Underachiever

Underachievement (wörtl.: Minderleistung) in Bezug gesetzt zu einer Hochbegabung entspricht einer Minderleistung bei gleichzeitig sehr großem, weit überdurchschnittlichem kognitivem Potenzial. So wird von einem Underachiever gesprochen, wenn ein*e Schüler*in es nicht schafft, sein bzw. ihr durch einen IQ-Wert „belegtes“ Potenzial in schulische Leistung umzusetzen.

Die Ursachen für Underachievement sind vielfältig. Sie können in mangelnden Lernstrategien, in langen Zeiträumen von Unterforderung, oder besonderen Herausforderungen in der Persönlichkeitsentwicklung gesehen werden.

Zum Ausdruck kommt das Phänomen neben einem rapiden Verlust der Motivation und einem enormen Leistungsabfall, durch ausgeprägtes Vermeidungsverhalten, gegenseitige Schuldzuschreibungen bei gleichzeitig hohen Erwartungen zwischen Schüler*in, Eltern und Lehrkräften. Bereits im Kita-Alter können Risikofaktoren für ein späteres Underachievement bestehen, z.B. durch eine dauerhafte Unterforderung.

Siehe auch: Leistung, Motivation, Intelligenztest

Autor*innen: ANDREA FIEBELER