Hessen

  • 1. Allgemeine Angaben zum Schulsystem

    • 1.1 Dauer der Grundschule

      • Dauer der Grundschule (in Jahren)

        4
      • Erläuterungen

        Keine Angaben
    • 1.2 Stichtagsregelung für die reguläre Einschulung

      • Stichtagsregelung für die reguläre Einschulung

      • Erläuterungen

        Für alle Kinder, die bis einschließlich 1. Juli geboren sind und damit bis zum 30. Juni das sechste Lebensjahr vollenden, beginnt am 1. August die Schulpflicht. Jüngere Kinder, die nach dem 30. Juni das sechste Lebensjahr vollenden, können auf Antrag der Eltern eingeschult werden. Die Entscheidung trifft die Schulleiterin oder der Schulleiter.
    • 1.3 Funktion der Jahrgangsstufen 5 & 6

      • Funktion der Jahrgangsstufen 5 & 6

        In der Regel beginnen die Bildungsgänge der weiterführenden Schulformen mit der Jahrgangsstufe 5. In dieser werden die Grundlagen für den gewählten Bildungsgang gelegt. Maßnahmen zum Ausgleich unterschiedlicher Lernvoraussetzungen haben besondere Bedeutung. Ab der Jahrgangsstufe 6 werden die Bildungsgänge bei erweitertem Fächerangebot und differenzierten Anforderungen im Hinblick auf die Abschlüsse zunehmend ausgeformt. Die Korrektur der Entscheidungen über den individuellen Bildungsweg bleibt dabei weiter möglich und wird durch Beratung und Lernförderung unterstützt, um die Anschlussfähigkeit bei einem Wechsel zwischen den Bildungsgängen zu gewährleisten.

        Die Jahrgangsstufen 5 und 6 können auch schulformübergreifend als Förderstufe organisiert werden. In diesem Fall bilden die Jahrgangstufen 5 und 6 ein Bindeglied zwischen der Grundschule und der Jahrgangsstufe 7 der weiterführenden Schulen und dient der Orientierung.
    • 1.4 Weiterführende Schulformen

      • Weiterführende Schulformen

        Hauptschule, Realschule, Verbundene Haupt- und Realschule, Mittelstufenschule, Gesamtschule, Integrierte (schulformübergreifende) Gesamtschule (IGS), Kooperative (schulformbezogene) Gesamtschule (KGS), Gymnasium, Förderschule
      • Erläuterungen

        Hauptschule
        Die Hauptschule bereitet auf die Berufs- und Arbeitswelt vor. Darüber hinaus befähigt sie die Jugendlichen, ihren Bildungsweg vor allem in berufs-, aber auch in studienqualifizierenden Bildungsgängen fortzusetzen. Praxis- und handlungsorientierter Unterricht sind Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit; sie werden durch Projekttage und fachübergreifende Projekte ergänzt. Die Schüler/innen werden individuell gefördert: Sowohl für die leistungsstarken unter ihnen als auch für die leistungsschwächeren werden Förderkurse oder Differenzierungsmaßnahmen angeboten.
        Der Bildungsgang Hauptschule kann an Hauptschulen, an verbundenen Haupt- und Realschulen, an Mittelstufenschulen und an integrierten sowie an kooperativen Gesamtschulen absolviert werden. Der Bildungsgang führt zum Hauptschulabschluss in der einfachen und der qualifizierenden Form. Der qualifizierende Hauptschulabschluss wird zuerkannt, wenn unter Einbeziehung der Prüfungsarbeiten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch eine Gesamtleistung von 3,0 oder besser erreicht wird. Er berechtigt zum Übergang in die zweijährige Berufsfachschule.

        Realschule
        Die Realschule vermittelt ihren Schüler/innen eine allgemeine Bildung und ermöglicht ihnen eine Schwerpunktsetzung entsprechend ihren Leistungen und Neigungen.
        Der breit angelegte Fächerkanon sichert die Zielsetzung der Realschule und qualifiziert die Schüler/innen sowohl für die Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt als auch für den Besuch weiterführender Schulen.
        Der Bildungsgang Realschule kann an Realschulen, an verbundenen Haupt- und Realschulen, an Mittelstufenschulen und an integrierten sowie an kooperativen Gesamtschulen absolviert werden. Der Bildungsgang führt zum Realschulabschluss in der einfachen und qualifizierenden Form. Der qualifizierende Realschulabschluss wird zuerkannt, wenn eine Gesamtleistung von 3,0 oder besser erreicht wird. Er berechtigt zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe, das berufliche Gymnasium, die Fachoberschule und weitere Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

        Verbundene Haupt- und Realschule
        In der verbundenen Haupt- und Realschule werden die Bildungsgänge der Hauptschule und der Realschule pädagogisch und organisatorisch verbunden als aufeinander bezogene Schulzweige geführt. Verbundene Haupt- und Realschulen können in den Jahrgangsstufen 5 und 6 mit einer Förderstufe beginnen. Der Unterricht kann teilweise schulzweigübergreifend erteilt werden. Darüber hinaus können die Schüler/innen auch teilweise am Unterricht des anderen Zweiges teilnehmen. Die Schüler/innen können den Hauptschulabschluss in der einfachen und der qualifizierenden Form sowie den Realschulabschluss in der einfachen und qualifizierenden Form ablegen.

        Mittelstufenschule
        Individuelle Förderung in kleineren Lerngruppen, praxis- und handlungsorientierter Unterricht auf Basis einer gesonderten Stundentafel sowie die Einbindung der beruflichen Bildung sind die kennzeichnenden Elemente der pädagogischen Arbeit in der Mittelstufenschule. Berufsorientierung und Förderung der Ausbildungsreife sind wesentliche Bestandteile des gesamten Unterrichts.
        Nach einer dreijährigen Aufbaustufe (Jahrgangsstufen 5 bis 7) erfolgt der Übergang in einen praxisorientierten oder einen mittleren Bildungsgang. Der praxisorientierte Bildungsgang führt am Ende des 9. Schuljahres zum Hauptschulabschluss, der mittlere Bildungsgang am Ende des 10. Schuljahres zum Realschulabschluss, jeweils in der einfachen oder der qualifizierenden Form.

        Gesamtschule
        Eine Gesamtschule fasst verschiedene Bildungsgänge in einer Schule zusammen: die Hauptschule, die Realschule sowie die Mittelstufe (Sekundarstufe I) des gymnasialen Bildungsgangs.
        Eine Gesamtschule kann eine Grundstufe (Jahrgangsstufen 1 bis 4) sowie eine gymnasiale Oberstufe umfassen. Schließt eine Gesamtschule mit der Sekundarstufe I ab, können die Schüler/innen weiterführende Schulen besuchen. Alle Abschlüsse, die in diesen einzelnen Bildungsgängen vergeben werden, können von den Schüler/innen einer Gesamtschule erworben werden. Es handelt sich dabei um den Hauptschulabschluss in der einfachen und der qualifizierenden Form sowie um den Realschulabschluss in der einfachen und qualifizierenden Form. Wenn eine Oberstufe angeschlossen ist, kann auch mit dem Abitur abgeschlossen werden.
        Mögliche Umsetzungsformen der Gesamtschule sind die Integrierte (schulformübergreifende) Gesamtschule und die Kooperative (schulformbezogene) Gesamtschule.

        IGS: Integrierte (schulformübergreifende) Gesamtschule
        In einer IGS sind die Bildungsgänge Haupt- und Realschule sowie die sechsjährige Mittelstufe des gymnasialen Bildungsgangs nach dem Prinzip längeren gemeinsamen Lernens integriert. Eine Einteilung der Schüler/innen in Haupt-, Realschul- und Gymnasialzweig erfolgt nicht. Es können jedoch ab der Jahrgangsstufe 9 abschlussbezogene Klassen eingerichtet werden.
        In der IGS besuchen die Schüler/innen feste gemeinsame Lerngruppen, in denen sie vor dem Hintergrund ihrer unterschiedlichen Kompetenzen gemeinsam lernen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt werden sie in einigen Fächern in differenzierten Kursen auf zwei oder drei unterschiedlichen Anspruchsniveaus unterrichtet. Die IGS kann mit dem Hauptschulabschluss in der einfachen und der qualifizierenden Form sowie dem Realschulabschluss in der einfachen und qualifizierenden Form, wenn eine Oberstufe angeschlossen ist, auch mit dem Abitur abgeschlossen werden.

        KGS: Kooperative (schulformbezogene) Gesamtschule
        In einer KGS werden die Bildungsgänge Haupt- und Realschule sowie die Mittelstufe (Sekundarstufe I) des gymnasialen Bildungsgangs als voneinander getrennte Schulzweige geführt; letzterer kann fünf- (G8) oder sechsjährig (G9) organisiert sein. Die einzelnen Schulzweige sind aber pädagogisch und organisatorisch miteinander verbunden, um einen erweiterten Rahmen für eine gemeinsame pädagogische Konzeption zu schaffen. Die Schule gewährleistet Durchlässigkeit. Die KGS kann mit dem Hauptschulabschluss in der einfachen und der qualifizierenden Form sowie dem Realschulabschluss in der einfachen und qualifizierenden Form, wenn eine Oberstufe angeschlossen ist, auch mit dem Abitur abgeschlossen werden.

