Hochbegabte fördern

Hochbegabte fördern

Was ist beim Überspringen einer Klasse zu beachten?

Das Überspringen einer Klassenstufe ist eine wissenschaftlich gut untersuchte Maßnahme und kann generell empfohlen werden, wenn die nötigen Voraussetzungen beim Kind und in seinem Umfeld erfüllt sind. Jedoch stellt das Springen einen relativ starken Eingriff in die Schullaufbahn dar und birgt damit im Einzelfall auch Risiken. Ein Überspringen muss deswegen sorgfältig vorbereitet und pädagogisch begleitet werden. Bei der Prüfung der Voraussetzungen sollten neben Begabung und Leistung auch die soziale Situation und die sozialen Fähigkeiten des Kindes berücksichtigt werden, zum Beispiel: hat es Freundinnen oder Freunde in der Klasse, knüpft es leicht Kontakte? Die Situation in der potenziell aufnehmenden Klasse muss ebenfalls beachtet werden. Der gesamte Prozess sollte gemeinsam mit der abgebenden und der aufnehmenden Klassenlehrkraft, den Eltern und dem Kind geplant werden; das Überspringen sollte keinesfalls »durchgesetzt« werden, solange nicht alle Beteiligten überzeugt sind. Zu Beginn bietet es sich an, eine Schnupperphase zu vereinbaren, während derer das Kind probeweise am Unterricht der höheren Klasse teilnimmt. Dabei ist es wichtig, den Mitschülerinnen und Mitschülern beider Klassen zu erklären, was passiert, warum das Kind die Klasse wechselt und dass es sich um einen ganz normalen Vorgang handelt. Die Schnupperphase kann man insbesondere den jüngeren Kindern gegenüber auch als »Praktikum« kommunizieren, sodass eine Rückkehr in die alte Klasse bei Bedarf problemlos möglich ist. Nach dem Springen muss die besondere Begleitung noch eine Weile fortgeführt werden, um die Eingewöhnung und Einbindung des Kindes, aber auch das Aufholen von fehlendem Lernstoff im Blick zu behalten.

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