
        • Finanzierung zusätzlicher Ressourcen für Begabtenförderung aus öffentlichen Mitteln
          Keine Angaben
        • Art / Umfang der Ressourcen
          Keine Angaben
        • Kontakte/Infos
          Keine Angaben
        • Sonstiges
          Keine Angaben
      • Schülerakademien (durchgeführt von den Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Bayern)

        • Trägerschaft
          Öffentliche Trägerschaft
        • Schulträger (nicht-öffentliche Trägerschaft)
          Keine Angaben
        • Grundschule bzw. Primarstufe
        • Sekundarstufe I
        • Sekundarstufe II
        • Regelangebot?
        • Spezialangebot?
          Es handelt sich um ein spezielles Angebot für besonders und hoch begabte Schülerinnen und Schüler (spezielle Kurse oder Klassen, Schulen mit besonderer Ausrichtung).
        • Spezifische Zielgruppe?
        • Erläuterungen zur Zielgruppe
          Die "Schülerakademien" sind außerunterrichtliche Enrichment-Angebote. Durch ein breit gefächertes Themenspektrum wird den verschiedenen Begabungen der Schülerinnen und Schüler Rechnung getragen.
        • Aufnahmeverfahren?
        • Verfahren und Kriterien für eine Aufnahme
          Besonders begabte Schülerinnen und Schülerinnen werden nach Vorschlag durch die Schulleitung ihres Gymnasiums zur Teilnahme zugelassen.

          In Mittelfranken wird im HochbegabtenModell Mittelfranken eine Begabungsdiagnostik durchgeführt.
        • Teilnahmezahlen
          Teilnehmerzahl im Schuljahr 2010/11: 2607 (Stand: Oktober 2010)
        • Beschreibung des Angebots
          Die angebotenen "Schülerakademien" bieten besonders begabten Schülerinnen und Schülern ein über den jeweiligen Lehrplan hinausgehendes, anspruchsvolles Ergänzungsprogramm. Methodisch kommt dabei beispielsweise dem fächerübergreifenden Unterricht, der Projektarbeit, dem bilingualen Unterricht oder auch der Einbeziehung von Mentoren aus Wirtschaft und Universität besondere Bedeutung zu.
        • Jahrgangsgemischtes Lernen


          Die Kurse werden in der Regel jahrgangsübergreifend angeboten; die Wahl der Kurse erfolgt somit entsprechend den individuellen Begabungen und Interessen.
        • Internatsangebot
          Keine Angaben
        • Qualifikation des Personals
          Die im Rahmen der Schülerakademie tätigen Lehrkräfte werden von den Ministerialbeauftragten nach ihrer fachlichen und pädagogischen Eignung bestellt.
        • Nutzung von Fort- und Weiterbildung
          s. allgemeine Angaben unter Fort- und Weiterbildung
        • Besondere Ressourcenausstattung für Begabtenförderung
        • Finanzierung zusätzlicher Ressourcen für Begabtenförderung aus öffentlichen Mitteln
        • Art / Umfang der Ressourcen
          Für die Einrichtung von Pluskursen bzw. Anreicherungsprogrammen wird den Ministerialbeauftragten für die Gymnasien vom Staatsministerium ein entsprechendes Budget zur Verfügung gestellt.
        • Kontakte/Infos
          Weitere Auskünfte erteilen die Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Bayern, Kontaktdaten unter www.gymnasium.bayern.de/ nach Bezirken abrufbar.
        • Sonstiges
          Keine Angaben
  • 4. Außerschulische Angebote, Schülerwettbewerbe

    • 4.1 Akademie-Angebote und Feriencamps

      • Information zu Deutschen Schülerakademien (DSA)

        Information im Internet: www.km.bayern.de/schueler/lernen/foerderung/[...]
        An vielen Gymnasien sind mittlerweile sog. "Stipendienbeauftragte" für die gezielte Weitergabe von Informationen an Hochbegabte zuständig. Andernfalls übernehmen die Oberstufenkoordinatoren diese Aufgabe.
      • Angebot von Deutschen JuniorAkademien (DJA)

      • Information zu Deutschen JuniorAkademien (DJA)

        Bekanntmachung des Angebots über Mailings des Veranstalters an alle Schulen, die von potentiell teilnehmenden Schülerinnen und Schüler besucht werden;
        Bekanntmachung des Angebots in elektronischen Newslettern des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus sowie auf der Homepage.
      • Beschreibung des Angebots

        Seit 2009: jährliches Angebot des Frauenhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen in Erlangen, durchgeführt im Schullandheim Pottenstein. Zweiwöchige Akademie in den Sommerferien für besonders interesssierte, begabte und leistungswillige Schülerinnen und Schüler der 8./9. Jahrgangsstufe der Realschulen und Gymnasien (im Regelfall Empfehlung der Schulleitungen, im Ausnahmefall auch Eigenbewerbungen möglich);
        die Schülerinnen und Schüler besuchen während der zwei Wochen einen von in der Regel vier Kursen zu naturwissenschaftlichen oder geisteswissenschaftlichen Themen und nehmen außerdem an kursübergreifenden Angeboten teil.
        Nähere Informationen: www.iis.fraunhofer.de/juniorakademie
      • Teilnehmerzahlen DJA

        ca. 40 Schülerinnen und Schüler
      • Sonstige Akademie- oder Ferienkursangebote zur Hochbegabtenförderung (in Verantwortung oder mit (Teil-)Finanzierung des Landes)