        Gymnasium
        Das gymnasiale Angebot richtet sich an intellektuell begabte, leistungsfähige und -willige Schüler/innen und bereitet diese auf den Besuch einer Universität oder auf die Berufs- und Arbeitswelt vor. Es ist auf die Vermittlung einer breiten und vertieften Allgemeinbildung zugeschnitten und ermöglicht, entsprechend besonderer Fähigkeiten und Neigungen, Schwerpunkte zu bilden.
        Der gymnasiale Bildungsgang führt die Schüler/innen zur Allgemeinen Hochschulreife (Abitur). Er umfasst in der Sekundarstufe I die Jahrgangsstufen 5 bis 9 bzw. 5 bis 10, an die sich eine dreijährige Oberstufe (Sekundarstufe II) anschließt. Somit können die Schüler/innen an den Gymnasien das Abitur nach acht Jahren (G8) bzw. das Abitur nach neun Jahren (G9) erreichen. Der gymnasiale Bildungsgang kann auch an integrierten und kooperativen Gesamtschulen absolviert werden.
        Zahlreiche Gymnasien und Gymnasialzweige kooperativer Gesamtschulen haben Profile zur Förderung und individuellen Schwerpunktbildung entwickelt, z. B.: Angebote im Rahmen der Hochbegabtenförderung, Unterstützung leistungsschwächerer Schüler/innen, Förderung im Bereich Fremdsprachen, Sprachzertifikate, musikalische oder mathematisch-naturwissenschaftliche Schwerpunkte.

        Förderschule (im Primar- und Sekundarbereich)
        Schüler/innen mit umfassenden und langanhaltenden Beeinträchtigungen oder Behinderungen, die einen Anspruch auf sonderpädagogische Förderung haben, können auf Wunsch der Eltern die Förderschule besuchen. In Hessen stehen spezielle Förderschulen für alle acht Schwerpunkte sonderpädagogischer Förderung zur Verfügung.
        Das Ziel der Förderschulen besteht grundsätzlich darin, Schüler/innen nach Möglichkeit so weit in ihrer Entwicklung zu fördern, dass sie an die allgemeine Schule wechseln bzw. rückgeführt werden oder einen Abschluss an der Förderschule absolvieren können.
        Im Förderschwerpunkt „Lernen“ kann der Berufsorientierte Abschluss erreicht werden. Der Unterricht im Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ führt zum Abschluss des Bildungsgangs „Geistige Entwicklung“. Schüler/innen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen aller anderen Förderschwerpunkte können an Förderschulen mit entsprechenden Angeboten die Schulabschlüsse der allgemeinen Schule erwerben.
    • 1.5 Schulzeit bis zum Abitur

      • Schulzeit bis zum Abitur

        Gymnasium und Kooperative (schulformbezogene) Gesamtschule: 4+5+3 Jahre (G8) oder 4+6+3 Jahre (G9)
        Integrierte (schulformübergreifende) Gesamtschule: 4+6+3 Jahre (G9)
        Neben diesen klassischen Wegen zum Abitur gibt es viele andere Möglichkeiten. So berechtigt beispielsweise auch der qualifizierende Hauptschulabschluss mit dem anschließenden erfolgreichen Abschluss der zweijährigen Berufsfachschule zum Besuch einer gymnasialen Oberstufe.
      • Erläuterungen

        Die Gymnasien und die kooperativen (schulformbezogenen) Gesamtschulen können wählen, ob sie die Mittelstufe des gymnasialen Bildungsgangs fünfjährig (G8) oder sechsjährig (G9) organisieren oder ob sie beide zeitlichen Organisationsformen anbieten (G8/G9-Parallelangebot).
    • 1.6 Zentralabitur

      • Zentralabitur

      • Erläuterungen

        Das hessische Landesabitur setzt sich aus zentralen, vom Hessischen Kultusministerium zur Bearbeitung vorgesehenen Prüfungsaufgaben zusammen sowie dezentralen, von den einzelnen Lehrkräften vor Ort erarbeiteten Prüfungsteilen.

        Zentral geprüft werden alle Leistungskurse und die Fächer des dritten schriftlichen Abiturprüfungsfaches. Dezentral geprüft werden das vierte (mündliche) Prüfungsfach und die fünfte Prüfungsleistung, in der eine Wahlmöglichkeit zwischen einer mündlichen Prüfung, einer Präsentationsprüfung und einer besonderen Lernleistung besteht. Eine besondere Lernleistung wird im Rahmen oder Umfang eines Kurses in der Qualifikationsphase von mindestens zwei Halbjahren erbracht. Dies kann z. B. sein: ein umfassender Beitrag aus einem vom Land geförderten Wettbewerb, eine Jahresarbeit, die Ergebnisse eines umfassenden, auch fächerübergreifenden Projekts oder Praktikums in Bereichen, die schulischen Referenzfächern zugeordnet werden können.

        Für folgende Fächer werden landesweit einheitliche schriftliche Prüfungsaufgaben erstellt, die sich in drei Aufgabenfelder gliedern:
        • Aufgabenfeld I: Deutsch, Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Kunst, Latein, Musik, Russisch, Spanisch
        • Aufgabenfeld II: Erdkunde, Ethik und Philosophie, evangelische und katholische Religionslehre, Geschichte sowie Politik und Wirtschaft (jeweils auch bilingual in Verbindung mit den Unterrichtssprachen Englisch und Französisch), Wirtschaftswissenschaften
        • Aufgabenfeld III: Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik, Physik

        Ebenso werden für das Fach Sport landesweit einheitliche schriftliche Prüfungsaufgaben erstellt.
  • 2. Begabtenförderung im Elementarbereich

    • 2.1 Zuständigkeit und Ansprechpartner/innen

      • Zuständigkeit für Kindertagesstätten/Kindertagesbetreuung

        Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
        Sonnenberger Straße 2/2A
        65193 Wiesbaden
        Abteilung II Familie
        Referat II 1 Kinder
        Frühkindliche Bildung

        Ansprechpartnerin:
        Barbara Tiemann
        0611/3219-3496
        barbara.tiemann@hsm.hessen.de
      • Zuständigkeit für Begabtenförderung

        Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
        Sonnenberger Straße 2/2A
        65193 Wiesbaden
        Abteilung II Familie
        Referat II 1 Kinder
        Frühkindliche Bildung

        Ansprechpartnerinnen:
        Kathleen Piehl
        0611/32193529
        kathleen.piehl@hsm.hessen.de

        Margit Lindner-Pohlmann
        0611/32193730
        margit.lindner-pohlmann@hsm.hessen.de
    • 2.2 Rahmenbedingungen für die Begabtenförderung

      • Regelungen im Kita-Gesetz

        Es gibt in Hessen keine gesetzlichen Regelungen für Kinder mit Hochbegabung. Im Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch (HKJGB), Zweiter Teil — Tageseinrichtungen für Kinder, Kindertagespflege —, sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen geregelt.
        Siehe LINK
      • Regelungen im Bildungs- und Erziehungsplan

        Der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren (BEP) verfolgt einen inklusiven Ansatz in der gemeinsamen Bildung, Erziehung und Betreuung aller Kinder, auch der mit Hochbegabung. Hessen hat mit dem BEP die bildungstheoretische Voraussetzung dafür geschaffen, dass alle Kinder der Altersstufe 0 bis 10 Jahre gleichermaßen nach ihren individuellen Voraussetzungen bestmöglich gefördert werden können. Diversität wird als pädagogisches Grundprinzip dem pädagogischen Handeln zugrunde gelegt. Vielfalt wird als Chance gesehen. Unabhängig von den jeweiligen Entwicklungsvoraussetzungen und Bedürfnissen hat jedes Kind den gleichen Anspruch darauf, in seiner Entwicklung und seinem Lernen angemessen unterstützt und gefördert zu werden: Es soll darin gestärkt werden, sich zu einer eigenverantwortlichen Person zu entwickeln. Die Unterschiedlichkeit betrifft nahezu alle Merkmale der kindlichen Entwicklung, von sozialen und kulturellen Erfahrungen, intellektuellen und sprachlichen Voraussetzungen, der Lern- und Leistungsmotivation bis hin zur emotionalen Entwicklung. Daher werden in hessischen Kindertagesstätten und der Kindertagespflege alle Kinder, einschließlich der Kinder mit besonderen Bedürfnissen (z. B. Kinder mit Migrationshintergrund, Kinder mit Behinderung und Kinder mit besonderen Begabungen), gemeinsam erzogen, gebildet und betreut. Bildung, Erziehung und Betreuung soll dem vorgenannten inklusiven und ganzheitlichen Ansatz folgen. Im konstruktiven Umgang mit Heterogenität, der auf ein differenziertes und individuelles Eingehen auf die Kinder abzielt, werden erhebliche Chancen gesehen.
        Alle Kinder erhalten eine ihrer individuellen Situation angemessene Unterstützung und Förderung. Das gemeinsame Spielen und Lernen von Kindern mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen wird als Möglichkeit erfahren, miteinander in Kontakt zu treten. Das Kind erkennt diese Unterschiede als Bereicherung und Chance, vom anderen zu lernen. Es lernt, andere Kinder in ihrer Individualität zu sehen und zu akzeptieren. Es erwirbt die Fähigkeit, Hilfe anzubieten sowie anzunehmen.
        Eine anregungsreiche, individualisierte und flexible Gestaltung der pädagogischen Arbeit in vorschulischen Einrichtungen und in der Grundschule begegnet der Gefahr einer dauerhaften Unterforderung. Hochbegabte Vorschulkinder bedürfen, wie alle anderen Kinder auch, einer auf ihre Fähigkeiten, Neigungen und Interessen abgestimmten integrativen Förderung. Das Miteinander mit Kindern unterschiedlichster Begabungsprägungen bietet vielfältige Möglichkeiten, die soziale Kompetenz zu stärken, und beugt so einer Isolation vor.
        Der Bildungs- und Erziehungsplan wird seit 2007 mit einem umfassenden Qualifizierungs- und Fortbildungsprogramm für pädagogische Fach- und Lehrkräfte der Kindertagesstätten, Grundschulen sowie weiteren Bildungsorten wie Familienbildung und Tagespflege implementiert.
        Weitere Informationen zum Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren finden Sie auf der Webpräsenz des BEP Hessens. LINK
      • Schwerpunktsetzungen

