Hochbegabte fördern

Hochbegabte fördern

Welche Möglichkeiten der Förderung gibt es? Handlungsoptionen im familiären, (vor)schulischen und außerschulischen Kontext.

Was ist Begabungs- und Begabtenförderung in der Kita?

Begabungs- und Begabtenförderung in der Kita setzen zunächst die Prinzipien der individuellen Förderung voraus. Individuelle Förderung ist ein Überbegriff für sämtliche Handlungen pädagogischer Fachkräfte mit dem Ziel, jedes einzelne Kind in seiner Entwicklung und in seinem Lernen zu unterstützen und dabei individuelle Merkmale des Kindes und seiner Lebenssituation zu berücksichtigen. Dazu gehört, das jeweilige Potenzial des Kindes zu entdecken, seine Lernbedürfnisse anhand frühpädagogisch-diagnostischer Verfahren zu ergründen und die Lernumgebung sowie die Lernprozesse gemeinsam mit dem Kind zu gestalten, sodass es möglichst optimal entsprechend seines Bildungs- und Entwicklungsstandes lernen und sich entwickeln kann. Individuelle Förderung schafft damit die Voraussetzungen dafür, dass Kinder Begabungen entwickeln können.
Unter dem Blickwinkel der Begabungsförderung wird individuelle Förderung von Fachkräften selbstverständlich auch auf das Erkennen und Fördern von Kindern mit hohen Begabungen angewendet. Begabungsförderung ist demnach keine isolierte pädagogische Methode oder spezifische Didaktik, sondern vielmehr eine pädagogische Herangehensweise, um auf die vielfältigen Voraussetzungen, die Kinder mitbringen, pädagogisch angemessen zu reagieren.
Dazu gehört auch, Kinder in der Entfaltung hoher Begabungen zu unterstützen – und damit Begabte zu fördern. Begabtenförderung erfordert in diesem Sinne das Bewusstsein für spezifische Lernbedürfnisse von einzelnen Kindern mit hohen Begabungen und deren aktive Berücksichtigung in der Gestaltung der Lernumwelt sowie der Lern- und Entwicklungsbegleitung. Immer steht dabei eine positive und gesunde Entwicklung der gesamten Persönlichkeit des Kindes im Mittelpunkt: Kinder erlangen ein Bewusstsein für ihre eigenen Begabungen und Fähigkeiten und entwickeln so ein positives Selbstbild.

Braucht es spezielle Angebote für Kinder mit hohen Begabungen?

Wird die individuelle Lernfreude und Lernbegeisterung von Kindern nicht gebremst, ist das wichtigste Kriterium für die Förderung von Kindern mit hoher Begabung bereits erfüllt. Wenden pädagogische Fachkräfte die Prinzipien individueller Förderung konsequent für alle Kinder an, lernen Kinder, ihre Lernbedürfnisse zu artikulieren und werden unterstützt, ihr Lernen zunehmend selbst zu reflektieren und zu steuern. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für eine vertiefte Beschäftigung mit Themen und Interessen, die Kinder mit hohen Begabungen kennzeichnen.
Da besonders begabte Kinder nicht selten Lernerfahrungen auf einem (gegenüber den Gleichaltrigen) fortgeschrittenen Lernstandsniveau suchen, ist vor allem Offenheit der Fachkräfte erforderlich, sich auf neue Wege und auf die Ideen der Kinder einzulassen. Zudem gibt es Methoden, die der hohen Motivation zur Vertiefung von Kindern mit hoher Begabung entgegenkommen, z. B. die Projektarbeit, das Arbeiten an lebensnahen Themen sowie an authentischen Fragestellungen oder Orten, z. B. in Museen, mit Künstlerinnen und Künstlern. Diese müssen aber nicht ausschließlich für Kinder mit hoher Begabung angeboten werden. Somit können prinzipiell alle Kinder der Kita von besonderen Interessen Einzelner profitieren.

Warum eignet sich Projektarbeit für die Förderung hoher Begabungen besonders?