      • Teilnehmerzahlen

        Jährlich werden Ferienseminare für besonders begabte Gymnasiastinnen und Gymnasiasten durchgeführt, die an acht Standorten in Bayern angeboten werden. Für Realschülerinnen und Realschüler werden ebenfalls Seminare organisiert.
        Beide Angebote werden vom Staatsministerium finanziert, die Dauer beträgt jeweils eine Woche. Auswahlkriterien sind - sowohl für Gymnasium als auch für Realschule: Besondere Begabungen der Schüler, schulische Leistungen, soziales Engagement.
        Zeitraum: jeweils in der ersten Woche der Sommerferien.

        Bereich Haupt-, Mittelschule (zur Förderung von besonderen Begabungen und von Hochleistern):
        Das Staatsministerium für Unterricht und Kultus lädt jedes Jahr 30 vielseitig interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler der Haupt-/Mittelschule der Jahrgangsstufe 8 aus Bayern zu einem Ferienseminar ein. Die Veranstaltung ist für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenlos und schafft der Schule die Möglichkeit, schulischer Leistung, gemeinschaftsförderndem, sozialem und musischem Engagement einzelner Schülerinnen und Schüler besondere Anerkennung zukommen zu lassen. Das Ferienseminar eröffnet Einblicke und soll zu einem Gemeinschaftserlebnis werden. Geplant sind z. B. Begegnung mit Natur, Technik und Kunst, die Besichtigung von Sehenswürdigkeiten, Besuche von Betrieben und Institutionen, Gespräche mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.
        Das Ferienseminar dauert eine Woche, findet jedes Jahr in der letzten Woche der Sommerferien statt und wird alternierend von und in einem der sieben Regierungsbezirke Bayerns durchgeführt. Im Schuljahr 2010/11 organisiert Oberbayern das Ferienseminar (Standort: München). 2009/10 wurde das Ferienseminar von Niederbayern organisiert und fand in Fürstenzell statt.

        Solche Ferienseminare finden auch für Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsschulen, Berufsschulen, Berufsfachschulen sowie Fachoberschulen statt.
    • 4.2 Weitere außerschulische Angebote

      • Sonstige außerschulische Angebote für Hochbegabte aus öffentlichen Mitteln

        Ja:
        Siehe Ausführungen zu Ferienseminaren, Schülerakademien und Fördermaßnahmen an der Schnittstelle zur Universität.
    • 4.3 Wettbewerbe

      • Information zu bundesweiten Schülerwettbewerben / Unterstützungsangebote

        Schülerinnen und Schüler an bayerischen Schulen können grundsätzlich in dreierlei Art und Weise auf das Angebot bundesweiter Schülerwettbewerbe aufmerksam gemacht werden:
        1. Durch einen Hinweis auf den Wettbewerb auf der Homepage des Staatsministeriums einschließlich eines Links zu dem Internetauftritt des Anbieters oder zu weiteren Anmelde- oder Informationsformularen. Der Bereich der Wettbewerbe ist auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus nach Sachgebieten gegliedert: Sprache und Literatur, Kunst und Musik, Politik und Gesellschaft, Wirtschaft und Beruf, Mathematik und Naturwissenschaften, Umwelt und Sport bzw. Schulentwicklung. Auf der Website
        www.km.bayern.de/schueler/schule-und-mehr/wettbewerbe.html
        finden sich auch Hinweise zu einer Vielzahl von Wettbewerben, die von Bildung und Begabung durchgeführt werden (Bundeswettbewerb Mathematik, Bundeswettbewerb Fremdsprachen, naturwissenschaftliche Olympiaden).

        2. Durch einen Hinweis auf den Wettbewerb in den regelmäßig versandten Newslettern für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler bzw. Eltern.

        3. Durch ein Kultusministerielles Schreiben an die Schulen, das diese direkt auf den Wettbewerb hinweist, die Inhalte und Strukturen sowie den Nutzen des Wettbewerbs erläutert und eventuelle Kontaktdaten und Termine beinhaltet. Diese Form der Bekanntmachung wird nur bei herausragenden Wettbewerben gewählt, um die Übersichtlichkeit des Wettbewerbsangebots an den Schulen zu wahren. Dies sind zum Beispiel einige von den Wettbewerben, die von der KMK besonders empfohlen werden, herausragende Landeswettbewerbe des Freistaats Bayern oder vereinzelte Wettbewerbe, denen von Seiten des Staatsministeriums besondere Bedeutung zugemessen werden.