        Siehe Reiter 2.2.2
    • 2.3 Angebote/Programme/Stipendien

      • Angebote/Programme/Stipendien in Landesverantwortung

      • Erläuterungen

        Keine Angaben
      • Weitere Angebote/Programme/Stipendien (vom Land unterstützt)

      • Erläuterungen

        Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration fördert eine Fortbildung zum Thema: „Begabungspädagogische Fachkraft — Stiftung Kleine Füchse“ der Raule- Stiftung.
        Im Rahmen der Fortbildung zur „Begabungspädagogischen Fachkraft — Stiftung Kleine Füchse“ soll Fachkräften aus Kindertagesstätten und Grundschulpädagogen das Grundwissen zur Umsetzung der begabungsgerechten Förderung in Kindertagesstätten bzw. Grundschulen nähergebracht werden. Die Fortbildung bietet über einen Zeitraum von durchschnittlich sechs Monaten praxisorientierten Unterricht, um die Kompetenz, Begabung und Hochbegabung von Kindern frühzeitig zu erkennen und die Kinder integrativ zu fördern. Die Besonderheit der Fortbildung liegt in der Verknüpfung von wissenschaftlicher Aktualität der Inhalte und einem intensiven Praxisbezug. Sie richtet sich an folgender pädagogischer Grundhaltung aus:
        - individueller Förderansatz — Bedürfnisse sehen und Potenziale fördern,
        - gemeinsam Lernen — begabungsgerechte Förderung,
        - aktive Einbeziehung der Kinder in den Lernprozess,
        - partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern,
        - Übergänge gestalten — von der Krippe in den Kindergarten in die Schule.
    • 2.4 Netzwerke/Kooperationen/Kompetenzzentren

      • Netzwerke in Landesverantwortung

      • Erläuterungen

        Keine Angaben
      • Weitere Netzwerke (vom Land unterstützt)

      • Erläuterungen

        Keine Angaben
    • 2.5 Ergänzungen

      • Ergänzungen zur Begabtenförderung im Elementarbereich

        Der Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) sieht eine ganzheitliche Förderung aller Kinder vor.
  • 3. Begabtenförderung in der Schule

    • 3.1 Zuständigkeit und Ansprechpartner/innen

      • Zuständigkeit Begabtenförderung übergeordnet

        Hessisches Kultusministerium
        Luisenplatz 10
        65185 Wiesbaden
        0611/368-0
        LINK

        Ansprechpartnerin:
        Anja Schöpe
        Anja.Schoepe@kultus.hessen.de
      • Zuständigkeit Begabtenförderung Grundschule

        Hessisches Kultusministerium
        Luisenplatz 10
        65185 Wiesbaden
        0611/368-0
        LINK

        In Hessen ist die Zuständigkeit über eine zentrale Ansprechpartnerin (Frau Anja Schöpe) geregelt (siehe 3.1.1).
      • Zuständigkeit Begabtenförderung Sekundarstufe

        Hessisches Kultusministerium
        Luisenplatz 10
        65185 Wiesbaden
        0611/368-0
        LINK

        In Hessen ist die Zuständigkeit über eine zentrale Ansprechpartnerin (Frau Anja Schöpe) geregelt (siehe 3.1.1).
    • 3.2 Rahmenbedingungen für die Begabtenförderung

      • Regelungen im Schulgesetz

        Laut Hessischem Schulgesetz (HSchG vom 30.06.2017 in der jeweils gelten Fassung) ist die Schule „so zu gestalten, dass die gemeinsame Erziehung und das gemeinsame Lernen aller Schülerinnen und Schüler in einem möglichst hohen Maße verwirklicht wird und jede Schülerin und jeder Schüler unter Berücksichtigung der individuellen Ausgangslage in der körperlichen, sozialen und emotionalen sowie kognitiven Entwicklung angemessen gefördert wird. […] Hochbegabte Schülerinnen und Schüler sollen durch Beratung und ergänzende Bildungsangebote in ihrer Entwicklung gefördert werden“ (HSchG §3, Abs. 6—7). Aus diesen Vorgaben wird der „Anspruch auf individuelle Förderung durch die Schule“ (Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses vom 19.08.2011 in der jeweils geltenden Fassung, §5) abgeleitet. Bei der Ausgestaltung der Schulcurricula sollen u. a. „Individualisierung und Differenzierung, Diagnose und Förderung“ als „zentrale Aspekte pädagogischen Handelns“ Berücksichtigung finden (HSchG §4, Abs. 4). Diese pädagogischen Prinzipien prägen die Arbeit in allen Schulformen und Schulstufen (vgl. HSchG §20; §22, Abs. 3—5; §23; §23a; §23c, Abs. 3; §24; §25; §26, Abs. 1; §27, Abs. 1).
      • Rahmenkonzept/Gesamtdarstellung

      • Erläuterungen

        Im Erlass vom 11.08.2017 („Einrichtung und Ausschreibung des Projekts zur ‚Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler‘“) werden die Ziele der Bund-Länder-Förderinitiative „Leistung macht Schule“ (LemaS) definiert, die Arbeitsschwerpunkte festgelegt und die Projektstruktur beschrieben (u. a. Projektdauer, Aufgabenprofil der Projektkoordinatorinnen und Projektkoordinatoren, Begleitungs- und Unterstützungssysteme, Evaluation und Dokumentation).

        Der Erlass vom 01.09.2016 („Gütesiegel für Schulen, die hochbegabte Schülerinnen und Schüler besonders fördern“) formuliert Kriterien, unter denen Schulen in das Gütesiegel-Programm Hochbegabung aufgenommen werden können.
        Weitere Informationen zum Gütesiegel Hochbegabung siehe LINK
      • Schwerpunktsetzungen

      • Erläuterungen

        Ein Fokus der Begabtenförderung liegt auf der „Gemeinsame[n] Initiative von Bund und Ländern zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler“ (10.11.2016), kurz „Leistung macht Schule“ (LemaS), an der sich Hessen mit 21 Schulen beteiligt. Die Arbeitsschwerpunkte liegen dabei auf der „Entwicklung eines schulischen Leitbilds mit Ausrichtung auf eine leistungsfördernde Schulentwicklung und Aufbau einer kooperativen Netzwerkstruktur“ und „Fordern und Fördern im Regelunterricht“ (= verpflichtende Kernmodule 1 und 2). Daneben wird in den Bereichen „Diagnose und Beratung“ und „Fordern und Fördern außerhalb des Regelunterrichts“ (= fakultative Module 3 und 4) eine Fortentwicklung angestrebt. Die erste Phase der auf zehn Jahre angelegten Initiative (Schuljahr 2017/18—2021/22) ist dazu gedacht, an den teilnehmenden Schulen unter wissenschaftlicher Begleitung Strategien, Konzepte und Maßnahmen zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schüler/innen zu entwickeln bzw. weiterzuentwickeln und zu erproben. Die zweite Hälfte (Schuljahr 2022/23—2026/27) zielt darauf ab, die Ergebnisse der ersten Phase sinnvoll in die Praxis weiterer Schulen zu transferieren und in Bezug auf ihre Wirksamkeit zu prüfen.
        Indem in Hessen jeweils fünf Schulen eines Schulamtsbezirks als regionale Projektschulgruppe zusammenarbeiten, wird dem Gedanken der Vernetzung Rechnung getragen; dadurch, dass neben der Internatsschule Schloss Hansenberg neun Grundschulen und elf weiterführende Schulen als Projektschulen ausgewählt worden sind, wird in besonderem Maße das Projektziel unterstützt, Programme für die Förderung leistungsstarker Schüler/innen aufzulegen, die sich über die gesamte Lernbiografie von der Jahrgangsstufe 1 bis 10 erstrecken.

