Brandenburg

  • 1. Allgemeine Rahmenbedingungen

    • 1.1 Allgemeine Angaben zum Schulsystem

      • Schulstufenbezogene Orientierungsfunktion beim Übertritt von der Grundschule in die Sekundarstufe (z. B. Orientierungsstufe, Förderstufe)

        Keine Angaben
      • Dauer der Grundschule (in Jahren)

        6
      • Weiterführende Schulformen

        Gymnasium
      • Weitere Schulformen

        Oberschule

        Berufliches Gymnasium am Oberstufenzentrum
      • Schulzeit bis zum Abitur in Jahren (nach Schulform)

        Gymnasium: 6 Jahre

        Gesamtschule: 7 Jahre

        Berufliches Gymnasium am Oberstufenzentrum: 3 Jahre
      • Zentralabitur



        In den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch wird ein Zentralabitur gemeinsam mit Berlin durchgeführt. In Brandenburg gibt es außerdem in den Fächern Biologie, Chemie, Physik, Geschichte, Geographie und Politische Bildung ein Zentralabitur.
    • 1.2 Rahmenbedingungen für die Begabtenförderung im Elementarbereich

      • 1.2.1 Gesetzliche Regelungen

        • Aussagen zur Förderung besonders begabter Kinder in der Kita-Gesetzgebung
          Die Förderung besonders begabter Kinder ist implizit berücksichtigt:
          Das Kindertagesstättengesetz macht die "Grundsätze elementarer Bildung" zur Grundlage für die Bildungs- und Erziehungsarbeit in den Kindertagesstätten. Bildung wird hier verstanden als ein Prozess des sich bildenden Subjekts, der durch die Umwelt angeregt, unterstützt und herausgefordert werden muss, damit er erfolgreich verlaufen kann. Das Bildungsverständnis für die Kindertagesbetreuung basiert auf der Einsicht in die Subjektivität und Individualität des Bildungsprozesses und fordert die Erwachsenen auf, an den Interessen und an den Begabungen als Bildungsmöglichkeiten der Kinder anzusetzen.

          www.bravors.brandenburg.de/sixcms/[...]
      • 1.2.2 Bildungs- und Erziehungsplan oder Orientierungsplan

        • Aussagen zum Erkennen / zur Förderung besonders begabter Kinder im Bildungs- und Erziehungsplan
          Keine Angaben
    • 1.3 Rahmenbedingungen für die Begabtenförderung im Schulbereich

      • 1.3.1 Allgemeine gesetzliche Regelungen

        • Regelungen zur Förderung besonders begabter Kinder im Schulgesetz
          Brandenburgisches Schulgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 2. August 2002 (GVBl. I S.78), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes zur Änderung des Brandenburgischen Schulgesetzes und anderer Rechtsvorschriften vom 8. Januar 2007 (GVBl. I S.2), berichtigt am 26. März 2007 (GVBl. I S. 83):

          § 3 Abs. 1, Satz 3 und 4:
          "Es ist Aufgabe aller Schulen, jede Schülerin und jeden Schüler individuell zu fördern. Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen, sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler sowie Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen sind besonders zu fördern."

          § 3 Abs. 2:
          "Besonders leistungsfähige und begabte Schülerinnen und Schüler sollen besonders durch eine Zusammenarbeit mit Hochschulen gemäß § 9 Abs. 1, Schulen mit besonderer Prägung gemäß § 8a und § 143, die Möglichkeit des Überspringens oder der Vorversetzung gemäß § 59 Abs. 6, die Berücksichtigung des besonderen Unterrichtsbedarfs gemäß § 109 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 und durch individuelle Hilfen gefördert werden. Das für Schule zuständige Ministerium kann zur individuellen Förderung von geeigneten Schülerinnen und Schülern zu jedem Schuljahr an ausgewählten Gymnasien und Gesamtschulen nach von der Schule einvernehmlich mit dem Schulträger gestelltem Antrag die Bildung von Leistungs- und Begabungsklassen ab der Jahrgangsstufe 5 ohne vorherige Durchführung eines Schulversuchs genehmigen. Hierfür bestimmt das für Schule zuständige Ministerium die Zahl von Klassen. Die Sätze 2 und 3 gelten entsprechend für Ersatzschulen. Insgesamt sind nicht mehr als 35 Leistungs- und Begabungsklassen zu genehmigen. Das für Schule zuständige Ministerium der Landesregierung wird ermächtigt, die Anforderungen an die Einrichtung von Leistungs- und Begabungsklassen durch Rechtsverordnung zu regeln. Dazu ist rechtzeitig und nach umfassender Information das Einvernehmen mit dem für Bildung zuständigen Ausschuss des Landtags herzustellen."
      • 1.3.2 Regelungen zur frühen Ein­schu­lung und zur flexiblen Schuleingangsphase

        • Mindestalter zur frühen (vorgezogenen) Einschulung


          6
        • Stichtagsregelung zur frühen (vorgezogenen) Einschulung


          Brandenburgisches Schulgesetz § 37:

          Abs. 3:
          "Die Schulpflicht beginnt für Kinder, die bis zum 30. September das sechste Lebensjahr vollendet haben, am 1. August desselben Kalenderjahres."

          Abs. 4:
          "Kinder, die in der Zeit vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember das sechste Lebensjahr vollenden, werden auf Antrag der Eltern in die Schule aufgenommen. In begründeten Ausnahmefällen können Kinder aufgenommen werden, die nach dem 31. Dezember, jedoch vor dem 1. August des folgenden Kalenderjahres das sechste Lebensjahr vollenden. Entsprechende Anträge sollen gesicherte Nachweise zum Entwicklungsstand des Kindes enthalten. Mit der Aufnahme in die Schule beginnt die Schulpflicht."
        • Flexible Schuleingangsphase


          37,10 % aller Grundschulen haben eine flexible Eingangsphase (FLEX).

          Sowohl die halbjährliche Einschulung als auch das Überspringen der Jahrgangsstufe 1 sind möglich.
        • Mindestalter zur Einschulung in die flexible Schuleingangsphase


          6
        • Sonstige Regelungen zur frühen Einschulung oder flexiblen Schuleingangsphase
          Keine Angaben
        • Informationsquellen zur frühen Einschulung und zur flexiblen Schuleingangsphase
          Gesetz über die Schulen im Land Brandenburg (Brandenburgisches Schulgesetz – BbgSchulG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 2. August 2002, zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 8. Januar 2007 (GVBl. I S. 2), § 37.

          www.bravors.brandenburg.de/sixcms/[...]

