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„Bin ich ein Fake?“ Über das Imposter-Phänomen bei Hochbegabten

Das Imposter-Phänomen beschreibt die Sorge hochleistender Personen, trotz ihrer objektiven Erfolge als „Hochstapler:innen“ enttarnt zu werden. Sie befürchten, dass herauskommen könnte, dass sie in Wahrheit gar nicht über die Fähigkeiten verfügen, die das Umfeld ihnen aufgrund ihrer Leistungen zuschreibt. Die Folge sind oft starke Selbstzweifel, hoher Leistungsdruck und Versagensängste sowie die Vermeidung von Herausforderungen. Imposter-Gefühle können somit eine freie Begabungsentfaltung beeinträchtigen.

Von: Anne-Kathrin Stiller und Wiebke Evers


Bild: Dabisik/photocase.de

Imposter-Phänomen: Was ist das?

ZitatZitat

Die übertriebene Wertschätzung meines Lebenswerks beunruhigt mich. Ich fühle mich gezwungen, mich als unfreiwilligen Betrüger zu betrachten.

Albert Einstein (zit. nach 1)
ZitatZitat

Der Begriff „Imposter-Phänomen“ geht auf die Forscherinnen Pauline R. Clance und Suzanne A. Imes (1978) zurück, die das Phänomen zunächst im klinischen Kontext bei hochleistenden Frauen beobachteten und daraufhin wissenschaftlich beschrieben. Mittlerweile wurde das Phänomen in verschiedenen Kontexten (z. B. in akademisch kompetitiven Kontexten) untersucht und nachgewiesen, unter anderem bei

  • hochleistenden Menschen
  • Personen mit höherem Bildungsniveau,
  • Menschen in akademischen Kontexten,
  • intellektuell Hochbegabten und
  • Minoritäten / historisch marginalisierten Gruppen.

Das Imposter-Phänomen ist dabei keine Seltenheit. In Studien mit unterschiedlichen Zielgruppen werden die Anteile der betroffenen Personen mit 43 bis 49 Prozent beziffert 1. Nicht nur Erwachsene sind von dem Phänomen betroffen. Auch bei Kindern und Jugendlichen fanden Studien bereits Imposter-Tendenzen.

Welche Auswirkungen und Folgen hat das Imposter-Phänomen?

Das Imposter-Phänomen gilt nicht als psychische Störung; es kann jedoch das psychische Wohlbefinden und auch den Lebenswandel stark beeinflussen. Betroffene leiden häufig unter niedrigem Selbstwertgefühl, aber auch unter Angststörungen, Depressionen oder somatischen Symptomen.

Zudem können die mit dem Phänomen einhergehenden Selbstzweifel und Ängste dazu führen, dass Betroffene Herausforderungen und Aufgaben vermeiden, an denen sie vermeintlich scheitern könnten. Als Folge treffen sie Bildungs- und Karriereentscheidungen, die ein möglichst geringes Risiko für Misserfolge bergen. So landen sie in sicheren Positionen und wettbewerbsarmen Kontexten, in denen sie ihr eigentliches intellektuelles Potenzial aber kaum anwenden können (vgl. 1).

Neben den für das Phänomen typischen Selbstzweifeln sowie der stetigen Angst vor Enttarnung fällt es vielen Betroffenen schwer, ihre Erfolge zu internalisieren. Das bedeutet, dass sie anstelle von Faktoren, die in ihrer Person selbst liegen (z. B. ihre intellektuellen Fähigkeiten, ihre Anstrengungsbereitschaft oder ihr Organisations- und Planungsvermögen) eher externe Gründe heranziehen, um ihre Erfolge zu erklären (z. B. Glück oder die Güte anderer Personen). Außerdem haben sie oft sehr hohe Ansprüche an die eigene Leistung und verspüren hohen Druck, die an sie gestellten Erwartungen zu erfüllen.