        Der Internatsschule Schloss Hansenberg kommt dabei eine besondere Rolle zu. Als einziges in der Trägerschaft des Landes Hessen befindliches Oberstufengymnasium, das leistungsstarke, leistungsmotivierte und sozial kompetente Schüler/innen aufnimmt, verfügt die Schule bereits über weitreichende Erfahrung und Expertise im Bereich Begabtenförderung, besonders in der Sekundarstufe II. Sie wird deshalb in Zukunft zusätzlich die Aufgabe eines Hessischen Innovations- und Beratungszentrums für Begabungsförderung übernehmen, das als Kern eines Netzwerks zusammen mit den 20 weiteren Schulen im Rahmen der Bund-Länder-Förderinitiative „Leistung macht Schule“ (LemaS) andere Schulen in ihrer Entwicklung unterstützt, Eltern sowie Schüler/innen landesweit berät und innovative Konzepte zur Begabtenförderung zur Verfügung stellt.

        Zur Begabtenförderung in Hessen gehört außerdem die Kooperation der Länder Bayern, Hessen und Sachsen („Perspektiven für die Begabtenförderung“), die zur Umsetzung der Kultusministerkonferenz-Förderstrategie für leistungsstarke Schüler/innen bereits vor der LemaS-Initiative vereinbart wurde („Gemeinsame Absichtserklärung“ vom 04.12.2015). Ziel ist es, den Austausch zwischen Schulen mit speziellen Bildungsangeboten für Begabte sowie zwischen Netzwerken und Beratungsstellen zur Begabtenförderung zu organisieren, um von den Erfahrungen der jeweils anderen Länder zu partizipieren und mittelfristig gemeinsame Projekte zur Qualitätsentwicklung zu installieren. Aus jedem der drei Bundesländer sind acht Gymnasien beteiligt, in Hessen neben der Internatsschule Schloss Hansenberg sieben Gymnasien mit dem „Gütesiegel Hochbegabung“. Je drei Schulen aus den verschiedenen Bundesländern arbeiten in Tridems zusammen und führen in eigenverantwortlicher Organisation gemeinsame Hospitationen durch, um im Bereich der Förderung leistungsstarker Schüler/innen neue Impulse zu bekommen. Gemeinsame Fortbildungsangebote und Fachtagungen dienen dazu, einen gezielten Erfahrungsaustausch zu ermöglichen und dadurch die Qualität der Förderung weiter voranzubringen.

        Daneben gibt es das Gütesiegelprogramm Hochbegabung, in das Schulen auf Antrag aufgenommen werden können, die ihr Augenmerk verstärkt auf das Thema Hochbegabung richten und ein tragfähiges gesamtschulisches Konzept zur Diagnose und Förderung von Hochbegabten (Individualisierung im Unterricht, Förderplanarbeit), zur Beratung von Eltern (in Zusammenarbeit mit der begabungsdiagnostischen Beratungsstelle BRAIN und den zuständigen Schulpsychologinnen und -psychologen der Staatlichen Schulämter) zur Fortbildung von Lehrkräften vorweisen können. Aktuell (Stand Schuljahr 2018/19) tragen rund 180 allgemeinbildende und berufliche Schulen das „Gütesiegel Hochbegabung“. Sie entwickeln nicht nur eigene Förderprojekte, sondern bilden auch regionale Netzwerke aus, die durch die in den Staatlichen Schulämtern für das Thema Hochbegabung zuständigen Schulpsychologinnen und -psychologen unterstützt werden.
    • 3.3 Angebote/Programme/Stipendien

      • Angebote/Programme/Stipendien in Landesverantwortung

      • Erläuterungen

        Keine Angaben
      • Weitere Angebote/Programme/Stipendien (vom Land unterstützt)

      • Erläuterungen

        Zur Förderung von leistungsstarken Schüler/innen bestehen folgende Kooperationen und Vereinbarungen:
        - Begabungsdiagnostische Beratungsstelle BRAIN, Universität Marburg (Diagnostik und Beratung),
        - Bildung und Begabung (Wettbewerbe),
        - Bundeszentrale für politische Bildung (Wettbewerb),
        - Dt. Musikrat (Wettbewerb),
        - Dt. Schulsportstiftung (Wettbewerbe),
        - Gemeinnützige Hertie-Stiftung (Wettbewerb),
        - IPN Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (Wettbewerbe),
        - Jeunesses Musicales Deutschland e. V. (Wettbewerb),
        - Junge Mathe Adler Frankfurt LINK ,
        - Klaus Tschira-Stiftung (Wettbewerb),
        - Körber Stiftung (Wettbewerb),
        - Mercatorstiftung (Wettbewerb),
        - MNU Deutscher Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts e. V. (Wettbewerb),
        - Roland Berger Stiftung,
        - START-Stiftung,
        - Stiftung Jugend forscht (Wettbewerbe),
        - Stiftung Lesen (Projekte),
        - Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main,
        - Vodafonstiftung (Wettbewerb),
        - Zentrum für Chemie, Bensheim (Schülerseminare, Lehrerfortbildung),
        - Zentrum für Mathematik, Wetzlar (Schulprojekt, Wettbewerb).
    • 3.4 Akzeleration durch vorzeitige Einschulung / flexible Schuleingangsphase (bzw. ähnlich benannte Konzepte)

      • Regelung zur vorzeitigen Einschulung

      • Erläuterungen

        Kinder, die nach dem 30. Juni das sechste Lebensjahr vollenden, können auf Antrag der Eltern in die Schule aufgenommen werden. Die Entscheidung trifft die Schulleiterin oder der Schulleiter unter Berücksichtigung des schulärztlichen Gutachtens. Bei Kindern, die nach dem 31. Dezember das sechste Lebensjahr vollenden, kann die Aufnahme vom Ergebnis einer zusätzlichen schulpsychologischen Überprüfung der geistigen und seelischen Entwicklung abhängig gemacht werden (vgl. §58, Abs. 1, Hessisches Schulgesetzt vom 30.06.2017 in der jeweils geltenden Fassung).
      • Flexible Schuleingangsphase

      • Erläuterungen

        Aufgrund der unterschiedlichen Lernausgangslagen der Kinder haben sich viele Grundschulen für die Form des Flexiblen Schulanfangs entschieden. Hierbei sind die Jahrgangsstufen 1 und 2 zu einer pädagogischen Einheit zusammengefasst. Alle schulpflichtigen Kinder eines Jahrgangs werden ohne Feststellung der Schulfähigkeit in die Schule aufgenommen und in altersgemischten Gruppen unterrichtet. Ein Team aus Lehrkräften sowie Sozialpädagoginnen und -pädagogen unterrichtet und begleitet die Kinder lerngruppenspezifisch und individuell. Die Schüler/innen haben die Möglichkeit, entsprechend ihrem individuellen Lern- und Leistungsvermögen die zusammengefassten Jahrgangsstufen 1 und 2 auch in einem, in zwei oder in drei Schuljahren zu durchlaufen. Ein im Flexiblen Schulanfang absolviertes drittes Jahr wird nicht auf die Schullaufbahn angerechnet.
        Derzeit bieten in Hessen ca. 110 Schulen den Flexiblen Schulanfang an.
      • Weitere Regelungen

        Grundschulen die den Flexiblen Schulanfang umsetzen, können in der erforderlichen Konzeption die Möglichkeit vorsehen, Kinder auch jeweils zum 1. Februar aufzunehmen.
      • Informationsquellen

        Eine vom Hessischen Kultusministerium veröffentlichte Broschüre „Flexibler Schulanfang in Hessen“ bietet Ideen und Impulse zur Umsetzung. Grundschulen können bei Interesse die Neustrukturierung des Schulanfangs bei ihrem zuständigen Staatlichen Schulamt genehmigen lassen. Hierzu erarbeiten sie im Vorfeld ein pädagogisches Konzept. Mit der vorliegenden Broschüre erhalten sie praktische Hilfestellungen und Hinweise zur Bewerkstelligung dieses Prozesses.
        An fünf Schulen mit Flexiblem Schulanfang wurde der Schulentwicklungsprozess wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Die Ergebnisse dieses Forschungsprojektes — neben Recherchen an weiteren Schulen, die das Konzept bereits erfolgreich eingeführt haben — bilden die Grundlage dieser Publikation.
        Die Broschüre steht auf der Internetseite des Hessischen Kultusministeriums als Download-Angebot zur Verfügung. LINK
    • 3.5 Akzeleration durch Überspringen

      • Verfahrensweisen/pädagogisches Konzept

        Schüler/innen, deren Leistungen über einen längeren Zeitabschnitt erheblich über die Leistungen der Mitschüler/innen ihrer Jahrgangsstufe hinausragen und die aufgrund ihrer psychischen, sozialen und körperlichen Verfassung, ihres Leistungswillens und ihrer Begabung den Anforderungen der nächsthöheren Jahrgangsstufe gewachsen erscheinen, können eine Jahrgangsstufe überspringen, wenn zu erwarten ist, dass sie dadurch in ihrer Lernentwicklung besser gefördert werden können.

        Das Überspringen ist in der Regel zu Beginn eines Schulhalbjahres möglich. Die Entscheidung trifft die Klassenkonferenz auf Antrag oder mit Zustimmung der Eltern, bei volljährigen Schüler/innen auf deren Antrag oder mit deren Zustimmung, nach eingehender Beratung.

