Hochbegabte beraten

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Wie entsteht Underachievement?

Hochbegabte bringen nicht per se ein erhöhtes Risiko für schulische Motivations- und Leistungsprobleme mit. Eine andauernde schulische Unterforderung kann die Entstehung von Underachievement begünstigen, ist aber in der Regel nicht alleinige Ursache. Underachievement entwickelt sich vielmehr im Zusammenspiel vieler verschiedener Faktoren. Im Sinne einer Negativspirale können individuelle Eigenschaften des Schülers oder der Schülerin sowie familiäre und schulische Faktoren in ungünstiger Konstellation zusammentreffen und sich in ihrer negativen Wirkung auf die schulische Leistungsfähigkeit gegenseitig verstärken. Von Person zu Person können sich die Gründe für ein Underachievement bzw. das Bündel an verursachenden Faktoren stark unterscheiden. Häufig wird auch nicht mehr klar zu trennen sein, welche Schwierigkeiten Ursache oder Folge des Underachievement sind. Sind beispielsweise schulische Misserfolge auf Defizite in Lern- und Arbeitstechniken zurückzuführen oder sind diese Folge von Anstrengungsvermeidung und einer falschen Selbsteinschätzung? Sind chronische familiäre Konflikte über schulische Themen eine Reaktion auf die schulischen Leistungsprobleme oder haben sie diese erst begünstigt? Aus diesen Gründen ist in den meisten Fällen das Hinzuziehen professioneller psychologischer Beratung zu empfehlen. Hier kann zum einen diagnostisch geklärt werden, ob die Diskrepanz zwischen intellektuellem Leistungspotenzial und schulbezogenen Fähigkeiten und Kenntnissen tatsächlich den Kriterien eines Underachievement entspricht. Zum anderen kann gemeinsam mit dem Kind, der Familie und der Schule das ungünstige Bedingungsgefüge erkundet und aufgeklärt werden, um daraus mögliche Hilfestellungen abzuleiten.

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