Bei manchen Betroffenen entsteht durch den hohen Druck, den sie erleben, nicht nur Furcht vor Misserfolg, sondern auch eine Furcht vor Erfolg. Mit jedem weiteren Erfolg geht bei Betroffenen die Angst einher, dass in Zukunft weitere, sogar noch höhere Leistungen erwartet werden oder dass ihnen größere Verantwortung übertragen wird als bisher. Im Angesicht der starken Selbstzweifel erscheinen die noch höhere Leistungserwartungen schier nicht bewältigbar.

Den Kreislauf zwischen Herausforderung, Erfolg und Selbstzweifeln veranschaulicht Clance (1985) 23 im sogenannten „Imposter-Cycle“ (siehe Abb. 1):

1. Im ersten Schritt wird die Person mit einem Projekt oder einer Aufgabe konfrontiert, die bei ihr Ängste, Selbstzweifel oder Sorgen auslösen. Sie reagiert auf diese entweder mit im Verhältnis zu ihren Fähigkeiten übertriebener Vorbereitung oder, ausgelöst durch die starken Zweifel, mit anfänglicher Vermeidung und Aufschieben (Prokrastination), gefolgt von strapaziöser Minimalvorbereitung unter hohem Zeitdruck.

2. Durch ihre Fähigkeiten wird die Person – sowohl bei übertriebener oder auch minimaler Vorbereitung – die Aufgabe mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgreich lösen und positives Feedback ernten.

3. Anstatt sich über den Erfolg und die Rückmeldungen zu freuen, beginnt die Person, ihre Fähigkeiten infrage zu stellen. Je nach Herangehensweise (übermäßige Vorbereitung oder Prokrastination) wertet die Person das positive Feedback ab und schiebt den Erfolg entweder auf die unverhältnismäßige Anstrengung, die sie für diesen Erfolg investieren musste („So schlau kann ich ja nicht sein, wenn ich alle meine Kräfte dafür brauchte.“) oder auf äußere Umstände („Ich habe einfach Glück gehabt, dass ich damit durchgekommen bin.“).

Abb. 1: Imposter-Kreislauf (basierend auf 2)

Es wird deutlich: Was auch immer als Erklärung für den Erfolg herangezogen wird, die Imposter-Gefühle der Person werden weiter verstärkt. Und diese Ängste, Sorgen, Zweifel, der Stress und die Unzufriedenheit begleiten sie auch bei der nächsten Aufgabe.

Auf längere Sicht können Imposter-Gefühle dazu führen, dass hochleistende Personen herausfordernde Aufgaben von vornherein vermeiden. Dies bedeutet aber auch, dass sie ihre Potenziale nicht voll entfalten können. Hier berührt das Phänomen das Thema Underachievement, bei dem die Leistungen oder Erfolge einer Person hinter dem zurückbleiben, was aufgrund ihrer Begabung zu erwarten wäre. Underachievement kann ebenfalls zu großem Leid führen, etwa wenn den Betroffenen klar wird, dass die eigenen Selbstzweifel sie in der Verwirklichung ihrer Möglichkeiten hindern.

Welche Faktoren sind für Hochbegabte von Bedeutung?

Hochbegabte Menschen stellen häufig sehr hohe Ansprüche an sich selbst. Auch wenn sie ihre Fähigkeiten immer wieder unter Beweis gestellt haben und ihnen vielleicht sogar im Rahmen einer psychologischen Diagnostik eine weit überdurchschnittliche Intelligenz bescheinigt wurde, sind sie – wie andere Menschen auch – keineswegs davor gefeit, Selbstzweifel zu erleben.

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Auch Hochbegabte können Befürchtungen entwickeln, ihr Leistungsniveau nicht halten, nicht dauerhaft Außergewöhnliches leisten zu können.

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Hochbegabte können somit ebenfalls vom Imposter-Phänomen betroffen sein 4. Insgesamt ist die Forschungslage zum Imposter-Phänomen im Kontext von Hochbegabung noch lückenhaft 5. Bestehende Studien zeigen, dass bestimmte individuelle und kontextuelle Einflussfaktoren, die in einem Zusammenhang mit Imposter-Tendenzen stehen, speziell mit Blick auf Hochbegabte von spezifischer Bedeutung sein können. Sie können Hinweise darüber geben, wie Imposter-Gefühlen bei Hochbegabten entgegengewirkt werden kann.

