Hochbegabte beraten

Hochbegabte beraten

Schadet eine vorzeitige Einschulung der späteren Entwicklung von Kindern?

Wissenschaftliche Studien, die dieser Frage nachgingen, konnten mehrheitlich zeigen, dass im Hinblick auf die vorzeitige Einschulung von Kindern mit hoher kognitiver Begabung die positiven Aspekte überwiegen. Die vorzeitige Einschulung hatte für sie im Vergleich zu Kindern, die regulär eingeschult wurden, nicht häufiger negative Auswirkungen – weder auf die soziale oder emotionale Entwicklung noch auf die schulischen Leistungen. Für Kinder mit durchschnittlichen kognitiven Fähigkeiten zeigten sich hingegen bei einer vorzeitigen Einschulung häufiger negative Erfahrungen im Vergleich zu regulär eingeschulten Kindern.

Das Hauptargument für eine vorzeitige Einschulung von besonders begabten Kindern liegt in der möglichen Vermeidung einer schulischen Unterforderung gleich zu Beginn der Schullaufbahn. Darüber hinaus muss bedacht werden, dass ein späteres Überspringen einer Klassenstufe die möglicherweise größere Belastung für das Kind darstellt (z. B. aufgrund eines Sonderstatus in der Klasse oder dem wiederholten Eingewöhnen in neue Klassenverbände).

Die Entscheidung für eine vorzeitige Einschulung sollte dennoch nicht allein vom kognitiven Entwicklungsstand eines Kindes abhängig gemacht werden. Sie sollte weitere relevante Faktoren berücksichtigen, z. B. den sozial-emotionalen Entwicklungsstand des Kindes oder die Einstellungen von Kind, Eltern und zukünftiger Lehrkraft zur vorzeitigen Einschulung des Kindes.

Das könnte Sie auch interessieren

Broschüre

Fragen und Antworten zu hoher kognitiver Begabung im Kita-Alter

Download

Druckversion

Gerne senden wir Ihnen die Druckversion unserer Broschüre per Post (ab 1/2021).

Bestellen

Weitere Informationen