Projektarbeit ist besonders für das gemeinsame Lernen von Kindern mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Potenzialen geeignet. Kindern mit hohen Begabungen kommt die Projektarbeit entgegen, weil sie auf ihre Bedürfnisse nach selbstbestimmtem Lernen und hohem Engagement sowie ihrer hohen Motivation zur Vertiefung reagiert. Zudem fördert die Projektarbeit in besonderer Weise das kooperative Lernen, da Kinder gemeinsam Verantwortung für den Prozess übernehmen und ihren Lernweg miteinander (und mit den beteiligten Erwachsenen) aushandeln müssen.
Um mit Projektarbeit auch auf Lernbedürfnisse von Kindern mit hoher Begabung eingehen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: Projektarbeit setzt an Themen an, die Kinder besonders interessieren. Sie werden daher schon an der Auswahl des Themas sowie an der Ausgestaltung des Projektes beteiligt. Der Ausgang des Projektes ist offen und birgt grundsätzlich auch die Gefahr des Scheiterns, was Kinder durchaus als motivierend erleben. Die Ideen für Projekte entstehen sehr oft in Alltagssituationen, wodurch Lernfreude und -aktivität besonders angeregt werden. Projekte sollten somit anschlussfähig an die Interessen und das Vorwissen der Kinder sein. So haben einzelne Kinder die Möglichkeit, sich als Expertinnen und Experten einzubringen und jedes Kind findet sich mit seinen Interessen und Stärken in der Projektgruppe wieder. Weiterhin sollte Kindern die weitgehende Selbstbestimmung über Inhalte, Arbeitsformen und verwendete Materialien überlassen werden. Die Verantwortung der Fachkräfte liegt vor allem darin, durch die Gestaltung der dialogischen Interaktion die Denk- und Erkenntnisprozesse der Kinder bewusst zu erweitern, die „richtigen“ Fragen zu stellen und das stattfindende Lernen mit den Kindern zu reflektieren und damit in das Bewusstsein der Kinder zu holen.

Braucht es eine besondere räumlich-materielle Ausstattung für die Begabungs- und Begabtenförderung?

Begabungsförderung in Kindertageseinrichtungen muss sich an den Prinzipien individueller Förderung orientieren. Daher sollten die Ausstattungsbedingungen durchweg den Anforderungen Rechnung tragen, die sich daraus ergeben: Das Raumkonzept sollte Möglichkeiten bieten, jedes Kind vielfältig zum Lernen anzuregen und dabei zu unterstützen, seinen individuellen Interessen nachzugehen und es auch in seinem selbstbestimmten Lernen zu fördern. Von einer solchen Raumgestaltung profitieren Kinder mit hohen Begabungen aufgrund ihres starken Drangs nach selbstgesteuertem Lernen in besonderem Maße. Fachkräfte wiederum brauchen Raum, um mit Kindern in Kleingruppen, aber auch individuell mit einem einzelnen Kind, arbeiten zu können. In vielen Kindertageseinrichtungen haben sich Räume bewährt, die nach einem bestimmten Schwerpunkt ausgerichtet sind, z. B. Lernwerkstätten oder thematisch orientierte Räume.
Die pauschale Anschaffung gesonderter Materialien oder die Einführung spezifischer Kursangebote für „besonders schlaue Kinder“ ist nicht erforderlich, es sei denn sie reagieren unmittelbar auf tatsächlich vorliegende Interessen oder spezifische Fähigkeiten eines oder mehrerer Kinder. Vielmehr ist es sinnvoll, die aktuellen Themen der Kinder aufzugreifen und sie an Entscheidungen zu beteiligen, welche Materialien, Spiele etc. angeschafft werden.

Was sollten pädagogische Fachkräfte mitbringen, um Kinder mit hohen Begabungen zu fördern?

