Von der Sandkiste bis zum Abitur – Filmreihe „Begabungsförderliche Bildungsübergänge“
Übergänge sind sensible Phasen in der Bildungsbiografie – auch für hochbegabte Kinder. Denn gerade sie legen oft große Hoffnung in die Einschulung oder den Wechsel auf die weiterführende Schule, verbunden mit dem Wunsch, endlich richtige Herausforderungen zu erfahren. Bleiben positive Erfahrungen an Übergängen dann letztlich aus, sind Erwartungen schnell enttäuscht und die Motivation leidet.
Wie können hochbegabte und besonders begabte Kinder beim Übergang von der Kita in die Grundschule und später auf die weiterführende Schule gut begleitet werden? Der Film zeigt, worauf es bei der Gestaltung von Bildungsübergängen ankommt und warum eine kontinuierliche Begabungs- und Begabtenförderung dabei wichtig ist. Gerade hochbegabte Kinder verbinden mit einem Schulwechsel häufig die Erwartung, mehr Anregung und neue Lernmöglichkeiten zu erhalten. Damit ihre Begabungen nicht aus dem Blick geraten, braucht es passende Angebote, eine enge Zusammenarbeit der Bildungseinrichtungen und die Beteiligung von Kindern und Eltern.
Der Film begleitet Benno und Carlotta bei ihren Schulübergängen. Bennos besondere mathematische Begabung wurde in der Grundschule erkannt. Noch vor seinem Wechsel auf das Gymnasium nimmt er dort an einer Mathe-AG teil und erhält zusätzliche Herausforderungen. Carlottas hohe Begabung zeigte sich bereits in der Kita. Weil die bisherigen Strukturen nicht mehr zu ihrer Entwicklung passten, wurde sie mit fünf Jahren vorzeitig eingeschult.
Die Beispiele zeigen, wie individuelle Förderung, Akzeleration, Enrichment und der Austausch zwischen Kita, Grundschule und Gymnasium dazu beitragen können, Bildungswege begabungsgerecht zu gestalten und was bei einer frühzeitigen Einschulung zu bedenken ist. Als Blaupause dienen Good-Practice-Beispiele, die im Rahmen des Projektes Karg Campus Kita & Schule Sachsen entstanden sind. In sechs Jahren Projektlaufzeit haben die beteiligten Institutionen gemeinsam begabungsförderliche Aktivitäten an Übergängen entwickelt und erprobt.
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Wie können Schulen hochbegabte und besonders begabte Kinder fördern, wenn der reguläre Unterricht nicht genügend Herausforderungen bietet? Drehtürangebote und Enrichment schaffen zusätzliche Lernmöglichkeiten und geben Kindern Raum, ihren Interessen und Begabungen nachzugehen.
Der Film zeigt am Beispiel von Benno, wie das funktionieren kann. Mathematik fällt ihm leicht, im Unterricht ist er schnell fertig und beginnt sich zu langweilen. Bereits während seiner Grundschulzeit besucht er deshalb eine Mathe-AG am Gymnasium. Dort kann er an anspruchsvolleren Fragestellungen arbeiten und lernt gleichzeitig die weiterführende Schule schon vor seinem Wechsel kennen.
Daneben werden weitere institutions- und schulformübergreifende Angebote vorgestellt, die neue Lernräume eröffnen: Bei der „Académie du FRANZ“ arbeiten Schüler:innen aus Grundschule, Gymnasium und Oberschule an selbst gewählten Themen. Sie entwickeln Vorträge und Workshops, teilen ihr Wissen miteinander und entdecken dabei Interessen und Talente, die im regulären Schulalltag nicht immer sichtbar werden.
Es wird gezeigt, wie Drehtürmodelle und Enrichment Begabungs- und Begabtenförderung unterstützen, Übergänge erleichtern und Kindern ermöglichen können, ihre Potenziale zu entdecken und weiterzuentwickeln. Die Beispiele sind im Rahmen des Projektes Karg Campus Kita & Schule Sachsen entstanden. Kitas, Grundschulen und weiterführende Schulen haben dort gemeinsam Angebote und Strukturen am Übergang für eine begabungsförderliche Bildung entwickelt.
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Wie können Begabungen und Hochbegabung früh erkannt und kontinuierlich – auch über Bildungsübergänge hinweg – gefördert werden? Entscheidend ist, dass Kita, Grundschule und weiterführende Schule miteinander kooperieren.
Der Film zeigt am Beispiel von Carlotta, wie eine solche Zusammenarbeit aussehen kann. Ihre besondere Begabung fiel bereits in der Kita auf. Pädagogische Fachkräfte und Grundschule standen frühzeitig im Austausch. So konnte an Carlottas Entwicklung angeknüpft und ihre vorzeitige Einschulung begleitet werden. Übergangsbögen, gegenseitige Beobachtungen und Hospitationen, gemeinsame Angebote, Elternabende sowie der fachliche Austausch zwischen pädagogischen Fachkräften und Lehrkräften helfen dabei, dass Informationen über Stärken nicht am Übergang verloren gehen und Begabungen kontinuierlich gefördert werden. Auch beim späteren Wechsel auf das Gymnasium kann dieses Wissen aufgegriffen werden.
Eine gemeinsame Vorstellung davon, was Begabung und Hochbegabung bedeuten und welche Lernumgebungen Kinder benötigen, bildet dafür eine wichtige Grundlage. Begabungsförderliche Lernangebote kommen dabei nicht nur einzelnen hochbegabten Kindern zugute, sondern können die Potenzialentfaltung aller Kinder unterstützen. Im Projekt Karg Campus Kita & Schule Sachsen haben Kitas, Grundschulen und Gymnasien gemeinsam solche Formen der institutionsübergreifenden Zusammenarbeit entwickelt und erprobt. Ziel ist eine Begabungs- und Begabtenförderung, die nicht an den Grenzen einzelner Bildungseinrichtungen endet.
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Danksagung
Karg Campus Kita und Schule Sachsen ist ein Kooperationsprojekt (Laufzeit: 2020–2026) der Karg-Stiftung mit dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus (SMK). Vielen Dank für die vertrauensvolle und sehr gute Zusammenarbeit – insbesondere an die Beratungsstelle zur Begabtenförderung (Landesamt für Schule und Bildung, SMK).
Wir bedanken uns herzlich bei allen beteiligten Einrichtungen und Schulen, den engagierten pädagogischen Fach- und Lehrkräften, Eltern, Kindern und Schüler:innen für die Mitgestaltung und Realisierung des Filmprojektes.
Mitwirkende
Regie: Annette Pilawa
Kamera/Schnitt: Marcus Brodt
Redaktion
Dr. Carolin Kiso (Projektleitung Schule, Karg-Stiftung)
Dr. Miriam Lotze (Programmleitung Schule, Karg-Stiftung)
Anja Gjaldbaek (Projektleitung Fachmedien, Karg-Stiftung)
Sprecher
Max Dörken
Audio
Studio Funk