Flynn-Effekt

Der Flynn-Effekt bezeichnet das Phänomen, dass IQ-Werte in der Allgemeinbevölkerung über Generationen hinweg ansteigen: Alle zehn Jahre steigt der IQ um drei bis sieben IQ-Punkte.

Der Effekt ist nach seinem Entdecker James R. Flynn benannt. Intelligenztests fallen Kindern und Jugendlichen demnach heute leichter als noch vor 10 oder 20 Jahren. Um zu vermeiden, dass mit der Zeit immer mehr Personen als hochbegabt diagnostiziert werden, müssen die Vergleichsnormen von Intelligenztests regelmäßig aktualisiert werden. In den letzten Jahrzehnten zeigten sich in einigen Ländern Hinweise auf eine Abflachung bzw. Umkehrung des Flynn-Effekts. Die Informationslage ist jedoch mehrdeutig.

Siehe auch: Intelligenztest, Leistung

Autor*innen: ANNE-KATHRIN STILLER