Hochbegabte fördern

Hochbegabte fördern

Wie kann man Kindern helfen, die sich selbst unter Druck setzen?

In einigen Fällen kommt es vor, dass Kinder mit hoher kognitiver Begabung sich selbst dem Anspruch aussetzen, alles perfekt tun zu wollen. Sie empfinden dann bei bestimmten Aufgabentypen häufiger Gefühle des Scheiterns oder meiden bestimmte Anforderungen von vornherein. In diesen Fällen stellt es für Kinder eine wichtige Entwicklungsaufgabe dar, einen angemessenen Umgang hinsichtlich der eigenen Ansprüche an ihr Lern- und Leistungsverhalten zu finden. Hierbei ist es zunächst ratsam, den Austausch mit den Eltern zu suchen und gemeinsam zu reflektieren, welche familiären Erfahrungen gegebenenfalls zu dem Verhalten des Kindes führen könnten. Denn häufig hängen kindliche Ansprüche mit familiären Einstellungen zu Leistung und Lernen zusammen. Eltern und Kind sollten unterstützt werden, dem Kind den Druck zu nehmen, sofern es selbst darunter leidet. Eltern und Fachkräfte können dem Kind einen konstruktiven Umgang mit eigenen Schwächen oder Fehlern vorleben. Zudem können Fachkräfte im Kita-Alltag verstärkt mit dem Kind Lernprozesse reflektieren (z. B. mittels Portfolioarbeit), um ihm ein Gefühl für die Prozesshaftigkeit des Lernens zu geben.

Parallel ist es sinnvoll, dem Kind im pädagogischen Alltag oder zu Hause ausreichend Gelegenheit für Aktivitäten zu geben, in denen es sich als kompetent erlebt, welche es mit Freude macht und die es in seiner persönlichen Entwicklung weiterbringen, um das Erleben von Selbstwirksamkeit und damit die Entwicklung eines positiven Selbstkonzeptes zu fördern. Die Bereiche, in denen Kinder diese Erfahrungen sammeln, können vielfältig sein (z. B. Bewegung, Kreativität, Kunst, Musik, Naturwissenschaften oder Erlebnispädagogik).

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Fragen und Antworten zu hoher kognitiver Begabung im Kita-Alter

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