        Unterstützungsangebote für Schülerinnen und Schüler:
        1. Für herausragende Wettbewerbe (zum Beispiel den Bundeswettbewerb Fremdsprachen, den Bundeswettbewerb Mathematik oder die naturwissenschaftlichen Olympiaden) hat das Staatsministerium Landesbeauftragte ernannt und mit Entlastungsstunden (bis zu 6 Anrechnungsstunden zum Beispiel für den Bundeswettbewerb Fremdsprachen) versehen. Diese stehen den Schulen und den Wettbewerbsträgern als Ansprechpartner zur Verfügung.
        2. Die für die bayerischen Schülerinnen und Schüler verpflichtende Seminararbeit im wissenschaftspropädeutischen Seminar der gymnasialen Oberstufe (Jahrgangsstufen 11 und 12) kann unter bestimmten Bedingungen durch einen Wettbewerbsbeitrag ersetzt werden und geht dann mit bis zu 30 Punkten in die Abiturnote (max. 900 Punkte) ein.
        3. Lehrkräfte haben unabhängig von den unter 2. beschriebenen Aspekten die Möglichkeit, Wettbewerbsleistungen und deren Präsentation im Bereich der kleinen Leistungsnachweise zu berücksichtigen.
      • Sonstige Wettbewerbe (bundesweit oder international)

        Bayerische Schülerinnen und Schüler nehmen an einer Vielzahl von bundesweiten Wettbewerben teil. Eine vollständige Auflistung dieser Wettbewerbe ist an dieser Stelle nicht möglich. Ein Überblick über die aktuelle Angebotspalette steht unter www.km.bayern.de/schueler/schule-und-mehr/wettbewerbe.html
        zur Verfügung.
      • Sonstige Wettbewerbe (landesspezifisch)

        Ja:

        Landeswettbewerb alte Sprachen
        www.km.bayern.de/schueler/meldung/122.html

        Landeswettbewerb "Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn"

        Landeswettbewerb "Erinnerungszeichen - Schüler erforschen Geschichte und Kultur ihrer Heimat"
        www.erinnerungszeichen-bayern.de/2012/enter/enter.html

        Landeswettbewerb Mathematik
        www.km.bayern.de/schueler/meldung/240.html

        Schülerzeitungswettbewerb Blattmacher
        www.sueddeutsche.de/thema/Sch%C3%BClerzeitungswettbewerb

        Bei einzelnen Fragen stehen die im Internetauftritt des Staatsministeriums angegeben Landesbeauftragten als Ansprechpartner zur Verfügung.
  • 5. Aus-, Fort- und Weiterbildung

    • 5.1 Ausbildung

      • Verankerung Begabtenförderung in der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern

        Das Thema ist implizit verankert:
        Im Rahmen ihrer sozialpädagogischen Aufgabenstellung "Bilden, Erziehen und Betreuen" begreifen Studierende an Fachakademien für Sozialpädagogik Bildung als individuellen, lebenslangen, kulturschaffenden Prozess. Die Studierenden erwerben im Rahmen ihrer Ausbildung die Fähigkeit, Bildungsprozesse zu initiieren, zu begleiten und zu unterstützen. Sie werden in die Lage versetzt, diese Prozesse zu evaluieren und dokumentieren. Dabei erwerben sie ein breites Wissen über wesentliche Komponenten personaler Bildung, Partizipation, ethischen Bezug, Freiheit der Entscheidung, Interaktion und Kommunikation und das eigene Handeln sowie über organische, entwicklungsbedingte, motivationale und sozioökonomische Grundlagen individuellen Bildungsgeschehens (vgl. Lehrplan für die Fachakademie für Sozialpädagogik). Im Lehrplan für die Fachakademie für Sozialpädagogik werden spezielle Personengruppen (wie z.B. Hochbegabte) nicht gesondert aufgeführt, da die Fähigkeit, die Kompetenzen, Entwicklungsmöglichkeiten und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen zu erkennen und entsprechende pädagogische Angebote zu planen, durchzuführen, zu dokumentieren und auszuwerten, selbstverständlich auch Kinder und Jugendliche mit besonderen Fähigkeiten oder Bedürfnissen (z.B. Hochbegabte) einschließt.
      • Verankerung Begabtenförderung in der Ausbildung von Lehrkräften (Studium oder Referendariat)

        1. Phase der Lehrerausbildung (Studium - betrifft alle Lehramtsstudierende in Bayern):
        - erziehungswissenschaftliches Studium für alle Lehrämter mit entspr. Ausbildungsinhalten, u.a. "individuelle Förderung und Beratung", "pädagogisch-psychologische Diagnostik und Evaluation".

        - Besondere Vertiefung bei der Ausbildung von Beratungslehrkräften und Schulpsychologen.