          Verordnung über den Bildungsgang der Grundschule (Grundschulverordnung – GV) vom 2. August 2007 (GVBl. II S. 190), geändert durch Verordnung vom 16.07.2009 (GVBl. II S. 45), § 4 und 9.

          www.bravors.brandenburg.de/sixcms/[...]
      • 1.3.3 Regelungen zum Überspringen

        • Klassenstufen, die nicht übersprungen werden dürfen


          Klassenstufen: Das Überspringen der Jahrgangsstufe 10 am Gymnasium ist nicht möglich: Verordnung über die Bildungsgänge in der Sekundarstufe I (Sekundarstufe I-Verordnung – Sek I-V) vom 2. August 2007 (GVBl. II/07 [Nr. 16], S. 200), zuletzt geändert durch Verordnung vom 12. Juli 2010 (GVBl. II/10, [Nr. 43], § 15 Abs. 7).
        • Begrenzungen beim Überspringen: Häufigkeit
          Keine Angaben
        • Begrenzungen beim Überspringen: Klassenstufen
          Keine Angaben
        • Verfahrensweisen bzw. pädagogische Konzepte zum Überspringen
          Sowohl das Schulgesetz als auch die Bildungsgangverordnungen beschreiben die rechtliche Grundlage für das Überspringen; z.B. GV § 12 Abs. 8:

          "Schülerinnen und Schüler, deren Leistungen über einen längeren Zeitabschnitt den Anforderungen in besonderem Maße entsprechen und die auf Grund ihrer psychischen, sozialen und körperlichen Verfassung, ihres Leistungswillens und ihrer Begabung den Anforderungen der nächsthöheren Jahrgangsstufe gewachsen erscheinen und in der nächsthöheren Jahrgangsstufe in ihrer Lernentwicklung besser gefördert werden, können auf Antrag der Eltern eine Jahrgangsstufe überspringen oder in die nächsthöhere Jahrgangsstufe vorversetzt werden. Das Überspringen oder die Vorversetzung erfolgt in der Regel zum Schulhalbjahr oder zum Ende eines Schuljahres. Die Vorversetzung in die Jahrgangsstufe 7 ist zulässig, soweit die Voraussetzungen gemäß Satz 1 vorliegen und eine Aufnahme an einer weiterführenden allgemeinbildenden Schule erfolgen kann."

          Die Verfahrensweisen im Einzelnen legen die Schulen in eigener Verantwortung fest.
        • Regelungen zur Teilnahme am Unterricht höherer Klassen


          Die Teilnahme am Unterricht höherer Klassen (Drehtürmodell) ist entsprechend der jeweiligen schulischen Gegebenheiten möglich und wird gemäß den Voraussetzungen an der jeweiligen Schule organisiert. Landesweite einheitliche Regelungen gibt es nicht.
        • Statistiken zum Überspringen


          Im Rahmen der jährlichen Schuldatenerhebung wird erfasst, welche Jahrgangsstufe die Schülerinnen und Schüler im aktuellen Schuljahr besuchen und welche sie im abgelaufenen Schuljahr besucht haben. Daraus lässt sich ableiten, wie viele Schülerinnen und Schüler eine Jahrgangsstufe übersprungen haben und welche.
        • Nutzung jahrgangsübergreifender Konzepte als Element der Begabtenförderung


          FLEX (Im Rahmen der flexiblen Schuleingangsphase werden besonders begabte Schülerinnen und Schüler gezielt gefördert).

          www.schulaemter.brandenburg.de/sixcms/detail.php/lbm1.c.393019.de
          bildungsserver.berlin-brandenburg.de/2181.html
  • 2. Elementarbereich

    • 2.1 Zuständigkeit und Ansprechpartner

      • Ministerium / Senatsbehörde mit Zuständigkeit für Kindertagesstätten / Kindertagesbetreuung

        Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg
        Heinrich-Mann-Allee 107
        14473 Potsdam

        Referat 22 (Kindertagesbetreuung, Betriebserlaubnis für Kindertageseinrichtungen, Kinder- und Jugendhilferecht)
      • Für Hochbegabtenförderung zuständiges Referat

        Referat 33 (Weiterführende allgemein bildende Schulen, Zweiter Bildungsweg)
      • Ansprechpartner und Kontaktdaten

        Keine aktuellen Angaben
    • 2.2 Angebote und Programme für die Begabtenförderung im Elementarbereich

      • Angebote bzw. Programme zur Begabtenförderung im Elementar- und Vorschulbereich (in Verantwortung des Landes)

        Keine Angaben
      • Netzwerke von Konsultationseinrichtungen / Kompetenzzentren mit Schwerpunkt Begabtenförderung (in Verantwortung des Landes)



        Es gibt ein System zur Unterstützung der pädagogischen Kita-Praxis. U.a. existieren landesweit z.Z. 9 Konsultationskitas (davon 4, die auch den Schwerpunkt Begabtenförderung besitzen), die sich zu regionalen pädagogischen Zentren entwickeln und eine langfristig selbsttragende Praxisunterstützungsstruktur schaffen.

        Darüber hinaus stehen die Beratungsstützpunkte für Begabtenförderung als Ansprechpartner zur Verfügung (s. auch Beratungsstellen).

        www.mbjs.brandenburg.de/sixcms/media.php/5527/[...]
      • Sonstige Netzwerke/Kooperationen zur Begabtenförderung

        Keine Angaben
  • 3. Schule

    • 3.1 Zuständigkeit und Ansprechpartner

      • Übergeordnetes Referat mit Zuständigkeit für Hochbegabtenförderung

        Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg
        Heinrich-Mann-Allee 107
        14473 Potsdam

        Referat 33 (Weiterführende allgemein bildende Schulen, Zweiter Bildungsweg)
        Birgit Nix
        Tel: 0331 866-3830
        E-Mail: birgit.nix@mbjs.brandenburg.de
      • Zuständigkeit für Hochbegabtenförderung im Bereich Grundschule

        Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg
        Heinrich-Mann-Allee 107
        14473 Potsdam

        Referat 32 (Primar- und Förderschulen, Inklusion, Ganztag)
      • Zuständigkeit für Hochbegabtenförderung im Bereich Sekundarstufe

        Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg
        Heinrich-Mann-Allee 107
        14473 Potsdam

        Referat 33 (Weiterführende allgemein bildende Schulen, Zweiter Bildungsweg)
    • 3.2 Übergeordnete Aspekte der schulischen Begabtenförderung

      • 3.2.1 Rahmenkonzept und übergeordnete Programme oder Projekte

        • Rahmenkonzept / Gesamtdarstellung zur Hochbegabtenförderung


          Die Hochbegabtenförderung ist eingeordnet in den Komplex von Maßnahmen des Landes zur Förderung besonders Begabter. Hierzu gehören:

          - die Einrichtung von Leistungs- und Begabungsklassen (LuBK) ab Jahrgangsstufe 5 an 35 weiterführenden Schulen,
          - der Aufbau von Beratungsstützpunkten der Begabtenförderung an den 6 Staatlichen Schulämtern,
          - die Arbeit an den Schulen mit besonderer Prägung (Spezialschulen, Spezialklassen) und den Schulen mit fachlichen Schwerpunkten,
          - Kooperationen mit wissenschaftlichen Einrichtungen und der Wirtschaft,
          - Kooperationen mit Sportvereinen, Sportverbänden bzw. Landesstützpunkten,
          - Schülerakademien und Landesseminare,
          - Stipendienprogramme.