Zwei wesentliche Voraussetzungen sollten pädagogische Fachkräfte mitbringen, um den Anforderungen im Umgang mit besonders begabten Kindern gerecht werden zu können:
Zum einen sollten pädagogische Fachkräfte anerkennen, dass es vielfältige Begabungen gibt und hohe Begabungen in diesem Sinne eine Facette von Diversität und „Normalität“ darstellen. Sie sollten Kinder in ihrer Individualität wahrnehmen und fördern und sich selbst als Lernbegleiterin und Lernbegleiter verstehen. Es ist wichtig, dass pädagogische Fachkräfte mit Kindern über ihre Interessen, ihr Wohlbefinden und ihre Sichtweisen sprechen und diese im Kita-Alltag berücksichtigen und dabei keine Unterschiede zwischen einzelnen Kindern machen. In diesem Zusammenhang wird oft auch von einer dialogischen Grundhaltung gesprochen. Die Förderung von Kindern mit hohen Begabungen erfordert schließlich auch die Bereitschaft, jedes Kind möglichst auf seinem Lernstandsniveau zu fördern, ihm seinen nächsten Entwicklungsschritt zu ermöglichen und ihm damit Respekt und Wertschätzung seiner Person und seiner Fähigkeiten entgegenzubringen.
Zum anderen benötigen Fachkräfte aber auch profundes Wissen über Aspekte der Begabungs- und Begabtenförderung sowie zu spezifischen Fragen des Erkennens und Förderns von hohen Begabungen im Kita-Alter. Diese Vorkenntnisse ermöglichen ihnen überhaupt das Erkennen von besonderen Begabungen, eine Einordnung ihrer Beobachtungen, die systematische Prüfung von diagnostischen Hypothesen sowie das Ableiten passender Fördermaßnahmen für das einzelne Kind. Zudem benötigen sie Wissen darüber, welche weiteren Expertinnen und Experten sie gegebenenfalls hinzuziehen können oder an wen sie ratsuchende Eltern verweisen können.

Was tun, wenn sich ein Kind bereits vor Schuleintritt das Lesen oder Rechnen beibringt?

Der kindlichen Lernfreude und Neugierde sollten grundsätzlich keine Grenzen gesetzt werden. Beschäftigt sich ein Kind aus eigener Motivation heraus mit dem Lesen, mit Schrift, mit Zahlen oder mit Rechnen sollte es nicht ausgebremst werden. Vielmehr sollten pädagogische Fachkräfte und Eltern das Kind in seiner Wissbegierde angemessen begleiten. Das bedeutet nicht, dass das Kind unbedingt systematisch im Lesen oder Rechnen unterrichtet werden muss. Dennoch sollten die Lernbedürfnisse des Kindes aufgegriffen und entsprechende Materialien (z. B. einfache Erstleser-Bücher, Buchstabentafeln, Montessori-Material) oder diesbezügliche Lerngelegenheiten angeboten werden.
Das erreichte Niveau beim Erlernen der Kulturtechniken muss gegebenenfalls bei der Gestaltung des Übergangs von der Kita in die Grundschule besonders beachtet werden. Eltern, Kita und Grundschule sollten den individuellen Lernstand des Kindes mit Blick auf die Anforderungen in der Schule kennen und reflektieren, um eine dauerhafte Unterforderung gleich zu Beginn der Schullaufbahn verhindern zu können. Es sollte dabei das Prinzip gelten, dass sich primär nicht das kindliche Lernen den Systemgrenzen anpassen muss, sondern die Lerngelegenheiten den Fähigkeiten des Kindes entsprechend gestaltet werden. Wird ein Kind mit Vorkenntnissen im Lesen, Schreiben oder Rechnen eingeschult, ist daher auch die Schule gefordert, eine angemessene weitere Förderung des Kindes zu gewährleisten.

Wie lässt sich im Kita-Alltag eine Unterforderung von Kindern mit hohen Begabungen vermeiden?

