Hochbegabte beraten

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Was können Eltern tun, wenn ihr Kind nicht mehr in die Kita gehen möchte?

Eine anhaltende Abneigung oder gar Weigerung eines Kindes, in die Kita zu gehen, kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Das Kind kann beispielsweise durch andauernde Konflikte mit anderen Kindern belastet sein, sich durch die pädagogischen Angebote dauerhaft unterfordert fühlen oder aber auch einfach keine geeignete Spielpartnerin oder keinen geeigneten Spielpartner finden, die bzw. der seine Interessen und Lernbedürfnisse teilt. Aber auch weitere Gründe, die nicht ursächlich mit dem Vorliegen einer besonderen Begabung zusammenhängen, sind denkbar, z. B. aufgrund familiärer Belastungen.

Wichtig ist es daher, dass Eltern und pädagogische Fachkräfte möglichst gemeinsam versuchen, die Ursachen einzugrenzen. Dabei können sie sich beispielsweise durch Beratungsstellen unterstützen lassen, die durch eine neutrale Außensicht dabei helfen können, die Entstehung der Problematik zu klären, Verläufe nachzuvollziehen und mögliche Lösungen zu erarbeiten.

Zu beachten ist, dass Kinder im Kita-Alter nur begrenzt in der Lage sind, über Ursachen für ihr Befinden zu reflektieren und diese zu artikulieren. Sie sollten daher nicht übermäßig bedrängt werden, über „das Problem“ zu reden. Dennoch ist es wichtig, das Kind einzubeziehen, es nach seinen Wünschen und Sichtweisen zu fragen und diese ernst zu nehmen. Zudem kann die Kita ihre Beobachtung des Kindes intensivieren, um herauszufinden, woran das Kind Freude hat, mit wem es gerne zusammen ist, wann es sich bei einer Sache besonders engagiert, um anschließend diese Dinge bewusster anbieten zu können.

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