        - Seit 2002: Möglichkeit der Erweiterung des Studiums eines Lehramts an öffentlichen Schulen mit der pädagogischen Qualifikation "Förderung von Schülern mit besonderem Förderbedarf"; Ausbildungsinhalte u.a. "Kenntnisse über besondere Erscheinungsformen in den Bereichen Lernen, Sprache und Verhalten (z.B. Hochbegabung, Mehrsprachigkeit, Lern-, Sprach- und Verhaltensstörungen)", "Formen diagnostischer Instrumente und Möglichkeiten beobachtungsgeleiteter Förderung in der jeweiligen Schulart (insbesondere bei Hochbegabung, Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, Rechenschwierigkeiten, Hyperaktivität, ADS-Syndrom, Angststörungen, dysthyme Verstimmungen, Störungen des Sozial- und Kommunikationsverhaltens, Förderung von Schülerinnen und Schülern in heterogenen Lerngruppen)", "Kenntnis der Bildungsangebote für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf (z.B. Hochbegabtenklassen, Förderschulen)".

        - 2. Phase der Lehrerausbildung (Referendariat):
        Verankerung in den Zulassungs- und Ausbildungsordnungen aller Lehrämter als Ausbildungsgegenstand für die allgemeine Ausbildung (vgl. Zulassungs- und Ausbildungsordnung für das Lehramt an Gymnasien: "Individuelle Förderung auf der Grundlage der Lernbedingungen und des Schülerverhaltens"; "Betreuung von Schülern mit besonderen Lernbedingungen (Lern-Leistungs-Störungen, besondere Begabungen u.a.)").

        - An zwei bayerischen Universitäten (Ludwig-Maximilians-Universität München; Julius-Maximilians-Universität Würzburg) gibt es außerdem begabungspsychologische Beratungsstellen. Es ist davon auszugehen, dass deren Arbeit (auch) auf das (schul-)psychologische Studium an den genannten Universitäten ausstrahlt.
    • 5.2 Fort- und Weiterbildung

      • Fort- und Weiterbildungsangebote zur Begabtenförderung für Erzieher / Sozialpädagogen (aus öffentlichen Mitteln)

        Nach Art. 17 Abs 2 BayKiBiG sind geeignete Fortbildungsmaßnahmen für das pädagogische Personal in Tageseinrichtungen für Kinder sicherzustellen und zu fördern. Zu den Themenschwerpunkten der staatlich geförderten Fort- und Weiterbildungsangebote gehört auch der Bereich "Kinder mit Hochbegabung". Die Ausgaben des Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen betragen jährlich insgesamt ca. 1,2 Mio Euro. Die Höhe der Förderung für Fortbildungsangebote zum Bereich "Hochbegabung" kann nicht explizit ausgewiesen werden.

        Weitere Informationen: www.ifp.bayern.de/projekte/laufende/fortbildung.html
      • Fort- und Weiterbildungsangebote zur Begabtenförderung für Lehrkräfte (aus öffentlichen Mitteln)

        1. "Besondere Begabungen an bayerischen Grundschulen finden und fördern"
        - Grundlage: Studie von Prof. Heller (LMU München) zum Aus- und Fortbildungsstand von Grundschullehrkräften
        - Konzeption von Fortbildungsmaßnahmen sowie von Arbeitsmaterialien am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) auf der Grundlage der Ergebnisse der Heller-Studie (Handreichung "Besondere Begabungen an bayerischen Grundschulen finden und fördern" vgl. www.isb.bayern.de/isb/[...])
        - Schulung von "Fortbildnern" (i.d.R. Schulpsychologen / Beratungslehrkräfte an den staatlichen Schulberatungsstellen) für jeden Regierungsbezirk, die regionale Konzepte erarbeiten und ihrerseits Multiplikatoren für die Region schulen (aktuelles Verzeichnis der regionalen Multiplikatorenteams auf den Seiten der staatlichen Schulberatungsstellen:
        www.schulberatung.bayern.de/schulberatung/index.asp)
        - jährliche (Nach-)Schulung der Fortbildner an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) in Dillingen

        "Besondere Begabungen an weiterführenden Schulen finden und fördern" (derzeit Realschulen und Gymnasien)
        - Konzeption von Fortbildungsmaßnahmen sowie von Arbeitsmaterialien am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) - online abrufbar unter www.isb.bayern.de/isb/[...]
        - 2010/11 Ausbildung von Multiplikatoren aus allen MB-Bezirken an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (Ziel: Aufbau regionaler Netzwerke)
        - geplant: jährliche (Nach-)Schulung
      • Fortbildungsprogramme zur Begabtenförderung für Beratungslehrkräfte (aus öffentlichen Mitteln)

        In der Ausbildung / Weiterbildung zur Beratungslehrkraft ist das Thema "Besonders begabte Schüler" bzw. "Hochbegabung" Teil des Ausbildungscurriculums an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen bzw. im Regionalkurs an der Staatlichen Schulberatungsstelle.