          Eine aktuelle Übersicht / Gesamtdarstellung der Begabtenförderung im Land enthält der schriftliche Bericht des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) zur Weiterentwicklung der Begabtenförderung (Entschließung des Landtages DS 5/2105-B):

          www.parldok.brandenburg.de/starweb/LTBB/[...]
        • Schulnetzwerke oder besondere Projekte / Programme für die schulische Begabtenförderung


          - Leistungs- und Begabungsklassen (LuBK)
          - Schulen mit besonderer Prägung
          - MINT-EC-Schulen
          - Netzwerk Grund- und Förderschulen.
      • 3.2.2 Übergänge

        • Angebote bzw. Programme zum Übergang Elementarbereich - Grundschule für besonders begabte Kinder (in Verantwortung des Landes)


          Die am Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) eingerichtete Arbeitsstelle "Gorbiks-Transfer" hat die Aufgabe, ein gemeinsames Bildungsverständnis von Schule und Kindertagesstätten zu befördern und einen gelingenden Übergang für alle Kinder zu unterstützen. Das schließt besonders begabte Kinder ein. Spezielle Angebote gibt es nicht.
          bildungsserver.berlin-brandenburg.de/7054.html

          Gemeinsamer Orientierungsrahmen für die Bildung in der Kindertagesbetreuung:
          bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmin/bbb/[...]
        • Angebote bzw. Programme zum Übergang Grundschule - weiterführende Schule für besonders begabte Kinder (in Verantwortung des Landes)


          Die Beraterinnen und Berater für Begabtenförderung an den Beratungsstützpunkten beraten Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Übergangsverfahrens in die Jahrgangsstufe 5 (LuBK) und des Übergangsverfahrens in die Jahrgangsstufe 7 im Hinblick auf die Möglichkeiten zur Förderung (hoch)begabter Schülerinnen und Schüler.
        • Angebote zum Frühstudium
        • Standorte
          Das Brandenburgische Hochschulgesetz hat die Möglichkeit eines Frühstudiums geregelt und damit den gesetzlichen Rahmen für entsprechende Angebote für Juniorstudierende – so die gesetzliche Bezeichnung – geschaffen. Gemäß § 8 Abs. 8 BbgHG können Schülerinnen und Schüler, die nach einer einvernehmlichen Beurteilung von Schule und Hochschule besondere Begabungen aufweisen, als Juniorstudierende eingeschrieben werden. Sie erhalten damit das Recht, Module zu absolvieren, Studien- und Prüfungsleistungen zu erbringen und Leistungspunkte zu erwerben.

          Möglichkeiten, bereits während der Schulzeit an Hochschullehrveranstaltungen teilzunehmen und dabei auf ein späteres Studium anrechenbare Leistungen zu erwerben, gibt es an der Universität Potsdam (UniP), der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTUC), der Fachhochschule Brandenburg (FHB) und der Hochschule Lausitz (FHL). Die Europa-Universität Viadrina (EUV) macht den Schulen für den Raum Frankfurt (Oder) durch verschiedene Lehrstühle Angebote, die einem Frühstudium gleichkommen. An der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" (HFF) können die besten Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs, die ein Praktikum an der HFF absolviert haben, als Gaststudierende/r mit Zertifikat an der HFF studieren.
        • Ansprechpartner
          Ulrike Manthei M.A.
          Projektleiterin: MINT-Projekttage und Semesterakademie an der Universität Potsdam
          Tel.: 0331 / 977 – 4101
          Fax.:0331 / 977 – 1338
          Mail: umanthei@uni-potsdam.de
        • Zusätzliche Fi­nan­zie­rung durch Lan­des­mit­tel
        • Zusätzliche Finanzierung des Frühstudiums aus Landesmitteln
          Das Projekt „Studium lohnt“ wird mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds, des Landes und der Hochschulen gefördert.

          Für andere Projekte stellt das Land Lehrerwochenstunden zur Verfügung.
        • Kooperationen zwischen Schulen und Universität


          In der Regel erfolgt die Zusammenarbeit auf der Basis von Kooperationsverträgen.
        • Koordination des Frühstudienangebotes
          Es gibt keine zentrale Koordination.
        • Zugangskriterien
          Es gibt keine zentral festgelegten Zugangskriterien. Für die Sommerakademie muss man sich mit dem Zeugnis, dem Lebenslauf, einem persönlichen Motivationsschreiben, einer Reverenz der Lehrkraft und dem Einverständnis der Eltern bewerben.
        • Begleitung/Betreuung im Frühstudium
          Keine Angaben
        • Anrechnung von Leistungen auf späteres Studium
          Die im Rahmen des Juniorstudiums nachgewiesenen Studien- und Prüfungsleistungen sowie Leistungspunkte sind bei einem späteren Studium nach Maßgabe der Gleichwertigkeit anzuerkennen. Das Nähere regeln die Hochschulen in ihrer Satzung.
        • Sonstige vom Land verantwortete Programme bzw. Projekte für den Übergang Schule - Beruf/Hochschule für besonders begabte Schülerinnen und Schüler


          Maßgeblich unterstützt und gefördert wird die Zusammenarbeit von Schule und Hochschule durch den gemeinnützigen Verein "Netzwerk Zukunft. Schule + Wirtschaft für Brandenburg e.V.".
          netzwerkzukunft.de/verein

          Alle brandenburgischen Hochschulen kooperieren seit Jahren mit weiterführenden Schulen in geografischer Nähe, wobei mit vielen Schulen auch formale Kooperationsverträge abgeschlossen wurden. Gute und gelungene Beispiele für Begabungsförderung in Kooperation zwischen Wissenschaft und Schule sind

          - die Schülerakademie des Hasso-Plattner Instituts:
          www.hpi.uni-potsdam.de/hpi/schuelerakademie.html

          - die Herbstakademie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus:
          www.tu-cottbus.de/btu/de/studienbewerberportal/uni-check/[...]

          - der Mädchenkongress der Uni Potsdam

          die MINT-Tage der Uni Potsdam

          - das Projekt "Brisant" unter dem Titel "Semesterakademie" (Universität Potsdam)
          www.brisant.uni-potsdam.de/.

          Seitens der Schulen gibt es eine breite Zustimmung der Schulleitungen zum Juniorstudium als Möglichkeit der Förderung für (hoch)begabte Schülerinnen und Schüler.