Wird ein Kind in der Kindertageseinrichtung seinen Interessen, Bedürfnissen und Stärken entsprechend individuell gefördert, ist eine andauernde Unterforderung eher unwahrscheinlich. Je besser die pädagogischen Fachkräfte das Kind kennen, umso besser können sie es durch entsprechende pädagogische Angebote in seiner persönlichen Wissbegierde, seinem Forscherdrang oder Lernverhalten unterstützen. Einzelne Unterforderungssituationen stellen für die Entwicklung der Kinder in der Regel auch keine ernsthafte Gefährdung dar. Wichtig ist, dass die Kinder grundsätzlich die Erfahrung machen, dass auch auf ihre Bedürfnisse eingegangen wird.
Es kann jedoch auch sein, dass es nicht hinreichend gelingt, die Angebote in der Kindertageseinrichtung den Fähigkeiten und den Potenzialen des Kindes entsprechend angemessen zu gestalten und sich eine Unterforderungssituation einstellt. Hinweisen des Kindes darauf, dass es sich oftmals langweilt oder es nicht mehr gerne in die Kita geht, ist daher unbedingt nachzugehen. Manchmal können Kinder die empfundene Langeweile auch nicht artikulieren und zeigen stattdessen unangepasstes Verhalten (z. B. clowneskes Verhalten, Aggressivität gegenüber anderen Kindern, Rückzugsverhalten). In diesen Fällen ist es notwendig, dass sich Eltern und Fachkräfte zu weiteren Möglichkeiten der Förderung verständigen, z. B. über eine frühzeitige Einschulung, anreichernde, die Kita ergänzende Kursangebote.

Warum meiden besonders begabte Kinder bestimmte Angebote in der Kita?

Es kann ganz unterschiedliche Gründe für das Meiden von Angeboten geben. Wichtig ist, dass pädagogische Fachkräfte einschätzen, ob ein Kind die Angebote aufgrund seiner hohen Begabung meidet oder ob es andere Gründe gibt. Fachkräfte sollten daher die Ursache unvoreingenommen prüfen, das Kind zunächst beobachten und Interesse an seiner Sicht zeigen. Daraus können dann konkrete Maßnahmen abgeleitet werden.
Ursachen können in Langeweile und Unterforderung aber auch in aktuellen Gründen außerhalb der Kita liegen. Genauso gut kann ein Kind sich aber auch immer nur in einem bestimmten Raum aufhalten wollen, weil es die dort betreuende Person besonders mag – oder aus umgekehrtem Grund einen Raum meiden. Infrage kommen auch Konflikte mit anderen Kindern oder einfach nur eine passende Spielpartnerin oder ein Spielpartner. Kinder mit hohen Begabungen neigen zudem manchmal zu Perfektionismus. Sie nehmen möglicherweise ein Angebot dann nicht wahr, wenn sie denken, etwas nicht vollständig zu können oder es nicht gut genug zu machen. Hier gilt es, sensibel und offen hinzusehen und herauszufinden, was ein Kind bewegt.

Wie kann man Kindern helfen, die sich selbst unter Druck setzen?

In einigen Fällen kommt es vor, dass Kinder mit hoher kognitiver Begabung sich selbst dem Anspruch aussetzen, alles perfekt tun zu wollen. Sie empfinden dann bei bestimmten Aufgabentypen häufiger Gefühle des Scheiterns oder meiden bestimmte Anforderungen von vornherein. In diesen Fällen stellt es für Kinder eine wichtige Entwicklungsaufgabe dar, einen angemessenen Umgang hinsichtlich der eigenen Ansprüche an ihr Lern- und Leistungsverhalten zu finden. Hierbei ist es zunächst ratsam, den Austausch mit den Eltern zu suchen und gemeinsam zu reflektieren, welche familiären Erfahrungen gegebenenfalls zu dem Verhalten des Kindes führen könnten. Denn häufig hängen kindliche Ansprüche mit familiären Einstellungen zu Leistung und Lernen zusammen. Eltern und Kind sollten unterstützt werden, dem Kind den Druck zu nehmen, sofern es selbst darunter leidet. Eltern und Fachkräfte können dem Kind einen konstruktiven Umgang mit eigenen Schwächen oder Fehlern vorleben. Zudem können Fachkräfte im Kita-Alltag verstärkt mit dem Kind Lernprozesse reflektieren (z. B. mittels Portfolioarbeit), um ihm ein Gefühl für die Prozesshaftigkeit des Lernens zu geben.
Parallel ist es sinnvoll, dem Kind im pädagogischen Alltag oder zu Hause ausreichend Gelegenheit für Aktivitäten zu geben, in denen es sich als kompetent erlebt, welche es mit Freude macht und die es in seiner persönlichen Entwicklung weiterbringen, um das Erleben von Selbstwirksamkeit und damit die Entwicklung eines positiven Selbstkonzeptes zu fördern. Die Bereiche, in denen Kinder diese Erfahrungen sammeln, können vielfältig sein (z. B. Bewegung, Kreativität, Kunst, Musik, Naturwissenschaften oder Erlebnispädagogik).