Beispiele für individuelle Faktoren

Im Folgenden werden Beispiele für Faktoren genannt, die mit dem Imposter-Phänomen in Verbindung stehen, und im Zusammenspiel mit einer Hochbegabung relevant werden können.

  • Knüpfung des Selbstwerts an die Leistung:
    Mit Imposter-Gefühlen gehen Selbstzweifel und ein geringes Selbstwertgefühl einher. Der Selbstwert von Hochbegabten kann besonders eng an ihre akademischen Fähigkeiten und Leistungen gebunden sein, da ihr Begabtenstatus auf diesen überdurchschnittlichen Fähigkeiten beruht und somit eine Facette ihrer Identität darstellt. Daher neigen Hochbegabte im Sinne des Selbstwertschutzes eher zu Furcht vor (Miss-)Erfolg oder Perfektionismus. Wenn eine Bedrohung ihres Begabtenstatus erlebt wird, setzen sie eher Fehlervermeidungsstrategien ein.
  • Perfektionismus:
    Perfektionismus gilt als wichtiger Einflussfaktor im Zusammenhang mit dem Imposter-Phänomen. Er kann sich z. B. in einem Bestreben nach maximaler Expertise äußern, also durch extrem hohe Maßstäbe an das eigene Wissen und Fähigkeiten. Beim sogenannten sozialen Perfektionismus besteht der Glaube, überhöhte Erwartungsansprüche aus dem sozialen Umfeld erfüllen zu müssen. Dieser ist mit Blick auf Hochbegabte in einer kompetitiven Umgebung, die auf Leistungsvergleich und Wettbewerb ausgerichtet ist, besonders relevant, wie sie z. B. in selektiven Begabtenfördermaßnahmen gegeben ist. Hier tendieren Hochbegabte, die zu sozialem Perfektionismus neigen, eher dazu, Imposter-Gefühle zu erleben 4.
  • Selbstwerthinderliche Ursachenzuschreibung:
    Menschen, die vom Imposter-Phänomen betroffen sind, neigen dazu, ihre Erfolge eher auf instabile, äußere Bedingungen zurückzuführen (z. B. auf Glück), während sie einzelne Misserfolge als grundsätzlichen Mangel an Fähigkeiten fehldeuten, d.h. sie stabilen inneren Faktoren zuschreiben. Ein solcher selbstwerthinderlicher Attributionsstil tritt im Falle des Imposter-Phänomens nur in Leistungssituationen auf und nicht im sozialen Bereich. Er ist bei hochbegabten Underachiever:innen gehäuft anzutreffen, jedoch nicht bei hochbegabten Achiever:innen, also denjenigen, die begabungsentsprechende hohe Leistungen erbringen. Ob Imposter-Tendenzen hierbei eine Rolle spielen, ist bisher nicht erforscht. Dass hochbegabte Imposter-Betroffene ein erhöhtes Risiko haben könnten, Underachievement zu entwickeln, erscheint aber zumindest plausibel.

Beispiele für Umgebungsfaktoren (kontextuelle Faktoren)

Das Imposter-Phänomen sollte grundsätzlich nicht als ausschließlich persönliche Problematik betrachtet werden.

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Es gibt Umgebungsfaktoren, von denen wir wissen, dass sie die Entstehung von Imposter-Tendenzen maßgeblich befördern. Gerade im Kontext von Bildungsgerechtigkeit ist diese Erkenntnis besonders wichtig.

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Der Kontext spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie Personen über sich, ihren Wert und ihre Fähigkeiten denken.