          Hingewiesen sei in diesem Zusammenhang auf das landesweite, mit Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds, des Landes und der Hochschulen geförderte Projekt "Studium lohnt", das alle weiterführenden Schulen des Landes erreicht und so ein bundesweit einzigartiges Kooperationsnetz von Schule und Hochschule geschaffen hat. Zwar liegt das Ziel des Projekts in erster Linie in der Stärkung der Motivation breiterer Schülerkreise, ein Studium aufzunehmen – dies ist bei (hoch)begabten Schülerinnen und Schülern kaum nötig – doch hilft die intensive Betreuung der Schulen durch dieses Projekt allen Schülerinnen und Schülern, die richtigen Angebote zu finden.
          www.studium-lohnt.de/Blog/
    • 3.3 Angebotsformen in der schulischen Begabtenförderung

      • Leistungs- und Begabungsklassen (LuBK)

        • Trägerschaft
          Öffentliche Trägerschaft
        • Schulträger (nicht-öffentliche Trägerschaft)
          Sowohl öffentliche als auch freie Trägerschaft. Freie Trägerschaft an 4 Gymnasien.
        • Grundschule bzw. Primarstufe
        • Sekundarstufe I
        • Sekundarstufe II
        • Regelangebot?
        • Spezialangebot?
          Es handelt sich um ein spezielles Angebot für besonders und hoch begabte Schülerinnen und Schüler (spezielle Kurse oder Klassen, Schulen mit besonderer Ausrichtung).
        • Spezifische Zielgruppe?
        • Erläuterungen zur Zielgruppe
          Auf der Grundlage ihrer spezifischen Möglichkeiten und Voraussetzungen können die Schulen LuBK mit sprachlichem, musisch-künstlerischem, gesellschaftswissenschaftlichem oder mathematisch-naturwissenschaftlich-technischem Profil einrichten. Kombinationen der genannten Profile sind möglich. Schulen können auch darauf verzichten, sich schwerpunktmäßig auszurichten und sich stattdessen die Förderung der unterschiedlichen individuellen Begabungsprofile der Schülerinnen und Schüler zur Aufgabe machen. Die 35 Schulen verfolgen auf der Basis der pädagogischen Konzepte für ihren LuBK-Zug unterschiedliche Profile:

          Mathematisch-naturwissenschaftlich-technisches Profil: 9 Schulen
          Sprachlich-gesellschaftswissenschaftliches Profil: 5 Schulen
          Sprachlich-naturwissenschaftliches Profil: 6 Schulen
          Musisch-künstlerisches Profil: 3 Schulen
          Förderung der individuellen Begabungsprofile: 12 Schulen.
        • Aufnahmeverfahren?
        • Verfahren und Kriterien für eine Aufnahme
          Die Eignungsfeststellung und das Auswahlverfahren sind in der Verordnung über die Genehmigung von Leistungs- und Begabungsklassen und über die Aufnahme in Leistungs- und Begabungsklassen (Leistungs- und Begabungsklassen-Verordnung – LuBKV) Abschnitt 3 §§ 9 und 10 geregelt:
          www.bravors.brandenburg.de/sixcms/[...]

          Die Anmeldung erfolgt durch die Eltern bei der gewünschten Schule. Die Eignung wird durch die Schulleiterin bzw. den Schulleiter der aufnehmenden Schule auf der Grundlage der Empfehlung der Grundschule und des Zeugnisses (grundlegende Voraussetzung bildet die Notensumme 5 in den Fächern Deutsch, Mathematik, 1. Fremdsprache oder Sachunterricht auf dem Halbjahreszeugnis der Jahrgangsstufe 4), eines prognostischen Tests und eines Eignungsgespräches festgestellt.
        • Teilnahmezahlen
          Es gibt seit dem Schuljahr 2007/2008 landesweit 35 Schulen mit einem LuBK-Zug. Die Bildung einer LuBK setzt voraus, dass mindestens 25 geeignete Schülerinnen und Schüler in eine solche Klasse aufgenommen werden.
        • Beschreibung des Angebots
          Die LuBK widmen sich durch entsprechende Profilbildung der Förderung von Schülerinnen und Schülern, die sich durch überdurchschnittliche Fähigkeiten, ihre Interessen und ihre Leistungsbereitschaft auszeichnen. Auf der Grundlage ihrer spezifischen Möglichkeiten, Voraussetzungen und regionalen Bedingungen hat ein Teil der ausgewählten Schulen LuBK mit speziellem Profil eingerichtet; andere Schulen widmen sich der Förderung der unterschiedlichen individuellen Begabungen der Schülerinnen und Schüler. Unabhängig davon gelten die Anforderungen der Rahmenlehrpläne sowie die für die jeweiligen Schulstufen geltenden Rechts- und Verwaltungsvorschriften. Die Förderung erfolgt schwerpunktmäßig im Rahmen der regulären Unterrichtszeiten durch Individualisierung, Verdichtung von Lernprozessen, durch zusätzliche obligatorische Unterrichtsangebote und ggf. durch Akzeleration (s. auch LuBKV Abschnitt 1 § 2).
          www.bravors.brandenburg.de/sixcms/[...]
        • Jahrgangsgemischtes Lernen
          Keine Angaben
        • Internatsangebot


          Diese Möglichkeit besteht an Schulen, die sowieso Internatsunterbringung haben.
        • Qualifikation des Personals
          In den LuBK eingesetzte Lehrkräfte müssen über keine spezielle Qualifikation verfügen; einige der Lehrkräfte haben allerdings ein Zertifikat als Berater/Beraterin für Begabtenförderung erworben, einzelne Lehrkräfte verfügen über das ECHA-Diplom bzw. wurden im Rahmen des Qualifizierungsprojektes der Karg-Stiftung als Moderatoren der "Impulskreise" ausgebildet.
        • Nutzung von Fort- und Weiterbildung
          - Arbeitstreffen am Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg
          - Regionale Fachtage
          - Fortbildungsangebote der Beratungsstützpunkte Begabtenförderung
          - Schulinterne Arbeitsgruppen.
        • Besondere Ressourcenausstattung für Begabtenförderung
        • Finanzierung zusätzlicher Ressourcen für Begabtenförderung aus öffentlichen Mitteln
        • Art / Umfang der Ressourcen
          - Für die Bildung der LuBK in den Jahrgangsstufen 5 und 6 in den öffentlichen Schulen werden insgesamt 99 Vollzeiteinheiten (VZE) zur Verfügung gestellt.
          - Die LuBK in den Jahrgangsstufen 5 und 6 können mit bis zu zwei Lehrerwochenstunden für Fördermaßnahmen zusätzlich ausgestattet werden.
        • Kontakte/Infos
        • Sonstiges
          Keine Angaben
  • 4. Außerschulische Angebote, Schülerwettbewerbe

    • 4.1 Akademie-Angebote und Feriencamps

      • Information zu Deutschen Schülerakademien (DSA)

