Hochbegabung verstehen

Hochbegabung verstehen

Sind hochbegabte Kinder »anders«?

Hochbegabte Kinder verfügen über größere Fähigkeiten, sind häufig offener für neue Erfahrungen und Ideen, interessieren sich stärker für intellektuell fordernde Freizeitaktivitäten, schätzen häufig ihre Leistungsfähigkeit höher ein und zeigen oft auch eine höhere Leistungsbereitschaft und höhere Leistungsansprüche als nicht Hochbegabte. Doch gibt es noch weitere Unterschiede? Die Forschung zeigt, dass sich hochbegabte und nicht hochbegabte Kinder außerhalb des leistungsbezogenen Bereichs mehr ähneln als unterscheiden. Beide Gruppen unterscheiden sich zum Beispiel nicht in der Häufigkeit psychischer Probleme oder in ihrer emotionalen Befindlichkeit. Auch sind Hochbegabte nicht gewissenhafter oder introvertierter und auch nicht weniger verträglich. Sie zeigen vergleichbare bis höhere soziale Kompetenzen und haben genauso viele Freundinnen oder Freunde wie nicht hochbegabte Kinder. Kleinere Unterschiede finden sich für die Einschätzung des eigenen Aussehens und der eigenen sportlichen Fähigkeiten: hier berichten Hochbegabte etwas geringere Selbsteinschätzungen. Alle diese Befunde beziehen sich auf den Vergleich von Hochbegabten mit nicht Hochbegabten als Gruppe, also auf Durchschnittswerte, die nicht für jede Person passen müssen. Im Einzelfall können sich durchaus Besonderheiten ergeben. So können Schwierigkeiten entstehen, wenn Bedürfnisse des Kindes übersehen werden oder die Umwelt unpassend reagiert. Es kann auch das Gefühl da sein, »anders als andere« zu sein. Das gilt aber für Hochbegabte wie nicht Hochbegabte gleichermaßen.

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