  • Erwartung – Bewertung – Vergleich:
    Unabhängig davon, ob eine Person hochbegabt ist oder nicht, tragen hohe Leistungserwartungen von Familie und Lehrkräften zur Entstehung von Imposter-Tendenzen bei, ebenso wie Bewertungssituationen und der soziale Vergleich mit den Peers oder mit Vorbildern.
  • Wettbewerb und Anforderungen:
    Übergänge in eine kompetitivere Umgebung befördern Imposter-Gefühle. Dies ist z. B. beim Eintritt in zugangsbeschränkte Begabtenfördermaßnahmen der Fall, wie z. B. speziellen Hochbegabtenklassen oder -schulen. Auch in Umgebungen, in denen hohe kognitive Fähigkeiten gemeinhin als Erfolgsvoraussetzung angesehen werden (sog. Brilliance Fields, 6) wie etwa in den MINT-Fächern, ist die Wahrscheinlichkeit, Imposter-Gefühle zu entwickeln, erhöht.
  • Stereotype:
    Stereotype Vorstellungen in der Gesellschaft und in Institutionen wie Schulen oder Kitas können Auslöser für das Imposter-Phänomen sein, z. B. „Mädchen sind schlecht in Mathe.“. Imposter-Gefühle können somit als psychologische Reaktionen auf problematische Kontexte erklärt werden 7.

Gehöre ich dazu? Unterrepräsentierte Gruppen in der Hochbegabtenförderung

Hochbegabte Kinder, die einer in der Begabtenförderung unterrepräsentierten Gruppe angehören – dazu zählen unter anderem Mädchen, Kinder aus Einwandererfamilien sowie Kinder, die mit herausfordernden sozioökonomischen Bedingungen konfrontiert sind – sind besonders gefährdet, durch kontextuelle Faktoren in ihrer Potenzialentfaltung behindert zu werden und Imposter-Gefühle zu entwickeln. Sie können das Gefühl haben, dass ihre Fähigkeiten trotz ihres Erfolgs ständig auf dem Prüfstand stehen und dass sie sogar noch höhere Leistungen erbringen müssen als andere, da ihnen Begabung und Erfolg nicht zugetraut, nicht gegönnt oder überhöhte Erwartungen an sie gestellt werden.

Die Macht der Stereotype

Imposter-Gefühle können begünstigt werden durch die Konfrontation mit Stereotypen, Mikroaggressionen, erhöhtem Leistungsdruck und Zweifeln an der eigenen Zugehörigkeit sowie durch die mit Hochbegabung verbundenen Erwartungen und Stereotype (z. B. „männlich, weiß, privilegiert“), welche ggf. als inkongruent zur eigenen Herkunft oder Identität erlebt werden. Dabei können nicht nur negative, sondern auch positive Stereotype problematische Auswirkungen haben: Sowohl besonders niedrige (Black-American-Stereotype) als auch besonders hohe Leistungserwartungen (Asian-American-Stereotype) können von (Hoch-)Begabten, die diesen ethnischen Gruppen angehören, als Bedrohung wahrgenommen werden. Eine Bedrohung durch Stereotype 8 kann tatsächliche Leistungsminderungen verursachen, z. B. bei Intelligenztests.

Mehrfache Benachteiligung

Es kommt nicht selten vor, dass bei einer Person mehrere Stereotype Threats und Diskriminierungen gleichzeitig wirken, z. B. aufgrund des Geschlechts und der sozialen Herkunft (sog. Multiple Minority Identities 9). Hierbei spricht man von Intersektionalität. Aufgrund herrschender gesellschaftlicher und auch fachspezifischer Stereotype besteht beispielsweise ein höheres Risiko vom Imposter-Phänomen betroffen zu sein, wenn Personen einer ethnischen Minderheit angehören und weiblich sind, als wenn nur eines der beiden Merkmale zutrifft 6.

Was kann man tun?

Das Imposter-Phänomen wird im Zusammenspiel mit Hochbegabung durch bestimmte individuelle und kontextuelle Gegebenheiten genährt und befeuert. Auf beiden Ebenen können Maßnahmen und Strategien zur Überwindung oder Reduzierung von Imposter-Gefühlen ansetzen. Insbesondere Lehrkräfte und Eltern, psychologische Fachkräfte aber auch Gleichaltrige können Betroffenen Unterstützung bieten.