        - Bildungsserver
        bildungsserver.berlin-brandenburg.de/
        bildungsserver.berlin-brandenburg.de/begabtenfoerderung_bb.html

        - Elektronische Verteilung der Ausschreibung (insbesondere für die DSA
        Rangsdorf) mit Anschreiben an die Schulleiterinnen und Schulleiter.
      • Angebot von Deutschen JuniorAkademien (DJA)

        Keine Angaben
      • Information zu Deutschen JuniorAkademien (DJA)

        Keine Angaben
      • Beschreibung des Angebots

        Keine Angaben
      • Teilnehmerzahlen DJA

        Keine Angaben
      • Sonstige Akademie- oder Ferienkursangebote zur Hochbegabtenförderung (in Verantwortung oder mit (Teil-)Finanzierung des Landes)

      • Teilnehmerzahlen

        In Kooperation mit dem Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie e.V. (Sponsor), dem Brandenburgischen Landesverein zur Förderung mathematisch-naturwissenschaftlich-technisch interessierter Schüler e.V. (Träger) und dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und weiteren wechselnden Kooperationspartnern und Standorten findet jährlich eine Schülerakademie auf dem Gebiet der Mathematik und eine Schülerakademie auf dem Gebiet der Naturwissenschaften für besonders begabte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 10 (insgesamt ca. 140 Schülerinnen und Schüler jährlich) statt.

        Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam führt mit Unterstützung des MBJS und dem Staatlichen Schulamt Brandenburg an der Havel eine Schülerakademie auf dem Gebiet der modernen Informationstechnologien und ihrer Grundlagen aus Informatik und Mathematik durch. Diese Schülerakademie fördert interessierten und begabten Nachwuchs der Sekundarstufe I und II (insgesamt 60 Schülerinnen und Schüler aus dem Potsdamer Raum). Dafür wurden drei zweistündige AGs, die vierzehntägig stattfinden, eingerichtet. Außerdem richtet das HPI Sommercamps für Schülerinnen und Schüler aus dem ganzen Land aus. Ziel ist es, Jugendliche für ein Hochschulstudium in den MINT-Fächern zu begeistern und darauf vorzubereiten.

        Neben den Schülerakademien werden jährlich Landesseminare zur Vorbereitung von besonders begabten Schülerinnen und Schülern auf die Teilnahme an den bundesweiten Auswahlverfahren zu den Internationalen Olympiaden in Mathematik und den Naturwissenschaften durchgeführt. Ca. 85 bis 100 Schülerinnen und Schüler werden jährlich dadurch zusätzlich gefördert.
    • 4.2 Weitere außerschulische Angebote

      • Sonstige außerschulische Angebote für Hochbegabte aus öffentlichen Mitteln

        Ja:
        In allen Schulamtsbereichen gibt es entsprechende regionale Angebote. Auskünfte darüber erteilen die staatlichen Schulämter und die Stützpunkte der Begabtenförderung. Kontakt s.:
        www.mbjs.brandenburg.de/sixcms/media.php/5527/[...]
    • 4.3 Wettbewerbe

      • Information zu bundesweiten Schülerwettbewerben / Unterstützungsangebote

        1. Informationen zur Förderung von Schülerwettbewerben: Rundschreiben 10/07 "Förderung von Schülerwettbewerben"
        www.bravors.brandenburg.de/sixcms/[...]

        2. Broschüre "Wettbewerbe machen Schule im Land Brandenburg":
        bildungsserver.berlin-brandenburg.de/thema_wettbewerbe.html

        3. Berlin-Brandenburgischer Bildungsserver
        bildungsserver.berlin-brandenburg.de/thema_wettbewerbe.html

        4. Verteilung der Ausschreibungen in elektronischer und/oder Papierform auf dem Dienstweg an die Schulen.
      • Sonstige Wettbewerbe (bundesweit oder international)

        1. Europäisches Sprachensiegel
        2. Schülerwettbewerb "Jugend übernimmt Verantwortung"
        3. Förderwettbewerb "Gemeinsam Handeln – Voneinander Lernen – Zusammenwachsen"
        4. Bundeswettbewerb Deutscher Naturparks
        5. Bundesbegegnung Schulen musizieren
        6. Schülerwettbewerb "Das lesende Klassenzimmer"
        7. Focus-Schülerwettbewerb "Schule macht Zukunft"
        8. Förderwettbewerb der Robert-Bosch-Stiftung "Junge Wege in Europa"
        9. Schülerwettbewerb der Stiftung Warentest "Jugend testet..."
        10. Schülerwettbewerb "National Geographic Wissen..."
        11. VDBiol – Förderpreis für die Sekundarstufe I
        12. VDBiol – Förderpreis für die Sekundarstufe II
        13. Europa forscht für die Umwelt
        14. Nichtraucherwettbewerb "Be Smart – Don`t Start"
        15. Europäischer Schülerwettbewerb "Make a Video"
        16. Schülerwettbewerb "Join Multimedia ..."
        17. Odyssey of the Mind
        18. Schul/Banker – Das Bankenspiel
        19. Shankar`s International Childrens Competition
        20. Denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule
        21. Schülerwettbewerb "Denkmale in der Region"
        22. Schülerwettbewerb "Lebendige Antike"
        23. Deutscher Arbeitgeberpreis für Bildung ...
        24. Internationaler Jugendwettbewerb "jugend creativ"
        25. Schülerwettbewerb "Junge Euroköche"
        26. FIRST LEGO League Deutschland
      • Sonstige Wettbewerbe (landesspezifisch)

        Ja:
        1. Internationaler Kinderzeichenwettbewerb des Landes Brandenburg,
        ca. 2.500 Teilnehmer aus 22 bis 24 Ländern.

        2. Landesolympiade Mathematik,
        ca. 4.500 Teilnehmer auf der Regionalebene und 120 beim Landesfinale.

        3. Landesolympiade Physik,
        ca. 250 Teilnehmer auf der Hausaufgabenebene und 60 beim Landesfinale.

        4. Landesolympiade Biologie,
        ca. 3.100 Teilnehmer auf der Regionalebene und 57 beim Landesfinale.

        5. Landesolympiade Chemie,
        ca. 175 Teilnehmer auf der Hausaufgabeneben und 44 beim Landesfinale.

        6. Landesolympiade in der russischen Sprache und Landeskunde,
        ca. 80 Teilnehmer beim Landesfinale.

        7. Schülerwettbewerb Informatik des Landes Brandenburg,
        ca. 30 bis 35 Teilnehmer beim Landesfinale.

        8. Berlin-Brandenburgischer Literaturpreis THEO,
        ca. 350 Teilnehmer und ca. 15 Nominierungen für den Preis.

        9. Schülerwettbewerb "Kunst bildet",
        ca. 100 Teilnehmer.

        10. Landesweiter Schülerwettbewerb "Chemkids",
        ca. 300 bis 350 Teilnehmer.

        11. Landesbegegnung "Schulen musizieren"
        ca. 500 Teilnehmer.

        12. Wilhelm-Kempff-Preis,
        ca. 250 Teilnehmer.

        13. Schulwettbewerb zum Thema "Grüne Schule"
        ca. 900 Teilnehmer.

        14. Umweltbildungswettbewerb "Erlebter Frühling"
        ca. 450 Teilnehmer.

        15. Lotto-Förderpreis "100% Musik...",
        ca. 160 Teilnehmer am Förderpreis,
        ca. 1.600 Teilnehmer am Plakatwettbewerb für den Förderpreis.