Sollte ein Kind mit hohen Begabungen neben der Kita weitere Fördermöglichkeiten nutzen?

Es existiert insgesamt ein großes Feld an Freizeit- und Förderangeboten für Kinder im Kita-Alter. Prinzipiell gibt es daher die Möglichkeit, dass sich Kinder auch in diesem Alter vielfältig ausprobieren können, um besondere Interessen zu finden oder diesen auch nachzugehen (z. B. im musischen und sportlichen Bereich). Spezifische Angebote für Kita-Kinder mit hoher kognitiver Begabung sind dagegen eher selten. In einigen Kommunen gibt es sogenannte Kinderakademien bzw. Kursangebote auch für junge Kinder. Viele Museen, Theater und Konzerthallen bieten Angebote auch für Kita-Kinder an.
Allgemein ist jedoch ohnehin vor allem darauf zu achten, ob das Kind nach dem Kita-Tag zusätzlich überhaupt noch etwas machen möchte oder nicht. Es muss aktiv in diese Entscheidung einbezogen sein. Sicher hat auch die Dauer des täglichen Kita-Besuchs einen Einfluss auf die Entscheidung, ob eine weitere Aktivität geplant werden sollte oder nicht. Zu viele Angebote – in bester Absicht initiiert – können das Kind auch überfordern oder es darin hindern, selbstbestimmt herauszufinden, wo seine Bedürfnisse liegen. Daher sollten Entscheidungen für weitere Aktivitäten neben der Kita von Eltern ebenfalls nach den Prinzipien der individuellen Förderung getroffen werden: unter Berücksichtigung der Interessen und Bedürfnisse des Kindes.

Was muss mit Blick auf die soziale Integration von Kindern mit hohen Begabungen in den Gruppenalltag beachtet werden?

Der Großteil der Kinder im Kita-Alter mit hoher kognitiver Begabung ist gut in das soziale Gefüge und in Gruppen integriert und findet ebenso Freundschaften wie andere Kinder. Oft bringen begabte Kinder auch im sozialen Bereich besondere Kompetenzen mit (z. B. durch die Fähigkeit zur Streitschlichtung oder Interessensvertretung gegenüber den Fachkräften), die sie zu beliebten Spielpartnerinnen und Spielpartnern machen. Sie sind zudem aufgrund ausgefallener Spielideen oft geschätzt.
Vorteilhaft sind für Kinder mit hoher kognitiver Begabung altersgemischte Kita-Gruppen. Sie ermöglichen ihnen das Knüpfen von Kontakten zu Älteren, die vielleicht ähnlichere Spielthemen oder Interessen haben als Gleichaltrige.
Wirkt ein Kind nicht gut in die Kindergruppe integriert, isoliert sich aktiv oder ist häufig einsam, kann das vielfältige Gründe haben. Ursachen können darin liegen, dass es durch den Alltag und die Angebote der Kita zu wenig in seinen Interessen und Bedürfnissen angesprochen wird. Auch Konflikte und häufige Missverständnisse mit anderen Kindern oder aktuelle bzw. chronische familiäre Probleme können in Erwägung gezogen werden. Ist der Zustand dauerhaft und das Kind sichtbar belastet, sollten Eltern und Kita Maßnahmen ergreifen, um dem Kind wieder zu mehr Wohlbefinden zu verhelfen. Hierfür kann es erforderlich sein, externe professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. In manchen Fällen kann auch der Wechsel einer Einrichtung erforderlich sein.

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