        Angebote einzelner staatlicher Schulberatungsstellen für Beratungslehrkräfte, z.B. Niederbayern:
        - Teilnehmerzahlen: ca. 40 Teilnehmer
        - Umfang: ganztägig
        - Inhalte: Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse, z.B.: hochbegabte Mädchen (Referentin: Frau Prof. Dr. Stapf), Hochbegabung und ADHS (Referent: Herr Dr. Born); Angebote vor Ort: Information über Modellklasse am Comenius-Gymnasium Deggendorf (+ Besichtigung vor Ort); Netzwerkbildung mit anderen Einrichtungen für besonders Begabte: Begabungszentrum Bayern in Freising.

        Regelmäßige Angebote für Beratungsfachkräfte im Volksschulbereich (z.B. in Schwaben durch die Staatlichen Schulämter; in Mittelfranken in den Schuljahren 2004/05 bis 2009/10 durch die Regierung bzw. die Schulberatungsstelle; in München durch die Staatliche Schulberatungsstelle), die sich inhaltlich auf der Grundlage der oben genannten Fortbildungsmaterialien "Besondere Begabungen an bayerischen Grundschulen finden und fördern" für den Grundschulbereich orientieren (u.a. Förderkonzepte, Fördermaterial, Kooperation mit Förderverbänden, Erstellung von Arbeitshilfen und Fortbildungsmodulen, Fallbesprechungen, aktuelle Forschungsbefunde, schulrechtliche Informationen, Literatur).

        Angebote für alle Schularten im Rahmen von schulinternen Lehrerfortbildungen.

        Die Angebote der Schulberatungsstellen sind über die Hompages derselben abrufbar.
        www.schulberatung.bayern.de/schulberatung/index.asp

        Regelmäßige Multiplikatorenlehrgänge an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) in Dillingen zum Thema Hochbegabung, an denen u.a. Beratungslehrkräfte der allgemein bildenden Schularten (Volksschulen, Realschulen, Gymnasien) vertreten sind (Kontakt: Frau Dr. Anita Hereth, a.hereth@alp.dillingen.de).
      • Fort- und Weiterbildungsangebote zur Begabtenförderung für Schulpsychologen (aus öffentlichen Mitteln)

        Die oben genannten Angebote der staatlichen Schulberatungsstellen wie auch der ALP richten sich häufig sowohl an Beratungslehrkräfte wie auch an Schulpsychologen. Zudem ist das Thema Hochbegabung an einigen Schulberatungsstellen auf den jährlichen Dienstbesprechungen für Schulpsychologen Gegenstand, in Unterfranken z.B. auch in Kooperation mit der Begabungspsychologischen Beratungsstelle der Universität Würzburg (Vortrag Prof. Schneider "Hochbegabung und Expertise", Vorstellung des Netzwerks Regionalforum, Frühstudium...).
        Schulpsychologen aus allen Regionen werden darüber hinaus im Rahmen der Fortbildungsinitiative "Besondere Begabungen finden und fördern" an den staatlichen Schulberatungsstellen (z.B. München, Mittelfranken, Oberbayern-West, Niederbayern) regelmäßig fortgebildet.
      • Fort- und Weiterbildungsangebote zur Begabtenförderung aus öffentlichen Mitteln für weitere Bezugsgruppen

        Angebote (z.B. in Niederbayern, Unterfranken) für interessierte Lehrkräfte, Lehramtsstudierende, Referendare (Seminare) und Schulleitungen, z.T. auch für Kinderärzte.

        Da die Schulberatungsstellen mit allen o.g. Gruppen kooperieren, können Referenten grundsätzlich auch von den außerschulischen Stellen abgerufen werden. Hier werden Honorare nach Aufwand vereinbart.

        An der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung finden zudem regelmäßige Fortbildungen für Seminarlehrkräfte Pädagogik und Psychologie am Gymnasium (insg. 160 Personen) statt, darüber hinaus wurden/werden Lehrkräfte aus der Realschule und dem Gymnasium zu Multiplikatoren für die pädagogische Diagnostik sowie für die Begabtenförderung aus- und regelmäßig weitergebildet. Die ALP verfügt darüber hinaus über ein ausführliches Informations- und Austauschportal für die Multiplikatoren.

        Fortbildungsveranstaltungen für Betreuungslehrer/innen der gymnasialen Ferienseminare (in Kooperation mit der Universität Würzburg).

        Aussprachetagungen für Schulleiter/innen, Schulpsychologen/innen und Projektbetreuer/innen der Gymnasien mit Förderklassen für Hochbegabte.

        Im März 2010 fand zudem für Gymnasien mit Hochbegabtenzügen eine Tagung zur wissenschaftlichen Begleitung der Hochbegabtenklassen (länderübergreifende PULSS-Studie, von der Karg-Stiftung gefördert) statt.
  • 6. Beratung

    • 6.1 Schulpsychologischer Dienst

      • Hochbegabungsspezifische Angebote des schulpsychologischen Dienstes / schulpsychologischer Beratungsstellen



        Allgemein: Beratung zum Thema "Hochbegabung" durch die Schulpsychologen vor Ort an den Schulen sowie an den staatlichen Schulberatungsstellen.
        www.schulberatung.bayern.de

        Hochbegabung gehört zu den zentralen Beratungsthemen in der schulpsychologischen Beratung. Intelligenzdiagnostik ist eine Grundaufgabe der Schulpsychologen.