Das Phänomen erkennen & darüber aufklären

  • Risiken und Anzeichen für das Imposter-Phänomen müssen zunächst erkannt werden, um tätig werden zu können.
  • Das Phänomen mit seinen möglichen Ursachen und Auswirkungen sollte mit besonders begabten Kindern und Jugendlichen besprochen werden. Das Wissen über dessen Existenz kann Betroffenen bereits Entlastung bringen.
  • Im Austausch wird schnell deutlich, dass die meisten Personen bereits Imposter-Gefühle erlebt haben. In Gruppen kann sich darüber ausgetauscht werden, welche Strategien dabei helfen können, den Selbstwert von der erbrachten Leistung oder dem Begabtenstatus zu entkoppeln.

Denkmuster verändern & Leistungsansprüche einordnen

  • Die Vermittlung von alternativen Attributionsstilen kann Schüler:innen dabei helfen, Erfolge besser für sich zu verbuchen und Misserfolge selbstwertschonend einzuordnen.
  • In Schule und Familie sollten Fehler normalisiert und als Teil des Lernprozesses eingeordnet werden. Misserfolge werden als isolierte Ereignisse kommuniziert, welches nicht die Schüler:innen selbst definiert.
  • Begabten kann es helfen, den Fokus auf den Lernprozess bzw. die Lernfähigkeiten als interne und damit kontrollierbare Faktoren zu legen und nicht auf das Ergebnis oder die Note, welche sie externen und damit eher unkontrollierbaren Faktoren zuordnen können.

Sozialem Druck begegnen

  • Sozialer Druck ist ein zentrales Thema des Jugendalters, insbesondere mit Blick auf Leistungs- und Zugehörigkeit Es lohnt sich, sozialen Druck in Familie und Schule explizit zu adressieren und Strategien zu einem gesunden Umgang anzubieten und zu diskutieren.
  • Strategien zur direkten Stärkung des Selbstwertgefühls (z. B. positiver Self-Talk, Entwicklung von Selbstmitgefühl) können Kinder und Jugendliche grundlegend in der Beziehung zu sich selbst stärken und in ihrem Umgang mit Druck, Bewertungen und Zuschreibungen von außen unterstützen.

Diversität & Zugehörigkeit fördern

  • Indem die Diversität bei Schüler:innen und Lehrpersonen erhöht wird, kann das Zugehörigkeitsgefühl unterrepräsentierter Gruppen gestärkt und folglich Imposter-Gefühle vermindert werden 7. Zentral ist dabei, dass die Diversität auf allen Ebenen, vor allem auch in höheren Leitungspositionen, gesteigert wird. Auf diese Weise werden diverse Rollenvorbilder geschaffen, welche eine wirkmächtige Möglichkeit darstellen, um Stereotype abzubauen und unterrepräsentierte Gruppen zu stärken (vgl. Scully-Effekt 10).
  • Lehrkräfte sollten sich proaktiv für die persönliche Wertschätzung und Gleichbehandlung marginalisierter Gruppen einsetzen sowie eine Kultur und ein Gefühl der Inklusivität schaffen, damit sich alle Schüler:innen zugehörig und passend fühlen.
  • Peers können eine wichtige Unterstützung darstellen. Mentor:innen-Systeme sind dabei besonders hilfreich, wenn hochbegabten Schüler:innen ein:e Mentor:in zur Seite gestellt wird, die über ähnliche Merkmale verfügt (z. B. in ihrem Minoritätenstatus und in ihren Interessen).

Das Imposter-Phänomen kann eine echte Bremse für die Begabungsentfaltung darstellen. Seine Überwindung wiederum ist die Chance, die eigenen Stärken wahrzunehmen, mit ihnen neuen Herausforderungen zu begegnen und sich weiterzuentwickeln.

Zum Weiterlesen und Weiterhören

Podcast-Reihe „Liebe Karg-Stiftung ...“ – Folge 5: Selbstzweifel bei Hochbegabung

Stiller, A.-K., Evers, W. F. (2024): Zweifelhafte Selbstzweifel: das Imposter-Phänomen bei (Hoch-)Begabten. In: Rogl, S., Resch, C., Bögl, E. u. a. (Hrsg.) (2024): Begabung verändert – förderliche Lernwelten erforschen, gestalten, implementieren. Münster: Waxmann Verlag. Hier online abrufbar.