        Die Entscheidung über den Antrag auf Überspringen einer Klasse kann von einem probeweisen Besuch der nächsthöheren Klasse bis zu drei Monaten abhängig gemacht werden, wobei die Schülerin oder der Schüler rechtlich Schüler/in in seiner alten Klasse bleibt.

        Wenn zu erwarten ist, dass die Schülerin oder der Schüler aufgrund nachgewiesener Hochbegabung und zugehöriger Fähigkeiten in der nächsthöheren Jahrgangsstufe besser gefördert werden kann, kann ausnahmsweise auf die über einen längeren Zeitraum erheblich über die Leistungen der Mitschüler/innen hinausragenden Leistungen verzichtet werden. Bei der Entscheidung ist das Ergebnis einer Überprüfung durch die Schulpsychologin oder den -psychologen zu berücksichtigen.

        Eine noch detailliertere Beschreibung findet sich in der Broschüre des Hessischen Kultusministeriums LINK
      • Klassenstufen, die nicht übersprungen werden dürfen

      • Erläuterungen

        Ein Überspringen von Jahrgangsstufen, in denen der Abschluss des Bildungsgangs erworben wird, ist nicht zulässig. Ein Überspringen der Jahrgangsstufe 4 der Grundschule ist ausgeschlossen, wenn die Eltern bei der Wahl des weiterführenden Bildungsgangs eine Entscheidung treffen, der die Klassenkonferenz unter dem Gesichtspunkt der besseren Förderung widersprechen müsste.
      • Begrenzung bzgl. Anzahl an Klassenstufen, die auf einmal übersprungen werden dürfen

      • Erläuterungen

        Auch wenn es diesbezüglich keine formalen Begrenzungen gibt, so gilt an dieser Stelle doch der Hinweis, dass besonders sorgfältig geprüft werden sollte, ob die Voraussetzungen für ein weiteres Überspringen gegeben sind.
      • Begrenzung hinsichtlich schulformübergreifenden Springens

      • Erläuterungen

        Ein Überspringen der Jahrgangsstufe 4 der Grundschule ist ausgeschlossen, wenn die Eltern bei der Wahl des weiterführenden Bildungsgangs eine Entscheidung treffen, der die Klassenkonferenz unter dem Gesichtspunkt der besseren Förderung widersprechen müsste.
      • Begrenzung hinsichtlich Häufigkeit

      • Erläuterungen

        Keine Angaben
      • Angebote zum Gruppenspringen

      • Erläuterungen

        Keine Angaben
      • Teilnahme am Unterricht höherer Klassen

      • Erläuterungen

        Hierzu gibt es keine formale Regelung. Die Möglichkeit besteht, liegt aber im Ermessen der jeweiligen Schule.
      • Statistiken zum Überspringen

      • Erläuterungen

        Keine Angaben
    • 3.6 Akzeleration durch Frühstudium/Juniorstudium

      • Vorhaltung von Angeboten

      • Standorte

        Technische Universität Darmstadt
        Goethe-Universität Frankfurt
        Hochschule Fulda
        Justus-Liebig-Universität Gießen
        Universität Kassel
        Philipps-Universität Marburg
        Hochschule RheinMain (Studienorte in Wiesbaden und Rüsselsheim)
      • Ansprechpartner/innen / Koordinator/innen

        Ansprechpartner/innen sind die Mitarbeiter/innen der Zentralen Studienberatung, die teilweise explizit mit Schulkooperationen befasst sind und die Angebote koordinieren. Als solche stehen zur Verfügung:

        Technische Universität Darmstadt:
        Dr. Claudia Breuer
        Zentrale Studienberatung und -orientierung ZSB
        Karolinenplatz 5
        64289 Darmstadt
        06151/16‐27012
        breuer@zsb.tu-darmstadt.de

        Goethe-Universität Frankfurt:
        Ulrike Helbig (Dipl. Bio) (Programmkoordinatorin)
        Studien-Service-Center, Zentrale Studienberatung „Schülerstudium“
        Max-von-Laue-Str. 9
        60629 Frankfurt am Main
        schuelerstudium@uni-frankfurt.de

        Hochschule Fulda:
        Iidia Emilia Mikkonen
        Zentrale Studienberatung, Schulkooperationen
        Leipziger Straße 123
        36037 Fulda
        emilia.mikkonen@verw.hs-fulda.de

        Justus-Liebig-Universität Gießen:
        Zentrale Studienberatung (allgemein)
        Goethestraße 58
        35390 Gießen
        zsb@uni-giessen.de

        Universität Kassel:
        Thomas Haubrich
        Abt. Studium und Lehre — Allgemeine Studienberatung
        Moritzstraße 18
        34127 Kassel
        0561/804-3598
        haubrich@uni-kassel.de

        Philipps-Universität Marburg:
        Ulrikka Richter
        Dezernat Studium und Lehre — Zentrale Allgemeine Studienberatung
        Biegenstr. 10
        35037 Marburg
        06421/28-25035
        ulrikka.richter@verwaltung.uni-marburg.de

        Beatrice Kiefaber
        Dezernat Studium und Lehre — Zentrale Allgemeine Studienberatung
        Biegenstraße 10
        35037 Marburg
        06421/28-25086
        beatrice.kiefaber@verwaltung.uni-marburg.de

        Hochschule RheinMain:
        Sandra Peruzzi, M.A.
        Koordination Schulkooperationen
        Unter den Eichen 5
        65197 Wiesbaden
        0611/9495-1120
        sandra.peruzzi@hs-rm.de


        Weitere Anlaufstelle ist die Fachberatung des Faches, in dem die „Beteiligung am Studium für besonders begabte Schülerinnen und Schüler“ angestrebt wird. Die jeweiligen Fachbereiche übernehmen die inhaltliche und organisatorische Abwicklung in Abstimmung mit der Schule.
      • Zusätzliche Finanzierung aus Landesmitteln

      • Erläuterungen

        Keine Angaben
      • Kooperationen zwischen Schulen und Hochschulen

        Die Schulen werden durch die Universitäten über die Möglichkeit und das Angebot des Frühstudiums informiert, sei es durch Broschüren, auf Websites oder im Rahmen von Vorträgen, Veranstaltungen, studien- oder berufsorientierenden Maßnahmen, die auf Wunsch an Schulen stattfinden und teilweise institutionalisiert sind (z. B. jährlicher Kooperationstag). Schulleitungen und Lehrende werden teilweise zu infrage kommenden Veranstaltungen eingeladen. Schüler/innen werden entweder telefonisch oder im persönlichen Gespräch ausführlich beraten.
        Es besteht ein (umfangreiches) Netzwerk an Schulkooperationen (Campusschulen, Kooperationsschulen etc.), welche z. T. auf festen vertraglichen Vereinbarungen beruhen, die zwischen den Schulen und den Hochschulen, Universitäten oder auch nur einzelnen Fachbereichen abgeschlossen werden und die sich auch auf das Frühstudium beziehen können. Teilweise existiert eine enge Vernetzung zwischen Universität, Hochbegabtenzentrum und Schulpsychologischen Dienst des Staatlichen Schulamts, die dem regelmäßigen Austausch und der Weiterleitung von Interessent/inn/en dient.
      • Bewerbungsverfahren/Zugangskriterien

        Schüler/innen können sich vor der Bewerbung über die Zentrale Studienberatung, die Fachbeauftragten eines Faches und/oder die Lehrenden eines Faches informieren. Die Teilnahme am Juniorstudium ist an bestimmte Grundvoraussetzungen geknüpft, die die besuchte Schulart (mit Schulabschluss Abitur/Fachhochschulreife), ggf. das Alter der potenziellen Frühstudierenden (z. B. ab der 9. oder 10. Jahrgangsstufe, bestimmtes Mindestalter bei Studiengängen mit Labortätigkeit; bei Minderjährigen ist aus versicherungstechnischen Gründen die Einverständniserklärung der Eltern erforderlich) oder den Wissens- und Kenntnisstand betreffen (z. B. Voraussetzung des Schulstoffes der E-Phase der Oberstufe für ein Studium bestimmter Fächer). Um sich am Frühstudien-Programm beteiligen zu können, benötigen die Schüler/innen eine schriftliche Empfehlung durch die Schule (Fachlehrkräfte und/oder Schulleitung), die ihnen eine besondere Begabung für ein bestimmtes Fach und eine grundsätzliche Eignung attestiert, eine Grundlage für diese Einschätzung liefert und eine schulische Ansprechperson für die Universität benennt. Diese Empfehlung ist unverzichtbarer Bestandteil einer Bewerbung der Schülerin bzw. des Schülers, die frist- und formgerecht bei der Hochschule/Universität eingehen und je nach Hochschule/Universität bestimmte Unterlagen umfassen muss: einen ausgefüllten und unterschriebenen Bewerbungsbogen, ein über die Motivation Aufschluss gebendes Bewerbungsschreiben, eine Kopie (mindestens) des letzten Zeugnisses, ein Passfoto, evtl. den Nachweis über eine ausgeprägte wissenschaftliche Befähigung, z. B. durch die erfolgreiche Teilnahme an einem überregionalen Schülerwettbewerb (wie „Jugend forscht“ oder Facholympiaden) oder durch die Vorlage eines aktuellen Testergebnisses über Hochbegabung, wobei die Diagnostik durch den Schulpsychologischen Dienst eines Staatlichen Schulamts oder eine andere staatliche Institution (wie die zentrale hessische begabungsdiagnostische Beratungsstelle BRAIN in Marburg) durchgeführt werden muss. Im Regelfall findet dann ein Beratungsgespräch in der Zentralen Studienberatung statt, anschließend eine Beratung im Fachbereich, in der es um die Auswahl geeigneter Lehrveranstaltungen und evtl. die Festlegung von Tutoren geht. An wenigen Universitäten wird das Gespräch im Fachbereich auch zur Eignungsfeststellung genutzt, die in den meisten Fällen jedoch allein der Schule überlassen wird. Die Schüler/innen erhalten in der Folge den Sonderstatus für Frühstudierende. Sollten sich die Lehrveranstaltungen der Universität mit den Unterrichtszeiten der Frühstudierenden überschneiden, ist formal ein Dispens der Schule für die dadurch zustande kommenden Fehlzeiten notwendig. Die Fortsetzung der Studienbeteiligung nach einem Semester kann vom Ergebnis eines Abschlussgesprächs der Schüler/innen mit den verantwortlichen Betreuern für das Frühstudium abhängig gemacht werden.
      • Begleitung/Betreuung