        16. Erdgaspokal der Schülerköche,
        176 Teilnehmer.

        17. Sportabzeichenwettbewerb an den Schulen im Land Brandenburg

        18. Sportlichste Schule im Land Brandenburg

        19. Lotto-Sportfest

        bildungsserver.berlin-brandenburg.de/thema_wettbewerbe.html
  • 5. Aus-, Fort- und Weiterbildung

    • 5.1 Ausbildung

      • Verankerung Begabtenförderung in der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern

        Das Thema ist im berufsbezogenen Lernbereich der Fachschulen für Sozialpädagogik verankert. Im Lernfeld "Kinder und Jugendliche in besonderen Lebenssituationen erziehen, bilden und betreuen" ist das Thema "Besondere Lebenssituationen und deren Einfluss auf die Entwicklung" mit dem Schwerpunkt Kinder und Jugendliche mit besonderen Talenten und Begabungen enthalten.
      • Verankerung Begabtenförderung in der Ausbildung von Lehrkräften (Studium oder Referendariat)

        "Die Standards für die Lehrerbildung: Bildungswissenschaften", deren Umsetzung in der Lehrerausbildung gemäß Brandenburgisches Lehrerbildungsgesetz (BbgLeBiG) § 1 Abs. 2 Satz 4 in den beiden Phasen der Lehrerausbildung zu gewährleisten ist, berücksichtigen das diagnostische Erkennen von Hochbegabungen und deren Förderung bei Schülerinnen und Schülern. Dazu zählen insbesondere die Standards:
        - Anforderungs- und situationsgerechtes Einsetzen unterschiedlicher Unterrichtsformen und Aufgabenformen (Studium),
        - Kennen der Lern- und Leistungsmotivationstheorien und Möglichkeiten, wie sie im Unterricht eingesetzt werden (Studium),
        - Kennen der Formen von Hoch- und Sonderbegabungen sowie der Grundlagen der Leistungsdiagnostik (Studium),
        - Erkennen von Begabungen und Kennen von Möglichkeiten der Begabungsförderung (Studium und Vorbereitungsdienst).

        Im Lehramtsstudium an der Universität Potsdam (einzige lehrerausbildende Universität im Land Brandenburg) wird im Rahmen der erziehungswissenschaftlichen Studien das Thema Begabtenförderung aufgegriffen und ist im Modul "Didaktik, Schul- und Unterrichtsentwicklung; Evaluation" verankert.
        - Schwerpunkte: Diagnostik und Förderung von Hochbegabten; Hochbegabte erkennen, beraten und fördern; Schulische Begabungsförderung.
        - Lehrformen: Seminar, Blockseminar.
        In einzelnen Fächern wird die (Hoch)begabtenförderung im Rahmen der Fachdidaktik aufgegriffen.
        Im Vorbereitungsdienst ist das Thema Begabtenförderung immanenter Bestandteil der Ausbildung in den Haupt- und Fachseminaren und spiegelt sich in den Modulen "Diagnostizieren, Beurteilen, Bewerten"; "Heterogenität nutzen": "Lernende mit verschiedenen Förderschwerpunkten unterrichten" wider.
    • 5.2 Fort- und Weiterbildung

      • Fort- und Weiterbildungsangebote zur Begabtenförderung für Erzieher / Sozialpädagogen (aus öffentlichen Mitteln)

        Im Sinne einer individualisierenden Frühpädagogik ist auch das Thema (Hoch)begabung Gegenstand in allen Fortbildungsmaßnahmen des sozialpädagogischen Fortbildungswerkes Berlin-Brandenburg, die sich dem Bildungsauftrag der Kindertagesbetreuung widmen.

        sfbb.berlin-brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb2.c.462476.de
      • Fort- und Weiterbildungsangebote zur Begabtenförderung für Lehrkräfte (aus öffentlichen Mitteln)

        Im Rahmen ihrer Berufstätigkeit werden für Lehrkräfte verschiedene regionale und zentrale Fortbildungen zur (Hoch)begabtenförderung über das FortbildungsNetz
        bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fortbildungsnetz.html angeboten. Die regionalen Angebote werden von den Beratungsstützpunkten für Begabtenförderung gemacht. In der Regel handelt es sich dabei um 2- bis 3-stündige Nachmittagsveranstaltungen. Es werden aber auch regionale Fachtage durchgeführt. Dabei stehen u.a. folgende Themen im Vordergrund: Begabung - Hochbegabung, Erkennen von Begabungen, Begabtenförderung im Grundschulalter, individuelle Lernmethoden zur Förderung besonderer Begabungen, schulorganisatorische Voraussetzungen, Underachievment.

        Die Lehrkräfte, die an den Beratungsstützpunkten für Begabtenförderung als Berater für Begabtenförderung tätig sind, wurden durch eine Qualifizierung am Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg auf ihre Aufgaben am Stützpunkt vorbereitet und werden seitdem auch berufsbegleitend weiter qualifiziert. Das vom LISUM inhaltlich und organisatorisch aufgelegte komplexe Qualifizierungsprogramm beinhaltet(e) u.a. folgende Schwerpunkte:

        - Psychologische Aspekte von Begabung (Intelligenz- und Begabungstheorien, Informationen zu Möglichkeiten schulpsychologischer Begabungsdiagnostik, spezielle Problemfelder [LRS, ADHS...]),
        - Pädagogische Aspekte von Begabung (Kennzeichen besonderer Begabungen, Wege zum Erkennen besonderer Begabungen / Verfahren pädagogischer Begabungsdiagnostik, traditionelle und neue Modelle der Begabtenförderung, Individualisierung des Lernens),
        - Beratungskompetenz (systemisches individuelles Beraten zur Lernentwicklungsgestaltung, bei Lernschwierigkeiten, Motivations- und Akzeptanzproblemen... und systemisches organisationsbezogenes Beraten [u.a. Begabtenförderung im Schulprogramm]),
        - Allgemeine Methodenkompetenz (Dokumentieren-Präsentieren-Publizieren, Fortbildungsdidaktik / Moderationstechniken).

