Hochbegabung definieren

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Kann sich eine Hochbegabung verändern?

Besondere intellektuelle Begabungen entwickeln sich im Zusammenspiel aus erblichen Anlagen und Umwelteinflüssen. So ist eine hohe allgemeine Intelligenz zum Teil angeboren, zum Teil wird sie in der kindlichen Entwicklung durch verschiedene Bedingungen und Lerngelegenheiten der Umwelt beeinflusst. Die größten Veränderungen finden dabei in der frühen Kindheit statt, mit zunehmendem Lebensalter ist die Intelligenz weitgehend stabil. In der Kindheit ist daher eine angemessene intellektuelle Förderung besonders wichtig, damit sich die geistigen Anlagen des Kindes gut entwickeln können. Nicht alles jedoch entscheidet sich in der frühen Kindheit: Manchmal zeigen sich bestimmte Talente auch erst später im Leben – möglicherweise waren vorher die Bedingungen nicht optimal, die Interessen haben sich verändert oder es waren bestimmte Erfahrungen für die Ausbildung der Talente nötig.

Andere Faktoren, die mit einer intellektuellen Hochbegabung in Verbindung gebracht werden, können sich auch später noch stärker verändern und in verschiedenen Entwicklungs- und Lebensphasen unterschiedlich ausgeprägt sein. Besonders augenfällig ist dies zum Beispiel bei der Leistungsmotivation: Jeder kennt die Erfahrung, dass die eigene Motivation stark von bestimmten Umweltbedingungen abhängig ist und dass die Leistungsmotivation in unterschiedlichen Entwicklungsphasen schwanken kann. Auch kann sich zum Beispiel eine außergewöhnliche Kreativität unter manchen Bedingungen besser, unter anderen schlechter entfalten. Unter ungünstigen Bedingungen kann eine Hochbegabung daher im Extremfall auch verkümmern – eine möglichst früh einsetzende, angemessene und kontinuierliche Förderung ist somit für die »Pflege« einer Hochbegabung von großer Bedeutung.

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