        Bei der Umsetzung der Fortbildungsinitiativen "Besondere Begabungen finden und fördern" wurden im Bereich der Grundschule wie auch im Bereich der weiterführenden Schulen (derzeit Realschulen und Gymnasien) die staatlichen Schulberatungsstellen als zentrale Institution in den Regionen Bayerns einbezogen (Aufbau eines regionalen Netzwerks von Multiplikatoren; Durchführung von Veranstaltungen der regionalen und schulinternen Lehrerfortbildung sowie für Referendare; Ansprechpartner zum Thema Hochbegabung vor Ort; Aufbau von schulartübergreifenden Netzwerken zum Thema Hochbegabung vor Ort, z.B. in Mittelfranken und Unterfranken). Die regionalen Ansprechpartner sind in der Regel auf den Websites der Schulberatungsstellen abrufbar.

        Darüber hinaus existieren kommunale schulpsychologische Beratungsstellen (z.B. in Nürnberg mit einem Schwerpunkt auf der Hochbegabungsberatung).
      • Spezifische Qualifikationen der schulpsychologischen Fachkräfte für die Beratung im Themenfeld Hochbegabung

        Im staatlichen Schulbereich haben alle Schulpsychologen eine Doppelqualifikation als Lehrkraft und als Psychologe (entweder Staatsexamen oder Diplom), so dass sie im Rahmen ihrer Aus- und Weiterbildung mit den Themen Hochbegabung, individuelle Förderung und pädagogische Diagnostik intensiv befasst sind. Im Rahmen der Fortbildungsinitiative "Besondere Begabungen finden und fördern" wurden und werden zudem Schulpsychologen und Beratungslehrkräfte an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung bzw. an den staatlichen Schulberatungsstellen kontinuierlich weitergebildet.
      • Ausstattung mit Schulpsychologen / Relation Schulpsychologenstellen pro Schüler oder pro Schule

        In Bayern sind Schulpsychologen in der Regel Lehrkräfte, die neben ihrer unterrichtenden Tätigkeit als Schulsychologe bzw. Schulpsychologin für die Schule, an der sie unterichten, sowie ggf. - je nach örtlicher Situation und Schulart - für weitere Nachbarschulen zuständig sind.

        Relation Schulpsychologe (Vollzeit) : Schüler = ca. 1 : 7500
    • 6.2 Beratungsstellen

      • Zentrale Beratungsstellen zur Hochbegabung in ministerieller oder behördlicher Trägerschaft



        Die insgesamt neun staatlichen Schulberatungsstellen in Bayern (München, Oberbayern-Ost, Oberbayern-West, Schwaben, Oberfranken, Unterfranken, Mittelfranken, Niederbayern, Oberpfalz) als zentrale Beratungsstellen im jeweiligen Bezirk beraten und betreuen schulartbezogen im Rahmen ihrer Aufgabenfelder Schullaufbahnberatung, päd.-psych. Beratung, Beratung von Schulen und Lehrkräften sowie Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen auch besonders begabte SchülerInnen, deren Eltern und Lehrkräfte.

        www.schulberatung.bayern.de/schulberatung/index.asp
      • Sonstige Beratungsstellen zur Hochbegabung mit öffentlicher Förderung

        Ja:
        Begabungspsychologische Beratungsstelle der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (gefördert von der Karg-Stiftung; Angaben zu Stellenschlüssel etc. liegen der Karg-Stiftung vor).

        Begabungspsychologische Beratungsstelle der Ludwig-Maximilians-Universität München

        Unterfranken: In Trägerschaft der Diakonie und mit Unterstützung der Karg-Stiftung widmet sich der Kindergarten St. Stephan in Kooperation mit dem Evangelischen Beratungszentrum Würzburg der Erkennung und Förderung besonders begabter Kinder. Speziell ausgebildete Begabtenpädagoginnen und ein Dipl.-Psychologe betreuen das Projekt.
      • Familien- und Erziehungsberatungsstellen mit spezifischer Qualifikation im Themenfeld Hochbegabung



        „Unterstützung der Eltern bei ihrer Aufgabe, ihre Kinder zu starken Persönlichkeiten zu erziehen, leisten die 180 Erziehungsberatungsstellen durch qualifizierte Beratung und Hilfe. In multidisziplinären Teams werden die fachliche Kompetenz und das spezifische Wissen vorgehalten, um Eltern mit hochbegabten Kindern zu unterstützen. In Bayern steht ein flächendeckendes Netz beraterischer Kompetenz für Eltern, Kinder und Jugendliche zur Verfügung. Dieses wird ergänzt durch die Erziehungsberatung im Netz in der Trägerschaft der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke):

        eltern.bke-beratung.de/views/home/index.html
        jugend.bke-beratung.de/views/home/index.html www.stmas.bayern.de/familie/beratung/erziehung/index.htm
      • Vernetzung von Be­ra­tungs­stel­len



        Niederbayern: Arbeitskreis Hochbegabung (Leitung: Frau Beratungsrektorin Birgitta Spanner, Schulpsychologin für Volksschulen).