        Die Zertifizierung der Stützpunktmitarbeiter erfolgte auf der Grundlage der Teilnahme an den Qualifizierungsveranstaltungen, einer schriftlichen Arbeit und einer mündlichen Prüfung in Form eines Kolloquiums.

        Ein abschlussbezogenes Angebot bildet die vom MBJS als Ersatzangebot zur staatlichen Lehrerfortbildung anerkannte ECHA-Ausbildung (Kooperationsangebot des Internationalen Zentrums für Begabungsforschung und des Fortbildungsinstitutes der Hoffbauer-Stiftung). Die Lehrgangskosten (außer Prüfungsgebühren) werden in Abhängigkeit vom regionalen Bedarf in Teilen von den staatlichen Schulämtern übernommen. Das Kursprogramm hat einen Umfang von ca. 500 Stunden und besteht aus einem theoretischen und praktischen Teil. Absolventinnen und Absolventen (in Brandenburg bisher 29) erhalten ein von der Universität Nijmegen ausgestelltes Diplom, welches das Recht verleiht, den beruflichen Titel "Specialist in Gifted Education" zu verwenden.
      • Fortbildungsprogramme zur Begabtenförderung für Beratungslehrkräfte (aus öffentlichen Mitteln)

        Die Berater und Beraterinnen für Begabtenförderung werden im Rahmen von 4 bis 6 Tagesveranstaltungen pro Schuljahr tätigkeitsbegleitend fortgebildet.
      • Fort- und Weiterbildungsangebote zur Begabtenförderung für Schulpsychologen (aus öffentlichen Mitteln)

        Schulpsychologinnen und Schulpsychologen nehmen an Fortbildungen für die Beraterinnen und Berater für Begabtenförderung teil; sie gestalten diese auch zu bestimmten Themen selbst.
      • Fort- und Weiterbildungsangebote zur Begabtenförderung aus öffentlichen Mitteln für weitere Bezugsgruppen

        Das Landesinstitut für Lehrerbildung führt Fortbildungen für die Seminarleiter zu entsprechenden Modulen (vgl. "Ausbildung von Lehrkräften") durch, die sich auch mit der Begabtenförderung beschäftigen.
  • 6. Beratung

    • 6.1 Schulpsychologischer Dienst

      • Hochbegabungsspezifische Angebote des schulpsychologischen Dienstes / schulpsychologischer Beratungsstellen



        Im Rahmen einer schulpsychologischen Einzelfallberatung führen die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen Beratungsgespräche mit Eltern und Schülerinnen und Schülern durch und bringen testdiagnostische Verfahren zur Anwendung.
      • Spezifische Qualifikationen der schulpsychologischen Fachkräfte für die Beratung im Themenfeld Hochbegabung

        Das Land Brandenburg ist in sechs Schulamtsbereiche untergliedert. In jedem Schulamtsbereich arbeitet ein Team von vier bis sieben Schulpsychologinnen und Schulpsychologen. In jedem Team hat sich eine Fachkraft durch individuelle Fortbildung für den Arbeitsbereich "besonders begabte und hochbegabte Schülerinnen und Schüler" qualifiziert.
      • Ausstattung mit Schulpsychologen / Relation Schulpsychologenstellen pro Schüler oder pro Schule

        Im Land Brandenburg arbeiten 32 Schulpsychologen und Schulpsychologinnen; in der Regel steht für 10.000 Schülerinnen und Schüler ein Schulpsychologe zur Verfügung.
    • 6.2 Beratungsstellen

      • Zentrale Beratungsstellen zur Hochbegabung in ministerieller oder behördlicher Trägerschaft



        An jedem der sechs staatlichen Schulämter im Land Brandenburg wurde zum Schuljahr 2006/2007 ein Beratungsstützpunkt für Begabtenförderung etabliert. Diese Stützpunkte unterbreiten Informations- Beratungs- und Fortbildungsangebote für Eltern, Schüler und Lehrkräfte zu Fragen der Identifizierung und Förderung von besonders begabten Schülerinnen und Schülern aus den Schulen der Region. Die Stützpunkte sind dem Schulrat mit der Fachaufgabe Begabtenförderung und Schülerwettbewerbe zugeordnet. Der Schulrat arbeitet dabei eng mit einer oder zwei Schule(n) des Schulamtsbereiches zusammen. Die Schulen (insgesamt 10 Stützpunktschulen), die sich für diese Aufgabe beworben haben und ausgewählt worden sind, haben Lehrkräfte zur Mitarbeit im Stützpunkt bestimmt. Diese Lehrkräfte (insgesamt 25) wurden in Vorbereitung auf die von ihnen wahrzunehmenden Aufgaben als Berater für Begabtenförderung (vgl. "Fort- und Weiterbildung für Erzieherinnen und Erzieher bzw. Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen") qualifiziert.

        Die Stützpunkte der Begabtenförderung erfüllen vier eng miteinander verbundene Aufgaben:

        1. Beratung
        für Eltern und deren Kinder, für Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher sowie Schulleitungen auch auf der Grundlage eigener Praxiserfahrungen hinsichtlich:
        - der Ziel- und Entscheidungsfindung für den Lernentwicklungsweg des besonders begabten Kindes, u.a. bei der Nutzung des individuell vorhandenen Leistungspotenzials, aber auch bei Motivations- und Akzeptanzproblemen, auftretenden Lernschwierigkeiten, persönlichen Konflikten und individuellen Krisen,
        - der Planung, Gestaltung, Dokumentation und Reflexion der individuellen Lernentwicklung besonders begabter Kinder,
        - der Planung und Gestaltung einer vorzeitigen Einschulung, des Überspringens einer Jahrgangsstufe bzw. der Vorversetzung in eine höhere Jahrgangsstufe in einzelnen Fächern,
        - der Suche außerschulischer Möglichkeiten der Förderung besonderer Begabungen,
        - von Wegen zur Feststellung individueller Intelligenz-, Begabungs- und Lernprofile,
        - schulinterner, organisatorischer und curricularer Voraussetzungen für die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen.

        2. Fortbildung
        In Abstimmung mit den jeweils zuständigen Fortbildungsschulrätinnen und -schulräten bieten die Beraterinnen und Berater für Begabtenförderung regionale Fortbildungsveranstaltungen an. Thematische Schwerpunkte bilden dabei:
        - das System der Begabungsförderung im Land Brandenburg,
        - Intelligenz- und Begabungstheorien,
        - die Vielfalt individueller Begabungsverläufe,
        - traditionelle und neue Methoden zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Begabungen,
        - Informationen zu Intelligenz- und Begabungsprofilen,
        - Anregungen zum Erstellen und Fortschreiben von Lernentwicklungsplänen sowie zum Dokumentieren und Reflektieren individueller Lernentwicklungswege.