        Die spezifischen Ansprechpersonen in der Zentralen Studienberatung begleiten die Frühstudierenden in allen administrativen Angelegenheiten und bei organisatorischen Fragen (z. B. ausführliches allgemeines Gespräch im Vorfeld, Beantragung beim Studienbüro, Fragen während des Frühstudiums, Anmeldung zu den Prüfungen, Anrechnungsbescheinigung). In den Fachbereichen sind in den meisten Fällen spezielle Beauftragte für das Juniorstudium für die Betreuung zuständig und/oder Hochschullehrende, an deren Veranstaltungen die Schüler/innen teilnehmen, übernehmen die Aufgabe von Mentor/inn/en. In seltenen Fällen werden den Juniorstudierenden auch fortgeschrittene und erfahrene Studierende als Ansprechpartner/innen „auf Augenhöhe“ zur Seite gestellt, die ihre Tutanden bei alltäglichen Fragen (z. B. zur Studienorganisation, zum Lernen) unterstützen. Je nach Kooperationsvereinbarung mit der Schule können neben den Lehrenden der Hochschule auch Lehrkräfte der Schule in die Umsetzung der Betreuung an der Hochschule eingebunden sein.
      • Anrechnung von Leistungen auf späteres Studium

      • Erläuterungen

        „Die Studienzeiten und dabei erbrachte Prüfungsleistungen werden auf Antrag anerkannt“ (HHG §54, Abs. 5), sofern alle Bedingungen erfüllt sind. Auf Antrag kann für die erbrachten Leistungen eine Anrechnungsbescheinigung ausgestellt werden, die bei Aufnahme eines späteren Studiums in einschlägigen Studiengängen an der jeweiligen Hochschule oder Universität Gültigkeit besitzt. Bestandene Prüfungen entheben aber nicht der Notwendigkeit, die formalen Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen zu Beginn eines tatsächlichen Studiums nachzuweisen.
      • Abiturprüfung in einzelnen Fächern vorab

      • Erläuterungen

        Keine Angaben
    • 3.7 Angebote/Programme zur Optimierung von Übergängen

      • Übergang Elementarbereich — Grundschule

      • Erläuterungen

        Keine Angaben
      • Übergang Grundschule — weiterführende Schule

      • Erläuterungen

        Im Rahmen der bundesweiten Initiative zur „Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler“ („Leistung macht Schule“, kurz LemaS), an der in Hessen 21 Schulen teilnehmen, entwickeln Grund- und weiterführende Schulen in enger Zusammenarbeit u. a. Konzepte, die den Übergang zwischen den Schulstufen besonders in den Blick nehmen.
      • Übergang Schule — Beruf/Hochschule

      • Erläuterungen

        Keine Angaben
      • Übergang zwischen verschiedenen Schulformen

      • Erläuterungen

        Keine Angaben
    • 3.8 Netzwerke

      • Netzwerke in Landesverantwortung

      • Erläuterungen

        Die an der Bund-Länder-Förderinitiative „Leistung macht Schule“ (LemaS) beteiligten Schulen sind in Hessen regional nach Schulamtsbezirken in vier Projektschulgruppen à fünf Schulen organisiert und arbeiten schulformübergreifend zusammen. Die Internatsschule Schloss Hansenberg wird zu einem Hessischen Innovations- und Beratungszentrum für Begabungsförderung ausgebaut, das als Kern eines Netzwerkes mit den weiteren Schulen im Rahmen von LemaS andere Schulen in ihrer Entwicklung unterstützen, Eltern sowie Schüler/innen landesweit beraten und innovative Konzepte zur Begabungsförderung zur Verfügung stellen soll.

        Unter dem Titel „Perspektiven für die Begabtenförderung“ besteht eine Kooperation zwischen den Ländern Bayern, Hessen und Sachsen. An dieser sind je acht Gymnasien aus den drei Bundesländern beteiligt (in Hessen neben der Internatsschule Schloss Hansenberg sieben weitere Gütesiegel-Schulen), die im Bereich der Förderung leistungsstarker Schüler/innen jeweils in Tridems gemeinsam arbeiten.

        Die rund 180 allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, die das hessische „Gütesiegel Hochbegabung“ tragen, bilden z. T. ebenfalls regionale Netzwerke aus. Diese werden durch die für das Thema Hochbegabung zuständigen Schulpsychologinnen und -psychologen unterstützt.

        Darüber hinaus gibt es „Profilschulen“ (z. B. Kulturschulen, Schulen zur Talentförderung im Sport), die sich auf der Ebene der domänenspezifischen Förderung vernetzen.
      • Weitere Netzwerke (vom Land unterstützt)

      • Erläuterungen

        Hier ein Auszug aus der Liste der externen Partner, die gefördert werden:
        - Begabungsdiagnostische Beratungsstelle BRAIN
        Fachbereich Psychologie der Philipps-Universität Marburg
        Gutenbergstr. 18
        35032 Marburg
        06421/28-23889
        brain@uni-marburg.de
        LINK ,
        - Hessische Schülerakademie Mittelstufe/Oberstufe, Burg Fürsteneck
        Am Schloßgarten 3
        36132 Eiterfeld
        066/72-92 02 0,
        - Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind, Frankfurt
        LINK ,
        - Hochbegabtenzentrum der Volkshochschule Frankfurt
        Idsteiner Str. 91
        60326 Frankfurt am Main
        069/20457251.

        Für leistungsstarke Schüler/innen besteht ein umfangreiches Angebot an Wettbewerben, insbesondere in folgenden Bereichen:
        - Geschichte, Politik, Wirtschaft, Europa,
        - Mathematik und Informatik,
        - Musik und Theater,
        - Natur-/Ingenieurwissenschaften, Umwelt,
        - Sport,
        - Sprache (z. B. Fremdsprache, produktives Schreiben, gestaltendes Lesen).
        Eine Übersicht findet sich auf der Homepage des Hessischen Kultusministeriums (HKM). LINK
    • 3.9 Ergänzungen

      • Ergänzungen zur Begabtenförderung in der Schule

        Keine Angaben
    • 3.10 Schulische Begabtenförderung durch innere und äußere Differenzierung

  • 4. Akademien/Wettbewerbe/Kurse

    • 4.1 Deutsche SchülerAkademien (DSA)

      • Informationsangebote

        Die Schulen werden in Hessen über das Angebot der Deutschen SchülerAkademien (DSA) mittels jährlicher Veröffentlichungen im Amtsblatt des Kultusministeriums informiert. Siehe LINK
    • 4.2 DeutscheJuniorAkademien (DJA)

      • Vorhaltung von Angeboten

      • Informationsangebote

        Keine Angaben
      • Beschreibung der DJA

        Keine Angaben
      • Teilnehmerzahlen

        Keine Angaben
    • 4.3 Sonstige Akademie- oder Ferienkursangebote (in Verantwortung oder mit (Ko-) Finanzierung des Landes)

      • Sonstige Akademie- oder Ferienkursangebote (in Verantwortung oder mit (Ko-) Finanzierung des Landes)

      • Erläuterungen

        In Hessen findet eine Vielzahl von Akademien bzw. Ferienkursangeboten zur Hochbegabtenförderung statt, die von unterschiedlichen (öffentlichen und privaten) Trägern veranstaltet und vom Kultusministerium auf Antrag auch unterstützt und finanziell bezuschusst werden.
    • 4.4 Wettbewerbe

      • Informationsangebote zu bundesweiten Schülerwettbewerben (Bildung & Begabung)

        Die Schulen werden über Veröffentlichungen im Amtsblatt des Kultusministeriums über die durch Bildung & Begabung koordinierten Wettbewerbe informiert.
      • Unterstützungsangebote zu bundesweiten Schülerwettbewerben (Bildung & Begabung)