        Unterfranken: Das Regionalforum Hochbegabung Unterfranken wurde 2001 auf Initiative von FELS-Unterfranken (Forum Eltern-Lehrer-Schüler) in Zusammenarbeit mit der Regierung von Unterfranken (Schulabteilung) gegründet. Ziel des Forums war und ist die Vernetzung aller bestehenden und gegebenenfalls neu zu gründenden Einrichtungen, deren Aufgabe es ist, Lern- und Entwicklungschancen besonders begabter Kinder und Jugendlicher zu erkennen und zu fördern.
        Kreis der Mitglieder:
        - Forum Eltern-Lehrer-Schüler
        - Regierung von Unterfranken
        - Der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Unterfranken
        - Ev. Kindertagesstätte St. Stephan Würzburg
        - Goethe/Kepler-Grundschule Würzburg
        - Deutschhaus-Gymnasium Würzburg
        - Begabungspsychologische Beratungsstelle der Universität Würzburg
        - Staatliche Schulberatungsstelle für Unterfranken
        - Ev. Beratungszentrum Würzburg
        - Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Würzburg
        - Lehrstuhl für Grundschulpädagogik der Universität Würzburg
        - Vertreter von Eltern, Schülern und Studierenden
        - Vertreter von Elternverbänden: SmartKids und DGhK
        Ansprechpartner: Hans Brumm, Ulf Cronenberg (Deutschhaus-Gymnasium), Susanne Gutzeit (Staatl. Schulberatungsstelle).

        Mittelfranken: Ein Netzwerk befindet sich gerade im Aufbau. Teilnehmer sind u. a. Vertreter
        - der staatlichen SchulpsychologInnen verschiedener Schularten
        - der kommunalen schulpsychologischen Beratungsstelle
        - der staatlichen Schulberatungsstelle für Mittelfranken
        - des Dürer-Gymnasiums mit der Hochbegabtenklasse
        - des Christlichen Jugenddorfs CJD Nürnberg Kinderakademie
        - einer Elterninitiative
        - der niedergelassenen Psychologen.

        München: fallweise Kooperation zwischen staatlicher Schulberatungsstelle und LMU München.

        Kontaktadresse(n): s.o.
      • Liste von Beratungsstellen Hochbegabung in Bayern

        Im Modul Beratung des Karg Fachportals Hochbegabung sind Beratungsstellen in Bayern aufgeführt, die sich auf das Thema Hochbegabung spezialisiert haben und die über strukturelle Voraussetzungen professioneller Beratung verfügen.
        www.fachportal-hochbegabung.de/beratungsstellen/by/
  • 7. Angebote für bestimmte Zielgruppen

    • 7.1 Spezielle Angebote für bestimmte Zielgruppen

      • Unterstützungsmöglichkeiten / Förderkonzepte für Underachiever (in öffentlicher Trägerschaft oder Unterstützung)

        In die Förderklassen für Hochbegabte an Gymnasien werden in gewissem Umfang auch Underachiever aufgenommen. Wie viele Underachiever pro Klasse zugelassen werden, liegt im Ermessensspielraum der jeweiligen Schule.

        Im Realschulbereich sind Ergänzungs- und Förderunterricht grundsätzlich auch für Underachiever offen.
      • Unterstützungsmöglichkeiten / Förderkonzepte für weitere spezifische Zielgruppen (in öffentlicher Trägerschaft oder Unterstützung)

        Stipendienprogramm "Talent im Land - Bayern" (TiL) für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund

        - Zielgruppe: Begabte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund, die das Abitur oder Fachabitur anstreben. Die Bewerberinnen und Bewerber müssen mindestens die 9. Klasse besuchen. Ein dauerhafter Aufenthalt in Bayern wird vorausgesetzt. Auswahlkriterien sind besondere schulische Leistungen, Motivation, Leistungsbereitschaft, Zielstrebigkeit sowie soziales oder gesellschaftliches Engagement.
        Ziel des Programms: Integration als Chance für die Gesellschaft sehen, Potenziale erkennen, Leistungen fördern - das sind die Ziele, für die "Talent im Land - Bayern" steht.

        - Programmbeschreibung: Der Prozentsatz der Schüler mit Migrationshintergrund, die die Fachhochschulreife bzw. Hochschulreife erreichen, ist viel zu niedrig. Hier setzt das Programm "Talent im Land - Bayern" an, das die Stiftung Bildungspakt Bayern gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung seit 2005 durchführt. Nach Auslaufen der Anschubfinanzierung durch die Stiftung Bildungspakt Bayern ging das Programm zum Schuljahr 2009/10 in den Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus über. Die Jahrgänge 2005 bis 2008 werden weiterhin von der Stiftung Bildungspakt betreut, die neuen Jahrgänge ab 2009 vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus.

