Online-Glossar

Allgemein

Sozialraumorientierung

Das Fachkonzept der Sozialraumorientierung sieht vor, dass verschiedene Netzwerkpartner:innen (z. B. Kitas, Schulen, Beratungsstellen, ärztliche und therapeutische Praxen oder Bildungsstätten) die Lebenswelten von Menschen in einem Sozialraum (Dorf, Stadtteil oder -viertel) mit ihnen gemeinsam gestalten. Ziel ist es, Bedingungen zu schaffen, die es den Bewohner:innen ermöglichen, selbstbestimmt und aus eigener Kraft in schwierigen Lebenslagen zu agieren. Eine zentrale Rolle spielen dabei bedarfsorientierte Angebote und Unterstützungsarrangements, die durch gemeinsame Aktivitäten und Kooperationen von den Netzwerkpartner:innen erreicht werden können.

Von diesen Angeboten und Unterstützungsarrangements können auch begabte bzw. hochbegabte Kinder und Jugendliche profitieren. Denn eine Vernetzung im Sozialraum kann dazu beitragen, dass ihre individuelle Förderung besser gelingt und Beratungsangebote niedrigschwellig erreicht werden können. Damit bieten sich den Kindern und Jugendlichen vielfältige Lern-, Unterstützungs- und Erfahrungsgelegenheiten, die ihre Ressourcen aktivieren.