      • Erläuterungen

        Folgende Unterstützung wird angeboten:
        - Stundenentlastung für zur Koordination eingesetzte Lehrkräfte,
        - Sachmittel.
      • Sonstige Wettbewerbe: bundesweit oder international

      • Erläuterungen

        In Hessen wird alljährlich eine Vielzahl von unterschiedlichen Schülerwettbewerben durchgeführt. Viele werden vom Kultusministerium begleitet und unterstützt.
        Die überwiegende Mehrzahl der Wettbewerbe ist gerade für begabte Schüler/innen von besonderem Interesse, weil diese dort spezifische Schwerpunktinteressen und -vorlieben verfolgen, unter Gleichgesinnten gemeinsam erproben und gezielt ausbauen können.
    • 4.5 Sonstige außerschulische Angebote aus öffentlichen Mitteln

      • Sonstige außerschulische Angebote aus öffentlichen Mitteln

      • Erläuterungen

        Keine Angaben
    • 4.6 Ergänzungen

      • Ergänzungen zu Akademien/Wettbewerben/Kursen

        Keine Angaben
  • 5. Aus-, Fort- und Weiterbildung

    • 5.1 Ausbildung

      • Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern

        Keine Angaben
      • Ausbildung von Lehrkräften (Studium/Referendariat)

        1. Phase der Lehrerausbildung
        Das Thema „Begabtenförderung“ wird meist als Teilaspekt in Veranstaltungen zum Thema „Heterogenität“ behandelt und ist Gegenstand in Veranstaltungen der Erziehungswissenschaft als auch in denen der Fachdidaktik der Studienfächer.
        Im Einzelnen stellt sich die Situation an den Universitäten wie folgt dar:

        Technische Universität Darmstadt (TU)
        In der ersten Phase der Lehramtsausbildung an der TU Darmstadt ist das Thema „Heterogenität, Umgang mit Vielfalt und Diversität“ curricular in den Grundwissenschaften sowie in den Praxisphasen verankert. Insbesondere in der Vorlesung „Professionalisierung“ sowie in der „Praxisphase I: Schulpraktische Studien“ werden verschiedene Dimensionen von Heterogenität aufgegriffen und im Verlauf des Studiums vertieft. Im neuen MINT-orientierten Studiengang (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) im Lehramt an Gymnasien wird zudem aktuell entlang der gestuften Praxisphasen das Thema „Heterogenität“ als Querschnittschema implementiert, sodass ausgehend vom ersten Schulpraktikum, in dem die theoretischen Grundlagen zum Themenbereich „Heterogenität“ gelegt werden, im weiteren Verlauf des Studiums Dimensionen von Heterogenität wie z. B. Binnendifferenzierung, Begabtenförderung, Inklusion etc. weiter vertieft werden. In der dritten Praxisphase wird der Themenkomplex zudem aus einer fachdidaktischen Perspektive betrachtet. Vor dem skizzierten Hintergrund ist die Begabtenförderung eine Dimension von Heterogenität und wird in den verschiedenen o. g. Bereichen miteinbezogen.

        Goethe-Universität Frankfurt
        Das Thema Begabtenförderung ist über das Vorlesungsmodul „BW-A Einführung Bildungswissenschaften“ in allen Lehramtsstudiengängen an der Goethe-Universität in einem Pflichtmodul verankert. Weiterhin werden im Rahmen des Moduls „BW-B Unterricht“ Wahlpflichtseminare mit inhaltlichem Bezug zur Begabtenförderung angeboten.

        Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt
        An der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst erfolgt eine künstlerische Ausbildung der Lehramtsstudierenden auf einem äußerst hohen Niveau (auf dem Instrument, im Gesang, im schulpraktisch instrumentalen Bereich, in der Leitung von Chören oder Instumentalensembles). Auf diesem Hintergrund sind die Studierenden in der Lage, alle Schüler/innen, auch musikalisch hochbegabte Schüler/innen, gezielt musikalisch zu fördern.

        Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU)
        An der JLU ist die Begabtenförderung in den Lehramtsstudiengängen unterschiedlich je nach gewähltem Studiengang und gewählter Fächerkombination verankert. Die Unterrichtsfächer umfassen jeweils drei Module in den Fachdidaktiken, innerhalb derer der Umgang mit Heterogenität im Klassenzimmer umfassend bearbeitet wird (zu den Modulen: LINK ). Hierunter fällt auch das Themenfeld der Begabtenförderung, das je nach Fach in unterschiedlichem Umfang und unterschiedlicher Weise bearbeitet wird. Aufgegriffen wird das Thema auch in den Modulen der Schulpraktischen Studien. In einzelnen Fächern sind die Studierenden auch unmittelbar an der Begabtenförderung beteiligt, bspw. durch die Arbeit mit Hochbegabten in der Hermann-Hoffmann-Akademie (Biologie) oder Projekte und ein Schnupperstudium in der Anglistik.

        Philipps-Universität Marburg
        Das Thema der Förderung von Begabungen wird in fachdidaktischen Veranstaltungen unter den Themenfeldern „(Binnen-)Differenzierung“ und „Diagnose und Förderung“ behandelt.
        Allgemein wird die Thematik im erziehungs- und gesellschaftswissenschaftlichen Studienteil sowie in den Fachdidaktiken unter dem übergeordneten Themenfeld der Heterogenität im Klassenzimmer bearbeitet.
        Im Bereich der fachlichen Ausbildungsanteile erwerben die Studierenden fachliche Kompetenzen, die über die in der Schule behandelten Inhalte hinausreichen und für die Studierenden eine Ressource darstellen, auf die sie zurückgreifen können, um begabte Schüler/innen mit herausfordernden Problemen zu konfrontieren.
        In Fächern mit Schülerlaboren, bspw. Schülerlabor des Botanischen Gartens, sind Studierende in besondere Förderangebote eingebunden und unterstützen im Rahmen ihres Studiums wo möglich Wettbewerbe, wie bspw. „Jugend forscht“.

        2. Phase der Lehrerausbildung
        Das Thema „Begabtenförderung“ ist nicht explizit in der zweiten Phase der Ausbildung von Lehrkräften verankert. Eine Novellierung des Hessischen Lehrerbildungsgesetzes steht aber an.
    • 5.2 Fort- und Weiterbildung

      • Angebote für Erzieher/innen und Sozialpädagog/innen

        Fortbildung zur Begabungspädagogischen Fachkraft — Stiftung Kleine Füchse

        Kleine Füchse
        Raule-Stiftung
        Gustav-Freytag-Str. 29
        65189 Wiesbaden

        Ansprechpartnerin:
        Dr. Isabel Vöhringer-Trabitz

        Die Fortbildung dauert ein Jahr, jeweils von Februar — Februar. In dieser Zeit werden drei Gruppen jeweils innerhalb von fünf, sechs oder sieben Monaten fortgebildet.

        Im Rahmen der Fortbildung soll Fachkräften das Grundwissen zur Umsetzung der begabungsgerechten Förderung nähergebracht werden. Die Fortbildung bietet praxisorientierten Unterricht, um die Kompetenz, Begabung und Hochbegabung von Kindern frühzeitig zu erkennen und die Kinder integrativ zu fördern. Die Besonderheit liegt in der Verknüpfung von wissenschaftlicher Aktualität der Inhalte und einem intensiven Praxisbezug.
        Die Teilnehmenden erhalten ein Zertifikat: „Begabungspädagogische Fachkraft — Stiftung Kleine Füchse“.
        Pro Fortbildung werden maximal 25 Teilnehmende fortgebildet, also insgesamt max. 75 Personen.
        Die Finanzierung erfolgt überwiegend vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, es gibt einen Eigenanteil der Raule-Stiftung.
      • Angebote für Lehrkräfte

        Keine Angaben
      • Angebote für Beratungslehrkräfte

        Keine Angaben
      • Angebote für Schulpsychologinnen und -psychologen

        Keine Angaben
      • Angebote für weitere Bezugsgruppen

        Keine Angaben
    • 5.3 Ergänzungen

      • Ergänzungen zu Aus-, Fort- und Weiterbildung

        Keine Angaben
  • 6. Beratung

    • 6.1 Schulpsychologischer Dienst

      • Angebote des schulpsychologischen Dienstes / schulpsychologischer Beratungsstellen

      • Erläuterungen

        In jedem der 15 Schulämter gibt es eine Schulpsychologin bzw. einen Schulpsychologen, die bzw. der speziell für das Thema „Hochbegabung“ zuständig ist. Daneben gibt es die Begabungsdiagnostische Beratungsstelle BRAIN in Marburg, die Eltern, Lehrkräften, Schulleitungen, Erzieher/innen sowie Psycholog/innen in sämtlichen Fragen der intellektuellen Hochbegabung Beratung anbietet.
      • Qualifikation schulpsychologischer Fachkräfte