        Jahr für Jahr bewerben sich mehrere hundert Jugendliche mit Migrationshintergrund um die Aufnahme in das Programm, aus denen eine Jury aus Vertretern aus Kultur, Hochschule und Wirtschaft die bis zu 50 neuen Stipendiaten eines Jahrgangs auswählt. Neben einem monatlichen Stipendium, das für bildungsnahe Zwecke bestimmt ist, erhalten die persönlich betreuten TiL-Stipendiatinnen und TiL-Stipendiaten eine ideelle Förderung in Form eines reichhaltigen Bildungsangebots, das Seminare, Studientage und Studienreisen umfasst. Das Programm "Talent im Land - Bayern" zielt zudem auf eine umfangreiche Netzwerkbildung, in die Stipendiaten, Alumni, Lehrkräfte und Eltern gleichermaßen eingebunden sind. Das Programm "Talent im Land - Bayern" möchte Jugendlichen mit Migrationshintergrund Mut machen und zeigen, dass sich ihr Einsatz lohnt.

        www.km.bayern.de/talent-im-land
  • 8. Wissenschaftliche Projekte

    • 8.1 Wissenschaftliche Projekte im Bereich der Begabtenförderung

      • Wissenschaftliche Stellen mit dem Arbeitsbereich Begabtenförderung

        Ja:
        Begabungspsychologische Beratungsstelle an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Prof. Schneider / PD Dr. Stumpf)
        www.begabungsberatungsstelle.uni-wuerzburg.de/

        und an der Ludwig-Maximilians-Universität München (PD Schäfer / Dr. Barchfeld / Prof. Dr. Pekrun)
        www.psy.lmu.de/begabung/index.html

        Prof. Dr. Dr. Werner Wiater, Universität Augsburg (wissenschaftliche Begleitung Talentklassen an den Realschulen)
        www.realschule.bayern.de/schulen/bestenfoerderung/
      • Vom Land (ko-)finanzierte wissenschaftliche Projekte zur Begabtenförderung

        - Wissenschaftliche Projekte der Begabungspsychologischen Beratungsstelle Würzburg s. unter:
        www.begabungsberatungsstelle.uni-wuerzburg.de/projekte/
        (PULSS: Finanzierung durch Bayern in Zusammenarbeit mit Baden-Württemberg)

        - Schülerakademien 9-11, durchgeführt von den MB-Dienststellen für die Gymnasien mit staatlichen Lehrkräften

        - Projekt Talentklassen an den Realschulen; Implementierung ab Schuljahr 2011/2012; wissenschaftliche Begleitung durch Prof. Dr. Dr. Wiater Universiät Augsburg; Abordnung einer Lehrkraft; Finanzierung von zentralen Fortbildungsveranstaltungen

        - Projekt "Projekt für die Untersuchung des Lernens in der Sekundarstufe" (PULSS):
        Die Förderklassen für Hochbegabte sowie die Ferienseminare (Gymnasium) werden wissenschaftliche evaluiert; die Ergebnisse werden zur Feinjustierung der Förderpraxis herangezogen.
        Vgl.
        www.begabungsberatungsstelle.uni-wuerzburg.de/projekte/pulss/
      • Kooperationen zwischen Wissenschaft und Praxis

        Keine Angaben
      • Evaluationen zur (vor-)schulischen Be­gab­ten­för­de­rung im Auftrag des Landes

        Ja:
        - s. oben

        - Förderung eines Modellprojekts zur Begabtenförderung am Kindergarten St. Stephan in Würzburg/Unterfranken. Zeitraum 01.09.2009 - 31.08.2012. Gesamtförderung bis zu 175.500 Euro.
  • 9. Informationsangebote und Veranstaltungen

    • 9.1 Allgemeine Informationen im Internet

    • 9.2 Publikationen

      • Publikationen zum Thema Hochbegabung im Auftrag des Landes

        - Publikation "Besondere Begabungen an weiterführenden Schulen finden und fördern"
        www.isb.bayern.de/isb/[...]

        - Publikation "Besondere Begabungen an Grundschulen finden und fördern": www.isb.bayern.de/isb/[...]
    • 9.3 Veranstaltungen und Tagungen

      • Veranstaltungen oder Tagungen zum Thema Hochbegabtenförderung (in öffentlicher Trägerschaft oder Unterstützung)

        - Realschule: Auftaktveranstaltung "Bestenförderung an der Realschule" (Talentklassen/Talentgruppen) am 27. September 2011; regelmäßige zentrale Veranstaltungen

        - Regelmäßige Fortbildungen für Multiplikatoren (Grundschule, Realschule Gymnasium) an der ALP in Dillingen
  • 10. Adressen und Kontaktinformationen