        3. Kommunikation und Kooperation
        Die Beraterinnen und Berater für Begabtenförderung pflegen Beziehungen zu:
        - Schulpsychologinnen und Schulpsychologen,
        - Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen,
        - Lern- und Lehrberaterinnen und Lern- und Lehrberater des BUSS-Systems
        und bauen solche auch auf und aus zu:
        - externen Psychologinnen und Psychologen,
        - Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Jugend- und Gesundheitsämtern,
        - Therapeutinnen und Therapeuten,
        - Vereinen und Organisationen mit dem Schwerpunkt Begabtenförderung.

        4. Eigene tätigkeitsbegleitende Fortbildung
        Im Rahmen der zentralen Arbeitstreffen im LISUM:
        - stimmen sich die Beraterinnen und Berater für Begabtenförderung kontinuierlich über Themen und Inhalte eigener Fortbildungen ab und initiieren deren Organisation,
        - entwickeln die Methodologie der pädagogischen Diagnose weiter und machen sich auch in konkreten Falldiskussionen Möglichkeiten der Optimierung der individuellen Fördersituation zugänglich.

        Das MBJS stellt für die Beraterinnen und Berater Lehrerwochenstunden in Höhe 6 VZE zur Verfügung.

        Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungsstützpunkte arbeiten eng mit Schulen aller Schulstufen in ihrer Region zusammen, suchen und entwickeln den Kontakt zu Kindertagesstätten, zu weiterführenden Bildungseinrichtungen sowie wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen, Betrieben und Vereinen, um eine kontinuierliche Begleitung der Lernentwicklung von Kindern mit besonderen Begabungen zu ermöglichen. Dazu pflegen sie auch Beziehungen zu Schulpsychologinnen und Schulpsychologen sowie Sonderpädagogen und bauen solche auch zu externen Psychologen, Mitarbeitern von Jugend- und Gesundheitsämtern und Therapeutinnen und Therapeuten auf.

        www.mbjs.brandenburg.de/sixcms/media.php/5527/[...]
      • Sonstige Beratungsstellen zur Hochbegabung mit öffentlicher Förderung

        Keine Angaben
      • Familien- und Erziehungsberatungsstellen mit spezifischer Qualifikation im Themenfeld Hochbegabung

        Keine Angaben
      • Vernetzung von Be­ra­tungs­stel­len



        Die Beratungsstützpunkte für Begabtenförderung arbeiten eng zusammen und treffen sich zu regelmäßigem Erfahrungsaustausch und tätigkeitsbegleitender Qualifizierung am LISUM (Koordination).

        Kontakt:
        www.mbjs.brandenburg.de/sixcms/media.php/5527/[...]
        Landesinstitut für Schule und Medien
        Berlin-Brandenburg (LISUM)
        14974 Ludwigsfelde-Struveshof.
      • Liste von Beratungsstellen Hochbegabung in Brandenburg

        Im Modul Beratung des Karg Fachportals Hochbegabung sind Beratungsstellen in Brandenburg aufgeführt, die sich auf das Thema Hochbegabung spezialisiert haben und die über strukturelle Voraussetzungen professioneller Beratung verfügen.
        www.fachportal-hochbegabung.de/beratungsstellen/bb/
  • 7. Angebote für bestimmte Zielgruppen

    • 7.1 Spezielle Angebote für bestimmte Zielgruppen

      • Unterstützungsmöglichkeiten / Förderkonzepte für Underachiever (in öffentlicher Trägerschaft oder Unterstützung)

        Keine Angaben
      • Unterstützungsmöglichkeiten / Förderkonzepte für weitere spezifische Zielgruppen (in öffentlicher Trägerschaft oder Unterstützung)

        Das Land finanziert im Rahmen des START-Stipendienprogramms für engagierte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund der START-Stiftung die Stelle der Landeskoordinatorin.
  • 8. Wissenschaftliche Projekte

    • 8.1 Wissenschaftliche Projekte im Bereich der Begabtenförderung

      • Wissenschaftliche Stellen mit dem Arbeitsbereich Begabtenförderung

        Keine Angaben
      • Vom Land (ko-)finanzierte wissenschaftliche Projekte zur Begabtenförderung

        Keine Angaben
      • Kooperationen zwischen Wissenschaft und Praxis

        Keine Angaben
      • Evaluationen zur (vor-)schulischen Be­gab­ten­för­de­rung im Auftrag des Landes

        Ja:
        Das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg ist mit der externen Evaluation der LuBK beauftragt worden.
  • 9. Informationsangebote und Veranstaltungen

    • 9.1 Allgemeine Informationen im Internet

    • 9.2 Publikationen

      • Publikationen zum Thema Hochbegabung im Auftrag des Landes

        Flyer:
        - Leistungs- und Begabungsklassen:
        Informationen für Eltern sowie Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 4.
        - Begabtenförderung:
        Beratungsstützpunkte der Begabtenförderung am Staatlichen Schulamt Brandenburg a.d.H. Eine Information für Eltern, Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte
        (Diesen Flyer gibt es jeweils auch für die Beratungsstützpunkte der Begabtenförderung an der Staatlichen Schulämtern Cottbus, Eberswalde, Frankfurt / Oder, Perleberg und Wünsdorf).

        Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
        des Landes Brandenburg
        Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
        (v.i.S.d.P)
        Heinrich-Mann-Allee 107
        14473 Potsdam
        Tel.: 0331 / 866 35 21
        Fax: 0331 / 866 35 24
        Internet: www.mbjs.brandenburg.de
        E-Mail: poststelle@mbjs.brandenburg.de


        Broschüren:
        - Wettbewerbe machen Schule im Land Brandenburg. Februar 2010. Hrsg.: Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM)
        Auf dem Bildungsserver Berlin Brandenburg steht eine Online-Ausgabe dieser Broschüre für Berlin und Brandenburg zum Download zur Verfügung. Sie wird regelmäßig aktualisiert:
        www.bildungsserver.berlin-brandenburg.de/wettbewerbe.html.
        - Kinder mit hohen kognitiven Fähigkeiten in der Schulanfangsphase. Handreichung zur integrativen Förderung. April 2010. Hrsg.: Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM).
    • 9.3 Veranstaltungen und Tagungen

      • Veranstaltungen oder Tagungen zum Thema Hochbegabtenförderung (in öffentlicher Trägerschaft oder Unterstützung)

        Keine Angaben
  • 10. Adressen und Kontaktinformationen

    • 10.1 Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche

      • Stipendienmöglichkeiten für besonders begabte Kinder und Jugendliche

        Keine Angaben
    • 10.2 Stiftungen

      • Regionale Stiftungen mit Projekten oder Programmen für besonders begabte Kinder und Jugendliche

        Keine Angaben
    • 10.3 Sonstige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für die Begabten­förderung und Beratung im Bundesland

      • Sonstige Ansprechpartner

        Keine Angaben