        Keine Angaben
      • Ausstattung mit Schulpsychologinnen/-psychologen

        Anzahl der Schulpsychologinnen/Schulpsychologen (in Vollzeitstellen): 102 (davon 11 Stellen bis 2019)
        Anzahl der Schüler/innen pro Schulpsychologin/Schulpsychologe (alle Schulformen): 7.978
        Anzahl der Lehrer/innen pro Schulpsychologin/Schulpsychologe (alle Schulformen): 632
      • Einbindung Schulpsychologinnen/-psychologen

      • Erläuterungen

        Die Schulpsychologinnen und -psychologen mit der Generalia „Hochbegabung“ unterstützen die Schulen, die begabte Schüler/innen in besonderem Maße fördern, in ihrer eigenen Entwicklung und bei der regionalen Vernetzung.
    • 6.2 Beratungsstellen

      • Zentrale Beratungsstellen (öffentliche Finanzierung)

      • Erläuterungen

        Keine Angaben
      • Sonstige Beratungsstellen (öffentliche Finanzierung)

      • Erläuterungen

        Die Begabungsdiagnostische Beratungsstelle BRAIN ist dem Fachbereich Psychologie der Universität Marburg angeschlossen. Sie wird maßgeblich vom Hessischen Kultusministerium finanziert. BRAIN ist Anlaufstelle für Eltern, Lehrkräfte, Sonderpädagoginnen und -pädagogen, Erzieher/innen, Schulleitungen, Ärztinnen und Ärzte, Psycholog/innen (auch im schulpsychologischen Dienst), die allgemeine und spezielle Fragen im Zusammenhang mit „intellektueller Hochbegabung" haben. Ein telefonisches Erstgespräch dient dazu, den Anrufenden einzelfallbezogene Informationen und Unterstützung zu geben. Ggf. findet eine persönliche Folgeberatung mit individueller fachpsychologischer Begabungsdiagnostik der angemeldeten Kinder und Jugendlichen statt. Für die Tätigkeiten stehen BRAIN neben dem Leiter der Einrichtung ein Team von Diplompsychologinnen und -psychologen sowie studentische Hilfskräfte zur Verfügung. Jahresberichte über die Tätigkeit von BRAIN sind auf der Internetseite der Beratungsstelle veröffentlicht. LINK

        Begabungsdiagnostische Beratungsstelle BRAIN
        Fachbereich Psychologie der Philipps-Universität Marburg
        Gutenbergstr. 18
        35032 Marburg
        06421/28-23889
        brain@uni-marburg.de
        LINK
      • Familien- und Erziehungsberatungsstellen

      • Erläuterungen

        Keine Angaben
      • Vernetzung von Beratungsstellen

      • Erläuterungen

        Keine Angaben
      • Keine Angaben
      • Ergänzungen zu Beratung

        Keine Angaben
  • 7. Angebote für bestimmte Zielgruppen

    • 7.1 Hochbegabte Underachiever

      • Hochbegabte Underachiever

      • Erläuterungen

        Im Fall von Underachievement sind ebenfalls die Begabungsdiagnostische Beratungsstelle BRAIN sowie die Schulpsychologischen Dienste der Staatlichen Schulämter Ansprechpartner. Darüber hinaus bieten die sonderpädagogischen Beratungs- und Förderzentren (BFZ) ihre Unterstützung an. Zu den Aufgaben der BFZ gehört es, daran mitzuwirken, eventuell auftretende Verhaltensprobleme zu beheben, individuelle Förder- bzw. Lernpläne zu erstellen und umzusetzen sowie externe Hilfe an der Schule zu koordinieren. Die Arbeit der BFZ versteht sich präventiv. Ziel ist es, durch zeitlich begrenzte Unterstützung zu erreichen, dass Underachiever am angestammten Lernplatz der allgemeinen Schule verbleiben und erfolgreich den zugehörigen Schulabschluss erwerben können.
        Diese Unterstützungsangebote sind kostenfrei.

        Begabungsdiagnostische Beratungsstelle BRAIN: LINK
    • 7.2 Weitere spezifische Zielgruppen

      • Weitere spezifische Zielgruppen

      • Erläuterungen

        Keine Angaben
    • 7.3 Ergänzungen

      • Ergänzungen zu Angeboten für bestimmte Zielgruppen

        Keine Angaben
  • 8. Wissenschaftliche Projekte im Bereich Begabtenförderung

    • 8.1 Wissenschaftliche Stellen

      • Wissenschaftliche Stellen

      • Erläuterungen

        Goethe-Universität Frankfurt
        Beratungsstelle „Mainkind" für Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten, ADHS und Hochbegabung
        Arbeitsgruppe „Entwicklung und Förderung"
        Varrentrappstraße 40-42 (4. OG)
        60486 Frankfurt
        069/798-22440
        mainkind@paed.psych.uni-frankfurt.de
        LINK

        Ansprechpartner:
        Prof. Dr. Gerhard Büttner
        Pädagogische Psychologie
        Theodor-W.-Adorno-Platz 6
        60629 Frankfurt am Main
        069/798-35347
        buettner@paed.psych.uni-frankfurt.de


        Justus-Liebig-Universität Gießen
        Prof. Dr. Wolfgang Hallet
        Jan Simon Schäfer
        Institut für Anglistik, Didaktik des Englischen
        Otto-Behaghel-Str. 10B
        35394 Giessen
        0641/99-30308
        Wolfgang.Hallet@anglistik.uni-giessen.de


        Universität Kassel
        Prof. Dr. Frank Lipowsky
        Empirische Schul- und Unterrichtsforschung
        Fachbereich Humanwissenschaften
        Nora-Platiel-Straße 1
        34127 Kassel
        0561/804-3613
        Lipowsky@uni-kassel.de


        Philipps-Universität Marburg
        Begabungsdiagnostische Beratungsstelle BRAIN
        Fachbereich Psychologie der Philipps-Universität Marburg
        Gutenbergstr. 18
        35032 Marburg
        06421/28-23889
        brain@uni-marburg.de
        LINK
    • 8.2 Vom Land finanzierte wissenschaftliche Projekte

      • Vom Land finanzierte wissenschaftliche Projekte

      • Erläuterungen

        Im Rahmen der Bund-Länder-Förderinitiative „Leistung macht Schule“ (LemaS) werden 21 hessische Schulen (Primar- und Sekundarstufe) in verschiedenen Teilprojekten in der Entwicklung von Konzepten, Strategien und Maßnahmen zur Förderung Leistungsstarker im Regelunterricht wissenschaftlich begleitet.
        Weitere Informationen auf der Webpräsenz von LemaS. LINK
    • 8.3 Forschungsarbeiten

      • Forschungsarbeiten

      • Erläuterungen

        Keine Angaben
    • 8.4 Kooperationen zwischen Wissenschaft und Praxis

      • Kooperationen zwischen Wissenschaft und Praxis

      • Erläuterungen

        Keine Angaben
    • 8.5 Ergänzungen zu wissenschaftlichen Projekten

      • Ergänzungen zu wissenschaftlichen Projekten im Bereich Begabtenförderung

        Keine Angaben
  • 9. Informationsangebote und Veranstaltungen

    • 9.1 Informationen im Internet

      • Informationen im Internet

        - Bund-Länder-Förderinitiative „Leistung macht Schule“ (LemaS) LINK ,
        - „Perspektiven für die Begabtenförderung“ LINK ,
        - „Gütesiegelprogramm Begabtenförderung“ LINK ,
        - Internatsschule Schoss Hansenberg LINK ,
        - Wettbewerbe LINK .
    • 9.2 Publikationen

      • Publikationen

        Hessisches Kultusministerium (Hrsg.): Die begabungsdiagnostische Beratungsstelle BRAIN.
        Hessisches Kultusministerium (Hrsg.): „Hilfe, mein Kind ist hochbegabt!“ Förderung von besonderen Begabungen in Hessen. Heft 1: Grundlagen.
        Hessisches Kultusministerium (Hrsg.): Hochbegabung und Schule.
        Hessisches Kultusministerium (Hrsg.): Individuelle Förderung — Individualisiertes Lernen. Orientierungsgrundlagen zum Umgang mit Heterogenität in Unterrichts- und Schulentwicklung.
        Hessisches Kultusministerium (Hrsg.): Kluge Köpfe entdecken — beflügeln — fördern. Handreichung zum Überspringen — Planung, Begleitung und Evaluation der Probezeit.
    • 9.3 Veranstaltungen/Tagungen

      • Veranstaltungen oder Tagungen zum Thema Hochbegabtenförderung (in öffentlicher Trägerschaft oder Unterstützung)

      • Erläuterungen

        Keine Angaben
    • 9.4 Ergänzungen

      • Keine Angaben
  • 10. Adressen und Kontaktinformationen

    • 10.1 Regionale Stiftungen

      • Regionale Stiftungen

      • Erläuterungen

        Keine Angaben
    • 10.2 Sonstige Adressen/Ansprechpartner

      • Sonstige Adressen/Ansprechpartner

        Hessisches Kultusministerium
        Luisenplatz 10
        65185 Wiesbaden
        0611/368-0
        LINK

        Ansprechpartnerin:
        Anja Schöpe
        Anja.Schoepe@kultus.hessen.de
    • 10.3 Ergänzungen

      • Ergänzungen zu Adressen und Kontaktinformationen

        Keine Angaben