-
Schutzfaktor
-
Schutzfaktoren sind Merkmale einer Person, ihrer Familie oder ihres sozialen Umfelds, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sie sich auch unter ungünstigen Bedingungen positiv entwickelt. Der Einfluss von Risikofaktoren – also von Merkmalen, die eine vorteilhafte Entwicklung gefährden – kann durch Schutzfaktoren kompensiert oder abgemildert werden. Im Rahmen des Zusammenspiels vieler Einflüsse haben sich unter anderem soziale Bindungen und Unterstützung als zentrale Schutzfaktoren herausgestellt.
Hochbegabte Kinder und Jugendliche verfügen aufgrund ihrer hohen Intelligenz über günstige Voraussetzungen, um mit widrigen Umständen zurechtzukommen. Eine hohe Intelligenz wirkt als kognitive Schutzressource für psychische Gesundheit und eine vorteilhafte Entwicklung, indem sie zum Beispiel zur Entwicklung geeigneter Bewältigungsstrategien befähigt. Die Wirkung sozialer und anderer Faktoren wird hierbei nicht ersetzt, sondern ergänzt.